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Demonstrieren oder
nicht, das ist hier die Frage.
Die „taz“
berichtete am 4. September 2007 über
eine geplante Demonstration gegen eine
angebliche „Islamisierung“ Deutschlands. Als
besorgter Kölner Bürger stimme ich der
Fraktion der Linkspartei zu, die ein
Demonstrationsverbot für eine Demonstration
des ganz und gar nicht islamffreundlichen
Vereins „Pax Europa“, Gründer und Präsident
dieses antiislamische Ressentiments
schürenden Clubs ist der fragwürdige
Journalist Udo Ulfkotte. Zusammen mit dem
ins islamophobe Lager abgedrifteten
Schriftsteller und Israellobbyisten Ralph
Giordano soll gegen Muslime Stimmung gemacht
werden. Zu dieser Demonstration hat auch die
rechtsextreme „Bürgerbewegung Pro Köln“
aufgerufen. In biedermännischer Manier
wollen jetzt Giordano und Ulfkotte von
diesen Rechtsradikalen nichts mehr wissen:
Sie hätten versucht, „in einer an
Niederträchtigkeit nicht zu überbietender
Art und Weise“ als „Trittbrettfahrer“
aufzuspringen, so die beiden „Islamfreunde“
der besonderen Art in einer Erklärung.
Diesen „Distanzierungsversuch“ weist „Pro
Köln“ zurück, indem es erklärte, es habe mit
Ulkotte noch am Montag „ein einvernehmliches
Gespräch“ gegeben. Die
Demonstrationsteilnahme von „Pro Köln“ stehe
„nicht zur Disposition“.
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Auf der gleichen Seite, zum gleichen
Zeitpunkt sag Udo Ulfkotte die Demos ab und
eigentlich auf Umwegen wieder zu. "Touristen
die sich in Brüssel treffen." |
Warum
bekommen jetzt die Biedermänner Angst, wenn
auch die altbekannten Brandstifter
mitzündeln wollen? An dieser antiislamischen
Hetzveranstaltung würden sich bestimmt
weitere Brandstifter beteiligen. Ob auf
dieser Veranstaltung Deutschlands Vorreiter
Henryk M. Broder auftritt? Oder der
Betreiber der Rassistenwebsite „Politically
incorrect“, der arbeitslose Sportlehrer
Herre? Oder HC-Betreiber Sacha Stawski, die
christlichen Fundamentalisten, die
Antideutschen und andere an der
Verunglimpfung Andersdenkender
Interessierter?
Seit wann dürfen zum Hass auf die
Religion anderer, hie des Islam Aufrufende
ungehindert demonstrieren? Für sie gilt das
Demonstrationsrecht genauso wenig wie für
die NPD.
Warum
demonstrieren Ulfkotte, Giordano, der
neudeutsche „Herrenmensch“ und die anderen
Rassisten nicht gegen die neuen deutschen
„Islamisten“, die eigentümlicherweise auf
die Namen „Fritz“ und „Daniel“ hören, als
immer nur „Terrorismus“ und „Islam“ in einem
Atemzuge zu nennen?
Plötzlich
zeigt sich unser Ex-Journalist und
Sicherheitsprofessor erstaunt: Er sei von
der rechtsextremen Partei "Flams Belang"
hinters Licht geführt worden. Wie naiv ist
der Journalist Ulfkotte eigentlich? Hat er
vielleicht 15 Jahre bei der FAZ in einem
elitären Elfenbeinturm gelebt und vom
ehemaligen "Flams Blog" nie etwa gehört?
Einigen erzkonservativen FAZ-Redakteuren
muss man dies unterstellen. Nicht hinter
jeder Seite verbirgt sich ein kluger Kopf!
Der Möchtegern Politiker Ulfkotte spürt
langsam die Hitze in der Küche der realen
Politik. Es mag ja noch Spaß machen,
Täter - sprich gegen den Islam zu agitieren
- zu sein, aber wenn es dann eng wird,
streicht der Stern am antimuslimischen
Himmel scheinbar die Segel.
Ulfkotte
scheint wie eine Meteorit zu sein, kam
wahrgenommen, schon ist er verglüht. Bei den
geplanten und nun nicht geplanten,
anscheinend sogar nun bekämpften Demos
gegen den Islam hat man nun
langsam aber die Orientierung verloren.
Kommt der Meteorit, von wo, wohin, warum
dreht er sich plötzlich im Kreise und
überholt sich selber oder auch nicht?
Sicher
scheint zu sein, dass er immer wieder kommt.
Wäre das Thema nicht so ernst könnte man das
als sehr erheiternd betrachten und auf die
nächste seiner Lachnummer warten.
Selbst der
grüne MdB Christian Ströbele hat diesen
Westentaschenpolitiker bei N-Tv vorgeführt,
als handelte es sich um einen Jungster in
Sachen Politik. Die falsche Überzeugung
macht auch noch keinen Politiker. Konrad M.
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