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Vertreibung in Palästina

 

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Vertreibung der Palästineser - 2

Vertreibung in Palästina Seite 1

Israeli ruft zur Vertreibung aus palästinensischen Dörfern innerhalb 48er-Grenzen auf

 

Mustafa Sabre, Qalqiliya, 16.06.2005, für Palestine News Network
Israelische Medien berichteten, dass der Vorsitzende der fundamentalistischen, israelischen Transfer­partei – der Nationalen Union – Avighador Vildman, seine Politik gegen die Araber in den 1948er-Territorien fortsetze. Er rufe dazu auf, sie von ihren Ländereien und aus ihren Häusern zu vertreiben. Mitglieder der Partei erklärten, dass sie Schilder auf den Hauptverkehrsstraßen aufstellen und Werbe­plakate verteilen würden, die dazu aufrufen, palästinensische Städte und Dörfer wie etwa Um El Fahem, Kufur Qassem und andere, die innerhalb der 1948er-Grenzen liegen, vor dem Rückzug aus dem Gazastreifen räumen zu lassen.

 

Der Bürgermeister von Um El Fahem, Sheikh Hashem Abdel Rahman, verlangte, dass gerichtlich Klage gegen Vildman eingereicht und Ermittlungen gegen ihn eingeleitet werden sollen.

 

Abdel Rahman sagt: „Dies ist nicht einfach nur ein rassistischer Aufruf“.

 

Der Bürgermeister fährt fort: „Wir betrachten diese Aussagen als Aufruf für eine neue Nakba (Kata­stro­phe im Jahr 1948). Er spricht nicht nur über Um El Fahem, sondern auch über Galiläa und die Dörfer im Allgemeinen. Deshalb sehen wir zu, dass solche Erklärungen zurückgewiesen werden, und der Rassist sollte lokal und international verklagt werden, weil er dazu aufruft, die Grundbesitzer aus ihren Ländereien und ihren Häusern hinauszudrängen.“

 

16.06.2005, Übers. v. Gabriele Al Dahouk

 Sharons willige Komplizen
28.04.2004 - Haim Bresheeth

.....  Sharons willige Komplizen Bush und Blair werden sich die historische Schuld teilen, die Israel für die Verbrechen von Sharon tragen wird, .....

Für die, die von Bushs Rückzug von seinem eigenen  unsinnigen Programm, der gefeierten Road Map,  geschockt waren, erinnern wir an die Umstände, die zur Geburt dieses Geschöpfs führten. Es war Tony Blair, der  sich ausrechnete, dass  eine Bewegung in Richtung einer politischen Lösung für Palästina  arabische Gunst zu einem Zeitpunkt herauslocken könne, wo sie für die USA und die United Kingdom dringend nötig wäre, nämlich bevor sie in den Irakkrieg ziehen würden. Der Plan wirkte. Jetzt wird die Road Map wie ein fauler Apfel weggeworfen. Bush, der sein neues Schriftstück las, nannte Sharons Plan „historisch und mutig“  und stellte ihn als einen Neuanfang in der Geschichte des Nahen Ostens dar.

In Sharons Liste ist Bush nur eine weitere Schachfigur. So wichtig er im Augenblick ist, hilft er, den Strategieplan Sharons, Palästina von seinem Volk „frei“ zu machen, zu erfüllen. Es ist das, worauf Sharon sein Leben lang hinarbeitete. Amerikanische Präsidenten kommen und gehen, Sharon steht seit Jahrzehnten fest, und beseitigt  bei seiner unermüdlichen, barbarischen Mission alle Hindernisse. Mit der Hilfe, die er jetzt von Bush und Blair erhält, kann er seine Mission zu Ende bringen.

Sharon war derjenige, der die Kollektivstrafe und den Massenmord in den frühen 50er Jahren als  Schöpfer und Kommandeur von Israels erster berüchtigter Todesschwadron, der Einheit 101, einführte. Seine frühe militärische Karriere verbrachte er mit Töten: nicht feindliche Soldaten, sondern Zivilisten in den Dörfern wie Kibya. In Gaza übte er während der frühen 70er Jahre eine Schreckensherrschaft aus, um den palästinensischen Widerstand  gegen die Besatzung zu brechen. In seinem lebenslangen Kampf war es wirklich eine andere Phase, möglichst viele Palästinenser zur Flucht aus ihrer Heimat zu veranlassen. Er zerstörte große Teile von Beirut, tötete Zehntausende in seinem Libanonkrieg 1982, während er  davon besessen war, Arafat und die PLO zu jagen. Wie allgemein bekannt ist, verlief diese Kampagne nicht so erfolgreich. Gaza ist zum Zentrum des palästinensischen Widerstandes geworden, und dank des  Oslo-Abkommens  kehrte Arafat  nach Palästina zurück.

Aber eine seiner anderen Kampagnen ist dabei, Früchte zu bringen: es ist natürlich das große Projekt der Siedlungen in den besetzten Gebieten. Wenn es einen Menschen gibt, von dem man sagen kann, dass er für das Netzwerk der Hunderte von Siedlungen verantwortlich ist, in denen nun eine halbe Million Israelis wohnen, so ist es Ariel Sharon. Als Minister - egal in welchem Ressort - hatte er nur eine Agenda und eine einzige Priorität: die Siedlungen zu erweitern und zu stärken, alle palästinensischen Städte und Dörfer mit Straßen zu umgeben, die die Palästinenser von ihrem Land trennen und das auf diese Weise nicht mehr von ihnen bearbeitet werden kann. Straßensperren schneiden die Dörfer von einander ab, die Bauern von ihrem Land, die Arbeiter von ihrem Job, das Wasser  von den Wohngebieten, die Kinder von den Schulen, die Kranken von den Krankenhäusern. Vier Millionen Palästinenser leben in totaler Isolation unter Bedingungen, die mehr und mehr an das erinnern, was Juden in den Ghettos unter der Nazikontrolle durchgemacht haben....  mehr >>>

»Historische Notwendigkeit…«
Moshe Zuckermann

Ich sprach von einer symbolischen Anerkennung des Rückkehrrechtes. Das würde zunächst erst einmal bedeuten, dass Israel anerkennt, dass es ein historisches Unrecht an den Palästinensern begangen hat. Derartige Anerkennungen gibt es mittlerweile zwischen verschiedenen Kollektiven. Zum Beispiel hat sich der Papst für das Verhältnis der Katholischen Kirche zu den Juden entschuldigt und eine gewisse Reue ausgesprochen. Das macht natürlich nicht wett, wie es den Juden zweitausend Jahre lang mit dem Christentum ergangen ist. Aber es ist zumindest eine symbolische Anerkennung. Zum anderen würde ein symbolisches Rückkehrrecht ganz praktisch bedeuten, dass man dieses auch aushandeln müsste. Es ist, denke ich, allen Beteiligten klar, dass es nicht darum gehen kann, dass vier bis fünf Millionen Palästinenser in das Kernland Israels zurückkehren. Davon gehen auch die meisten Palästinenser nicht aus. Ich denke, es ist realistisch, von einer Zahl zwischen 150000 und 300000 Palästinensern auszugehen, die im Zuge der Wiedervereinigung von Familien oder aufgrund historischer materieller Ansprüche nach Israel zurückkehren dürfen. Aber das muss, wie gesagt, ausgehandelt werden. Für den Rest müsste es Entschädigungszahlungen geben, vor allem für die materiellen Einbußen. mehr...

Flüchtlinge

Im Vorfeld und im Verlauf des ersten israelisch-arabischen Krieges 1948/49 wurden über 750.000 Palästinenser Opfer einer systematischen Vertreibung durch die israelische Armee. Sie mußten aus ihrer Heimat fliehen und fanden Aufenthalt in den Flüchtlingslagern im Libanon, in Syrien, in Jordanien, in der Westbank und im Gazastreifen. Ihr gesamtes Vermögen - Wohnungen, Geschäfte, Bankkonten und Ländereien - gingen in den Besitz des neu gegründeten israelischen Staates über. Im Jahr 1994 wurde von Atif Kirbusi der Verlust auf 253 Mio US-Dollar geschätzt.


Rückkehr und Entschädigung

Im Dezember 1948 forderte die UN-Vollversammlung mit der Resolution 194 ein sofortiges Rückkehrrecht für die palästinensischen Flüchtlinge, "so sie es wünschen oder Entschädigung, so sie sich entscheiden". Doch Israel ignorierte diese wie so viele nachfolgende Resolutionen und lehnte jede von den USA und den arabischen Staaten auf der Konferenz von Lausanne (Juli 1949) vorgelegten Kompromißformeln zur Rückkehr eines Teils der Flüchtlinge ab. Statt dessen verabschiedet die Regierung unter Ben Gurion 1950 ein Gesetz, daß jedem Juden die Einwanderung nach Israel und den sofortigen Erhalt der israelischen Staatsbürgerschaft zusicherte.
 

UNRWA

Während Juden aus aller Welt in den kommenden Jahrzehnten in Israel eine neue Heimat fanden, vergaß die internationale Gemeinschaft das Schicksal der palästinensischen Flüchtlinge. Ihre rechtliche Stellung in der westlichen wie in der arabischen Welt ist bis heute, von wenigen Ausnahmen abgesehen, unsicher und von der politischen Lage abhängig. Lediglich das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge (UNRWA), im Dezember 1949 auf Basis einer UN-Resolution gegründet, konnte am 1. Mai 1950 erste Hilfsprogramme für die palästinensischen Flüchtlinge durchführen. Im Vordergrund standen dabei die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln und medizinische Hilfe. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die UNRWA zu einem der größten Hilfswerke der UN (Etat: 255 Mio. $), sie unterhält bis heute zahlreiche Schulen und Kindergärten, Krankenhäuser, führt Ausbildungsprogramme durch und bemüht sich - soweit möglich - um die Integration von Flüchtlingen in die Arbeitsmärkte der arabischen Aufnahmeländer.

Doch die UNRWA konnte Armut und Hoffnungslosigkeit, die das Leben in den Lagern bestimmten, nur zum Teil lindern. Viele Palästinenser verließen in den 50er und 60er Jahren die Flüchtlingslager, um in den boomenden Golfstaaten Arbeit zu finden oder zu studieren. Eine neue intellektuelle Elite formierte sich, die - geprägt durch die Erfahrungen des Lagers - um die Rückkehr in ihre Heimat Palästina kämpfte. Erste revolutionäre Widerstandsorganisationen entstanden sowohl in Kuweit (Fatah) als auch im Libanon (BdAN), in Syrien und Jordanien. Ihre politische Organisation fanden sie in der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), die spätestens nach 1967 breiten Zulauf unter den palästinensischen Flüchtlingen fand. Quelle und mehr

..... 30. Der Krieg, der nach dem Teilungsplan von den Arabern begonnen wurde, war zwangsläufig ein "ethnischer" Krieg, eine Art von Krieg, in dem jede Seite versucht, so viel Land wie möglich zu erobern und die Bevölkerung der Gegenseite zu vertreiben. Eine solche Kampagne (die man heute "ethnische Säuberung" nennt) ist immer mit Vertreibung und Gräueltaten verbunden.

31. Der Krieg von 1948 war eine unmittelbare Fortsetzung des zionistisch-arabischen Konflikts, bei der jede Seite versuchte, ihre Ziele zu erreichen. Die Juden wollten einen homogenen Nationalstaat errichten, der so groß wie möglich sein sollte. Die Araber wollten die zionistisch-jüdische Gemeinschaft vernichten, die sich in Palästina festgesetzt hatte.

32. Beide Seiten praktizierten ethnische Säuberung als integralen Bestandteil ihres Kampfes. Da blieben nicht viele Araber in den von Juden eroberten Gebieten, und kein Jude blieb in den von Arabern eroberten Gebieten. Da jedoch die von Juden eroberten Gebiete bei weitem größer waren als die von Arabern eroberten, war das Ergebnis keineswegs ausgeglichen. (Die Idee eines Bevölkerungsaustausches und "Transfers" war in den zionistischen Organisationen schon in den 30er Jahren aufgekommen. Tatsächlich bedeutete sie die Vertreibung der arabischen Bevölkerung aus dem Land. Auf der andern Seite waren viele Araber der Meinung, dass die Zionisten dorthin zurückgehen sollten, wo sie hergekommen waren.)  .....

36. Nicht weniger bedeutsam als die Vertreibung ist die Tatsache, dass es den Flüchtlingen nicht erlaubt war, nach den Kämpfen in ihre Häuser zurückzukehren, anders als es nach einem konventionellen Krieg üblich ist. Im Gegenteil, das neue Israel sah im Verschwinden der Araber einen großen Segen und beeilte sich, 450 arabische Dörfer völlig zu zerstören. Auf den Ruinen wurden neue jüdische Ortschaften gebaut, denen neue hebräische Namen gegeben wurden. Die verlassenen Häuser in den Städten wurden neuen Immigranten überlassen.  Quelle

Strafandrohungen gegen Gymnasiasten Israelische Schüler wollen Militärdienst in besetzten Gebieten verweigern.
Mythos Nahost Plan Dalet und das Massaker in Deir Jassin
Über die Entstehungszeit Israels ranken sich viele Mythen. Der Judenstaat kultiviert weiter sein Image als Opfer
Landkarten
Welche Art Staat hat es verdient zu existieren-

Wussten Sie schon, dass...

  • es 5 Millionen palästinensische Flüchtlinge weltweit gibt?

  • die palästinensischen Flüchtlinge 18% aller Flüchtlinge auf dieser Erde ausmachen?

  • diese Menschen zum Teil seit mehr als 50 Jahren, seit der Staatsgründung Israels also, ein Flüchtlingsdasein führen?

  • ein Drittel dieser Flüchtlinge nach wie vor in Lagern lebt? mehr...

  • Was geht hinter dem Rauchvorhang des Gaza-Rückzugs vor sich?
    Tanya Reinhart

    Rafah Mai 2004 "Operation Regenbogen"

    Israel beschlagnahmt Land in Ost-Jerusalem im großen Stil

    Irrige Annahmen: Es gab nie so etwas wie "Palästinenser"

    Die ehemalige israelische Premier Ministerin Golda Meir sagte:" Es gibt nicht so etwas wie "Palästinenser", der ehemalige Premier Minister Begin sagte, daß die Palästinenser "zweibeiniges Ungeziefer" seien; Rafael Eitan sagte, daß sie "betäubte Kakerlaken in einer Flasche" seien; der ehemalige israelische Premier Minister Shamir sagte, sie seien "Heuschrecken". mehr >>>

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