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Israelischer
Chemiekrieg gegen palästinensische Fischer
9.11 2008 - Von
einem kleinen palästinensischen Fischerboot beobachtete David
Schermerhorn, wie israelische Seeleute an Bord eines großen
Militärbootes Hazmat-Schutz-Anzüge anziehen und Masken aufsetzen.
Fünf Minuten später werden die Fischer und die internationalen
Begleiter von einer Kanone, die oben auf dem Schiff angebracht
ist, mit Wasser übergossen. Das Wasser war schmutzig und hatte
einen chemischen Geruch.
Wir lauschten Davids
Satellitentelefon und konnten hören, wie das Wasser an die
Kabinenwände schlug, ein harter Schlag. Es ergoss sich in die Kabine
des Bootes, als sich dieses mit Wasser füllte. Das scharfe Staccato
der Maschinengewehre im Hintergrund klang sehr nah am Boot.
Jeder im Boot war
völlig durchnässt.
Nikolas Bolos, ein
Chemiker aus Griechenland und einer aus der Bootsmannschaft der
DIGNITY, sammelte Wasserproben ein für eine spätere Analyse. Die
drei Internationalen an Bord berichteten, dass sie von dem
Augenblick an, wo das Boot sich der von Israel gesetzten 6
Meilengrenze nähert, unter Gewehrfeuer kam und das Wasser aus den
Kanonenrohren schoss.
11:30 David sagte:
sie haben seit 2 Stunden mit den Wasserkanonen auf uns geschossen.
Sie trafen das Boot von nur 50 Meter Entfernung. Vik der
italienische Internationale, schrie zum israelischen Boot hinüber,
dass hier auch drei Internationale an Bord seien und dass die
Fischer nur fischen würden. Wir eilten in die Kabine, um von den
schweren Wasserstößen weg zu kommen, die versuchten die Fenster zu
zerbrechen. Ich entfernte mich von ihnen, falls sie zersplittern
würden.
Am frühen
Nachmittag: Das Kanonenboot fährt an die Vorderseite des Bootes und
beginnt wieder mit dem Wasserstrahl zu schießen. Es besteht die
Möglichkeit, dass das Boot aus einander bricht,“ Flüstert David vom
Inneren des Ruderhauses.
5 Uhr: Die Boote
kehren zurück in den Hafen. Das Boot, auf dem David war, bringt etwa
100kg Fisch mit - anstelle von 1500 kg, die sie die Woche vorher
gefangen hatten. Während des Tages ließen sie die Fische immer
wieder mit den Netzen in das Wasser, um sie vor Kontamination der
chemisch verunreinigten Wassergüsse zu schützen. So war natürlich
viel vom Fang verloren gegangen.
Die Sonne geht unter
und auf einmal, als wir über der 6 Meilen-Linie waren, war alles
ruhig.
Aber wir waren alle
durchnässt von dem seltsam stinkenden Wasser. Und wir können nur
hoffen, dass keiner von uns krank wird. Morgen werden wir sicher
mehr wissen.
(dt. Ellen Rohlfs)
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Die Ärzte für Menschenrechte, Israel, (
PHR-Israel) und die Palästinensische Medical Relief Society (PMRS):
Neue Restriktionen der Bewegungsfreiheit für medizinisches Personal
auf der Westbank
Seit Sonntag, den 2.11. 08 sind neue israelische Armee-Richtlinien
in Kraft : sie fordern, dass palästinensisches medizinisches
Personal aus der Westbank, das in Jerusalemer Krankenhäusern
arbeitet, nur durch den Qalandia-Kontrollpunkt bei Ramallah
durchgelassen werden. Medizinischen Personal aus der Westbank ist es
verboten, andere Kontrollpunkte zu passieren, auch wenn sie ihrem
Wohnort näher liegen.
Seit dem 2.11.08 haben sich viele des medizinischen Personals, die
von den Militärbehörden gehindert wurden, ihren Arbeitsplatz zu
erreichen, Kontakt mir den PHR –Israel und der Palestinian Medical
Relief (PMRS) aufgenommen. Heute am 4. 11. 08 hielten etwa 100
palästinensische medizinische Mitarbeiter am Qalandia-Terminal eine
Demonstration, um gegen diese neuen Restriktionen zu protestieren.
Indem vom ganzen palästinensischen medizinischen Personal verlangt
wird – es sind geschätzt Hunderte von Personen – über den
Qalandia-Terminal zu ihrer Arbeitsstelle zu gelangen, müssen sie
durch viele andere Kontrollpunkte innerhalb der Westbank und
brauchen Stunden auf den Straßen und in der Warteschlange am
Qalandia-Terminal, an dem schon sehr viel mehr Leute stehen als an
jedem anderen Kontrollpunkt. Und dies, obwohl sie Dokumente bei sich
haben, die sie ermächtigen zu ihrem Arbeitsplatz in Israel zu
reisen.
Diese neue Regelung unterbricht nicht nur den Arbeitsplan dieses
medizinischen Personals, lässt es verspätet zur Arbeit kommen,
sondern verhindert auch den normalen Arbeitstag i n den
Krankenhäusern, in denen es angestellt ist - gerade dieser Gruppe
von Arbeitskräften sollte es eher leichter gemacht werden, um
schnell und ohne Beschränkungen die Kontrollpunkte zu passieren.
Diese Einschränkung ist ein weiteres Beispiel dafür, wie die
israelische Politik beabsichtigt, die Verbindung zwischen den
palästinensischen Krankenhäusern in Ost-Jerusalem und der
Bevölkerung der Westbank zu schwächen. Es ist ein Versuch, ihren
Sonderstatus als palästinensische Institution, die in Jerusalem
wirkt, zu verletzten. Indem „bürokratische“ Methoden und/ oder „Sicherheits“-Argumente
für politische Zwecke angewendet werden, versucht man jeden und auch
die internationale Gemeinschaft zu täuschen . Und tatsächlich stellt
man einen Wechsel im Status quo von Jerusalem dar, den Israel
selbst bewahren will.
Die PHR und die PMRS fordern, dass diese Restriktionen sofort
zurückgenommen werden und ruft die israelische und internationale
medizinische Gemeinschaft auf, jetzt zu intervenieren, um die Rechte
des palästinensischen medizinischen Personals, frei zu ihrem
Arbeitsplatz zu gelangen, zu schützen.
Für zusätzliche Information: M. Ran Yaron, Direktor der Abteilung
für die besetzten Gebiete; PHR-Israel tel 00972- 54 757 7696
e-mail
ranyaron@phr.org.il
Oder Ms.Bahia Amra, Abteilung für Außenbeziehungen, PMRS- Ramallah,
tel. 00972 – 59 994 0073 e-mail:
bahiaamra@hotmail.com
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Pressemitteilung:
Antisemitismus-Antrag ist schlechter Kompromiss
Di., 04.11.2008:
Mehrere Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE sind der Abstimmung über
den Antisemitismus-Antrag im Bundestag ferngeblieben. Wir begründen
dies damit, dass der Antrag dem wichtigen Anliegen, den
Antisemitismus zu bekämpfen, nicht gerecht wird. Namentlich die
Unionsfraktion versucht, unter dem Deckmantel der
Antisemitismus-Bekämpfung die Regierungspolitik zu legitimieren.
Schriftliche Erklärung zur Abstimmung nach § 31 Absatz 2 der
Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages
Wir haben uns an der Abstimmung über den Antrag „Den Kampf gegen
Antisemitismus verstärken, jüdisches Leben in Deutschland weiter
fördern“, nicht beteiligt, obwohl der Antrag ein richtiges und
notwendiges Anliegen formuliert. DIE LINKE und wir persönlich haben
uns stets in Wort und Tat gegen Antisemitismus, gleichgültig in
welcher Spielart er vorgetragen wird, entschieden engagiert. Jedoch
ist der Antrag ein überaus schlechter Kompromiss, der diesem
wichtigen Anliegen bei weitem nicht gerecht wird, und die Umstände
seines Zustandekommens sind skandalös.
Wir stellen mit Bedauern fest, dass die Unionsfraktion versucht, das
Gedenken an die Reichspogromnacht und an die faschistischen
Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung Europas für eigene,
parteitaktische Zwecke zu instrumentalisieren. Das degradiert diesen
Antrag zur Wahlkampfveranstaltung.
Der Antrag versucht, diejenigen als antisemitisch und
antiamerikanisch zu diskreditieren, die Kritik an der Kriegspolitik
von Nato, USA und Israel äußern. Unter dem Deckmantel der
Antisemitismus-Bekämpfung will er damit wesentliche außen- und
innenpolitische Ziele der Bundesregierung legitimieren.
Die deklaratorische Feststellung, die Solidarität mit Israel
entspreche der deutschen Staatsräson, soll nicht nur das
Existenzrecht Israels bestätigen, sondern sie dient vielmehr dazu,
jegliche Kritik an der israelischen Politik für illegitim zu
erklären. Der Antrag suggeriert: Wer für sich das Recht in Anspruch
nimmt, den sogenannten Krieg gegen Terror abzulehnen oder die
israelische Politik gegenüber der palästinensischen Bevölkerung zu
kritisieren, stelle sich außerhalb der demokratischen Gemeinschaft.
Diese undemokratische, anmaßende Tendenz macht den Antrag für uns
untragbar.
Darüber hinaus drückt der Antrag zu viel Selbstzufriedenheit mit den
tatsächlichen Zuständen in Deutschland und dem Eintreten der
Bundesregierung gegen Antisemitismus aus und bleibt uns zu
unkonkret, wenn es um die praktischen Schritte geht, die zur
Bekämpfung von Antisemitismus gegangen werden müssen.
Ulla Jelpke
Nele Hirsch
Inge Höger
Heike Hänsel
Wolfgang Gehrcke
Sevim Dagdelen
Karin Binder
Dorothee Menzner
Diether Dehm
Eva Bulling-Schröter
Norman Paech
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Abgeortnetenwatch - Frage von Günter
Schenk
Sehr geehrter Herr Dr. Schäuble,
ich wende ich mich an Sie in einer Angelegenheit, die mir einige
Bauchschmerzen bereitet. Aus der nationalen Tagespresse (DIE WELT)
entnehme ich, dass der verdienstvolle Politologe Dr. Ludwig Watzal
(BpB) aus der Redaktion der APuZ entfernt wurde. Wie ist es möglich,
dass Sie der Lobby des ZdJiD in Person des Herrn Kramer mehr Gewicht
einräumen, als sachlicher Beurteilung der Arbeit? Oder ist Ihren
Beamten entgangen, dass Stefan Kramer einen Text von Dr. Watzal in
unzulässiger Weise per Collage manipuliert hat? Siehe den Link zur
persönlichen homepage von Dr. Ludwig Watzal : www.watzal.com
Wenn diese Manipulation selbst verwerflich ist, um wie viel
verwerflicher ist es, wenn missbräuchliche Macht des Vertreters
einer vom Bund geförderten Körperschaft des öffentlichen Rechtes,
wie des ZdJD, soweit geht, verdienstvolle Menschen an der
Fortführung ihrer wissenschaftlich-publizistischen Tätigkeit zu
hindern! Es darf nicht dazu kommen, dass Verschwörungstheorien, im
BMI oder bei der BpB habe eine Lobby (welche auch immer) das Sagen,
nicht aber der verantwortliche Minister, an Glaubwürdigkeit
gewinnen. Einer derartigen verhängnisvollen Entwicklung vorzubeugen,
darum bitte ich Sie dringend. Bitte korrigieren Sie auf die Ihnen
mögliche Weise eine Entscheidung, die dem genannten Verdacht jeden
Boden entzieht. Wenn schon Thomas Krüger von der BpB das Gewicht
oder die Charakterstärke fehlt, der pro-Israel-Lobby standzuhalten,
bei Ihnen kann ich keinen Grund sehen, daran zu zweifeln.
Ist damit zu rechnen, dass eine vielleicht auf Grund mangelhafter
Beratung verursachte Fehlentscheidung in Bezug auf Herrn Dr. Watzals
wissenschaftl.-publizist. Tätigkeit in der Redaktion der Beilage von
"DAS PARLAMENT" APuZ von Ihnen korrigiert wird ?
Mit besten Grüßen

http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_wolfgang_schaeuble-650-5664.html
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Sagt nicht, ihr hättet nichts gewusst:
Siedler und Soldaten
greifen weiter die Oliven erntenden Palästinenser an
Amos Gvirtz,
20.Okt.2008
Siedler und Soldaten
greifen auch weiterhin Palästinenser und ihre Begleiter an, die auf
ihrem eigenen Land die Oliven ernten wollen.
Am 11. Oktober 2008
fanden drei solcher Angriffe statt. Yitzhar-Siedler warfen Steine
auf Bauern von Hawara, die ihre eigenen Oliven ernten wollten; zwei
der Bauern wurden verletzt. Soldaten, die zu der Stelle kamen,
befahlen den Bauern, ihr Land zu verlassen und erlaubten ihnen, erst
nach einer Stunde wieder zurückzukommen.
Siedler aus Kedumim
griffen Palästinenser an, die auch auf ihrem Land bei der
Olivenernste waren. Und schließlich verhinderten Soldaten
Palästinenser aus Kufr Qaddum an der Olivenernte – unter dem
Vorwand, dass sie dies mit der Armee koordinieren müssten, obwohl
sie von der Siedlung Kedumin weit entfernt gewesen wären.
(Das Ernten in der
Nähe von Siedlungen muss mit der Armee koordiniert werden).
Am 14. Oktober 2008
schikanierten Siedler aus Kedumim palästinensische Bauern von Kufr
Qaddum während ihrer Ernte. Die Soldaten, die zu der Stelle kamen,
versuchten, die Palästinenser und ihre Begleiter zu vertreiben.
Am 16. Oktober
griffen Siedler von Elon Moreh Oliven erntende Palästinenser von
Azmut an. Die Siedler beschädigten eines der palästinensischen
Fahrzeuge. Als sich ein Palästinenser dem Militär näherte, um von
diesem Schutz zu erhalten, wurde er vertrieben.
Es ist unnötig zu
sagen, dass kein einziger der isr.Angreifer verhaftet wurde.
Fragen können an
Amos@shefayim.org.il gestellt werden. |
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Immer wieder greifen Siedler
Die palästinensischen Olivenpflücker an.
Die Armee und die Polizei schauen zu
Oder erklären den Olivenhain
zu einem geschlossenen militärischen Gebiet
Und vertreiben die Palästinenser.
Soldaten und Polizisten, die es wagen
Sich den Siedlern entgegen zu stellen,
Werden selbst angegriffen
Ohne dass sie von ihren Offizieren
Unterstützt werden.
Wenn wir die Besatzung nicht beenden
Werden die Siedler auch uns besetzen.
Gush Shalom - Inserat am 24.Oktober 2008 in Haaretz
Kolonialer Zionismus
- Zeev Sternhell -
Seit 30 Jahren sind die Siedlungen für mich ein destruktives
Phänomen, das hinter Israels Zukunft ein großes Fragezeichen setzt.
Tatsächlich ist das Siedlungsunterfangen ein ideologisches,
politisches und soziales Phänomen, dem es gelungen ist, ein
Zwittergebilde zu schaffen: den kolonialen Zionismus. Es gab schon
mehrere Variationen von Zionismus: den allgemeinen, den
revisionistischen, den sozialistischen – mit oder ohne
Anführungsstriche . Nun haben wir auch den kolonialen Zionismus, der
sich auf ethnische und religiöse Ungleichheit gründet, ein
Zionismus, der sich selbst als exklusiver Abgesandter der jüdischen
Geschichte sieht. Das göttliche Versprechen |
Einer Delegation
israelischer Ärzte wurde der Zutritt zum
Gazastreifen verweigert
Fadi Eyadat, Haaretz Korrespondent,
8.10.08
Eine Spezialeinheit israelischer Ärzte wurde am Mittwoch daran
gehindert, den Gazastreifen zu betreten, obwohl sie vor wenigen
Tagen vom israelischen Militär die Genehmigung dazu erhalten
hatte.
Die Mitglieder der Organisation „Ärzte für Menschenrechte“ (PHR)
sollten bei einem dreitägigen Aufenthalt medizinische Hilfe
anbieten, die sonst so im belagerten Gazastreifen nicht zu erhalten
ist.
„Wir waren für 400 palästinensische Patienten, die behandelt werden
sollten, die einzige Hoffnung. Einige fasteten schon seit gestern,
weil sie heute operiert werden sollten,“ sagte Dr. Abed Abaria, als
er vom Erez-Grenzkontrollpunkt wieder auf dem Weg nach Hause war.
„Die Armee sagte uns, dass man uns aus Sicherheitsgründen den
Zutritt verweigere“, sagte er.
Mit den Ärzten sollten Medikamente im Wert von $50 000.- nach drüben
gebracht werden. Auch das wurde nicht erlaubt.
Der IDF-Sprecher sagte, man wolle der Sache nachgehen.
Die sechste und größte Delegation der Ärzte für Menschenrechte, die
den Gazastreifen seit der Blockade letztes Jahr betreten wollte,
bestand aus neun israelischen Ärzten, einschließlich Orthopäden,
einem Chirurgen, einem Onkologen, einem Psychiater und einem
Sozialarbeiter.
Alle neun sind israelische Araber, nachdem jüdische Ärzte sofort
zurückgewiesen worden waren – „aus Sicherheitsgründen“.
„Seitdem die Blockade errichtet worden war, war die internationale
medizinische Hilfe sehr eingeschränkt worden,“ fuhr Abaria fort. Den
lokalen Ärzten wird es nicht erlaubt, den Gazastreifen für
Konferenzen und weitere Fortbildung zu verlassen. Einige Patienten
hatten auf die Operation seit mehr als sechs Monaten gewartet.
Der Verantwortliche dieser Ärztegruppe für die „Abteilung besetzte
Gebiete“, Ron Yaron, sagte, dass das Team vorhatte, Patienten zu
behandeln, denen eine Behandlung in Israel vom Shin Bet
–Sicherheitsdienst verweigert worden war.
(dt. Ellen Rohlfs)
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Fritz
Edlinger fordert neue europäische Initiativen
im Libanon und Syrien
Die Aufnahme diplomatischer
Beziehungen zwischen Libanon und Syrien stelle einen wichtigen
Schritt zur Normalisierung des Verhältnisses zwischen den beiden
Nachbarstaaten aber auch einen essentiellen Beitrag zu Frieden und
Stabilität in der gesamten Region dar, erklärte der Generalsekretär
der „Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen“ (GÖAB)
Fritz Edlinger vor Funktionären seiner Vereinigung am Donnerstag
Abend in Wien. Dieser diplomatische Schritt schaffe auch eine gute
Basis, die nach wie vor existierenden internen und regionalen
Probleme der beiden arabischen Staaten einer schrittweisen Lösung
zuzuführen.
Im Libanon gehe es vor allem um
eine verstärkte und beschleunigte Fortsetzung des Prozesses der
politischen Konsolidierung, wozu Maßnahmen wie ein neues Wahlgesetz,
eine Reform der verschiedenen politischen Institutionen, die
Ausarbeitung einer tragfähigen Basis der wesentlichen politischen
Kräfte des Landes gehören, aber auch um eine umfassende Reform des
Wirtschafts- und Sozialwesens sowie um die verstärkte Fortsetzung
des Kampfes gegen Terror und Kriminalität. In diesem Zusammenhang
solle auch in Erinnerung gerufen werden, dass die rechtliche,
politische, wirtschaftliche und soziale Position der mehr als
400.000 im Libanon lebenden palästinensischen Flüchtlinge dringend
verbessert werden müsse.
Syrien wiederum habe erneut
bewiesen, dass es – trotz mancher im Westen vorhandener Vorurteile –
sehr wohl in der Lage und bereit ist, eine konstruktive und
ausgleichende Rolle zu spielen. Präsident Bashar el Assad habe dies
im Laufe der letzten Monate mehrfach betont und durch konkrete
Maßnahmen bewiesen. Leider gibt es vor allem in den USA noch immer
starke Kräfte, welche an der antisyrischen Politik der letzten neun
Jahre festhalten wollen. In diesem Zusammenhang sei auch in
Erinnerung gerufen, dass die USA nach wie vor einen Boykott gegen
Syrien aufrecht halten.
Gerade angesichts der
destruktiven und konzeptlosen Nahost-Politik der USA erwarte er sich
von Europa eine Politik, welche den sich aus der
libanesisch-syrischen Annäherung ergebenden Chancen für mehr
Sicherheit und Stabilität im Nahen Osten Rechnung trägt, führte
Fritz Edlinger weiter aus. Es gäbe sowohl auf der bilateralen als
auch auf der regionalen Ebene genügend Möglichkeiten, diesen Prozess
zu unterstützen und weiter zu fördern. Ganz konkret forderte der
GÖAB-Generalsekretär die EU-Kommission auf, den seit vielen Jahren
verzögerten Verhandlungsprozess über ein Assoziierungsabkommen
zwischen der EU und Syrien wesentlich zu beschleunigen und innerhalb
kürzester Zeit endlich zu einem Abschluss zu bringen. Es sei höchst
an der Zeit, dass Europa sich verstärkt seiner eigenen politischen,
wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen bewusst wird,
und eine eigenständige Nahostpolitik definiere und auch realisiere.
Wien, 17.10.2008
Weitere Informationen:
Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen
A-1150 Wien, Stutterheimstraße 16-18/2/5
Webseite:
www.saar.at |
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J`accuse - Karlo Strenger - In
der Nacht zwischen dem 24. und dem 25. September ist es wieder
passiert. Prof. Zeév Sternhell, ein international bekannter
Wissenschaftler und Inhaber des „Israelischen Staatspreis“, wurde
verwundet durch eine Bombe, die am Eingang zu seiner Wohnung gelegt
wurde. Es ist noch nicht klar ersichtlich wer dafür verantwortlich
ist. Sei es aber wer es auch immer sei – es gibt Gruppen, die der
Polizei bekannt sind und man muss ihre Verantwortung für diese
verbrecherische Tat überprüfen.
Ich beschuldige und klage diejenigen Juden, in Israel und außerhalb
Israels, die Internet Blogs betreiben und anderswie hinter
„gefährlichen linken Intellektuellen“ her sind und Menschen wie
Sternhell „Antisemiten“, „Jüdische Selbsthasser“ und „Feinde
Israels“ bezeichnen.
Ich beschuldige diese Menschen, ob sie links stehen oder rechts, die
ihre Blicke abwenden und ihre Ohren verstopfen und denken, dass die
Gesetze sie nicht betreffen; die die Siedler nicht sehen, die
täglich die Gesetze verletzen, die israelischen und die
internationalen Gesetze und ebenso die Werte der Ethik und Moral,
die die Palästinenser bedrängen, sie schlagen und zuweilen auch
ermorden. Es gibt Menschen in unserer Gesellschaft, die darüber
hinwegsehen.
Ich beschuldige nicht nur diejenigen, die für den Tod von Itzchak
Rabin gebetet haben; nicht nur diejenigen, die seine Karikaturen in
SS-Uniform in der Öffentlichkeit gezeigt haben. Ich beschuldige auch
diejenigen, die es erlaubt haben und dazu geschwiegen haben. Nach
der Ermordung von Rabin sagten sie, dass sie die Bilder nicht
gesehen haben.
Ich beschuldige all jene, die behaupten, dass sie – nur sie – Israel
repräsentieren und das jeder, dessen Interessen und Verhältnis zum
Staat anders als ihrer ist, ein gefährlicher Feind Israels sei, der
die Existenz Israels gefährdet.
Ich beschuldige all jene, die den Fanatikern indirekt verzeihen,
indem sie nicht sagen, dass man sich mit diesen Menschen niemals
einigen darf.
Wer ist Prof. Zeév Sternhell? Er ist ein Überlebender der Shoa, der
sich selber einen „Zionistischen Wissenschaftler“ nennt; ein
Offizier der israelischen Armee, der an drei Kriegen teil genommen
hat. Er denkt, dass die Besatzung ein Krebsgeschwür ist, der die
israelische Seele zerfrisst. Deshalb denkt er, dass Israel so nicht
überleben kann und er befürchtet, dass seine Kinder und Enkel in
Israel nicht werden leben können. Und es stimmt, er sagte, dass die
Palästinenser die Israelis außerhalb der Grünen Grenze bekämpfen
müssen und er zeigte Empathie mit dem Kampf des Palästinensischen
Volkes für seine Freiheit und Unabhängigkeit. Aus diesem Grunde
wurde er angegriffen. in HaAretz vom 28.09.2008
Der Autor ist Prof.
für Psychologie an der Universität Tel Aviv ( vom Übersetzer leicht
gekürzt)
Übersetzer Abraham Melzer |
Arabische Aktivisten klagen Israel
des Genozids im Gazastreifen an
Eine Gruppe arabisch internationaler Anwälte
und Menschenrechtsaktivisten klagten Israel am Sonntag an, einen
Genozid zu begehen, indem es den Gazastreifen durch die Blockade
lahm legt.
„Die katastrophale Situation, in der sich die
Bewohner des Gazastreifens befinden, führte zu einer
Verschlechterung der medizinischen, wirtschaftlichen, ökologischen
und humanitären Lage , außerdem zum Tod von unschuldigen Leuten, was
auf einen Genozid hinausläuft,“ sagten die 11 Aktivisten in einem
Statement, das Agence France Press erhalten hat.
Indem verhindert wird, dass Lebensmittel und
Medikamente die Zivilbevölkerung erreichen, unter dem Vorwand, eine
terroristische Regierung zu belagern, begeht Israel einen
Völkermord, so wie er 1998 in den Rom Statuten des Internationalen
Gerichtshofes definiert wurde, schreiben sie.
Israel hat das verarmte palästinensische Gebiet
, seitdem die Hamasregierung 2007 die Macht dort übernommen hat, (
fast völlig) abgesperrt.
Die Aktivisten sagten, die Blockade steht nicht
in Übereinstimmung mit irgend einem internationalen Vertrag,“
einschließlich derjenigen, die von arabischen Ländern mit Israel
abgeschlossen wurden.
Deshalb verletzt das Brechen der Blockade (z.B.durch
die FreeGaza-Bewegung) keinen internationalen Vertrag, der von
arabischen Ländern mit Israel unterzeichnet wurde.
„Die internationale rechtliche Verantwortung
für dieses Verbrechen wird von jedem getragen, der dieses begünstigt
oder daran beteiligt ist,“ fügten sie hinzu.
Mehr als 40 westliche und andere Aktivisten
reisten im August 2008 mit zwei Booten von Zypern zum Küstenstreifen
– unter Missachtung der Blockade.
Die arabischen Aktivisten erinnerten daran,
dass die Blockade von so prominenten Persönlichkeiten wie dem
südafrikanischen Nobelpreisträger Desmond Tutu angeprangert wurde,
der während eines Besuches im Gazastreifen im letzten Mai sagte,
dass das Schweigen der internationalen Gemeinschaft und die
Mittäterschaft für diese Situation dort „eine Schande für uns alle
ist“.
Unterzeichner aus den Golfstaaten schlossen
Mahmoud al-Mubarak von Saud Arabien ein und Mohamed al-Roken,
Mohammed Saqr al-Zaabi und Mohammed al-Qassem aus den Vereinigten
Emiraten und die Bahrainis Nabil Rajab und Abdelnabi al Ikri.
Außerdem der in der Schweiz lebende tunesische
Menschenrechtsaktivist Rashid Musalli, der algerische
Rechtsprofessor Ahmad Si Ali, der Syrier Ahmed Haj Suleiman, der
Ägypter Abdullah al-Ashaal und Waddah bin Edris von dem in Kairo
stationierten Arabischen Programm für Menschenrechtsaktivisten.
(dt. Ellen
Rohlfs)
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Medienmitteilung
Am 27.8.2008,
um 10:00 Uhr wird im Bezirksgericht Zürich an der Wengistr. 28,
Gerichtssaal 3 die Hauptverhandlung i.S. Shraga Elam gegen Roman
Rosenstein, den ehemaligen Präsidenten
der Anti Defamation-Kommission des B'nai B'rith
Zürich stattfinden.
Rosenstein, der
immer wieder Druck auf verschiedene Schweizer Medien auszuüben
weiss, um angeblich eine sachliche Berichterstattung über den
Nahost-Konflikt zu erzielen, nimmt es selber nicht so genau mit
der Wahrheit.
Im Rahmen einer Veranstaltung am 29.10.2006
ergriff Rosenstein das Wort aus dem Publikum und lancierte eine
Hasstirade gegen mich, weil ich es wagte, eine legitime und
notwendige Protestaktion gegen die Beteiligung des Islamophoben
und Friedensgegners, des deutschen Publizisten Henryk Broder, an
der Podiumsdiskussion zu Ehren der Poetin und
Friedensbefürworterin Else Lasker Schüler mit zu lancieren.
Mit der klaren Absicht, mich zu diffamieren,
erfand Rosenstein u.a, dass ich aus der israelischen Armee
desertiert sei, um mich als unglaubwürdigen Feigling
darzustellen (Als Frontsoldat nahm ich an drei Kriegen in Israel
teil).
Bei den Vorverhandlungen zum kommenden Prozess
wurde es noch bunter. So behauptete Rosenstein, mit dem ich seit
mehr als zwanzig Jahren per Du bin, er habe u.a. gedacht, weil
ich angeblich nicht nach Israel dürfe, müsse dies wegen meiner
vermeintlichen Desertation sein. Dürfte ich tatsächlich nicht in
mein Heimatland reisen, so könnte es auch andere Gründe dafür
geben. Seine Behauptung über das Einreiseverbot ist aber völlig
falsch und frei erfunden, denn ich fahre problemlos regelmässig
nach Israel.
Voller Stolz erzählte mir Rosenstein in
Anwesenheit meines Anwalts, Bernard Rambert, wie er bei TeleZüri
in der Absicht interveniert habe, dass diese TV-Station mich
nicht mehr als Interviewpartner einladen. Es ist
entsprechend anzunehmen, dass Rosenstein
in seiner Position als Präsident
der Anti Defamation-Kommission des B'nai
B'rith Zürich in den Jahren 1998 bis 2005 auch bei
anderen Redaktionen Druck ausübte, dass Texte von mir nicht
veröffentlicht werden.
Wenn man über
antidemokratische Machenschaften einer pro-Israel-Lobby spricht,
so kommt oft prompt der Vorwurf, dies sei eine antijüdische
Behauptung. Rosensteins Aktivität gegen mich kann, ohne wenn und
aber, als Beweis für solche Machenschaften gelten. Mit
erfundenen Fakten, nicht zwingenden Vermutungen usw. wird
fröhlich diffamiert, um eine unliebsame Kritik zu unterdrücken.
Shraga Elam
Israelischer
Journalist, Buchautor und Träger des australischen Golden
Walkley Award for Excellent Journalism 2004
Shraga Elam
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We WILL arrive in Gaza.
- Free Gaza - 19.8.2008
Two years ago, about a dozen human rights activists devised a plan
to sail a boat to Gaza in order to break the siege. We rejected a
plan to rent a boat as impractical because a similar venture in 1988
failed when the Israelis disabled the boat before it sailed and the
three organizers were killed. Thus no boat owner would willingly
risk his craft. We ultimately decided to purchase two small boats
that could carry 44 passengers,crew and media.
Each of us contributed what we could, and we also received
thousands of dollars from individual supporters, most of whom used
the Paypal link on our website. We also held fund-raising events,
received a few thousand dollars from small grants, and several "angels"
helped us along the way. Each passenger has paid his/her own way to
get here, and many have raised additional money through their groups,
worked extra jobs, and asked family and friends to donate. The
passengers also paid an additional 600 Euros each for lodging in
Cyprus and to cover the cost of supplies and food on land and sea.
Through these efforts we have raised $300,000, which we thought
covered our costs.(Some of the photos of the boats are on the IMAGE
GALLERY page on our website. More will come.)
But the eroding dollar/Euro exchange rate seriously drained our
funds. All of our planning did not anticipate this contingency.
We are now in Cyprus awaiting our boats' arrival from Crete. When
they come in, we will fuel up (with very high-cost diesel) and stock
necessary food and supplies. We hope to cast off for Gaza this
weekend. We are told that hundreds of thousands of Gazans will
greet us on arrival.
Many people thought we'd never come this far. But here we are and we
firmly intend to set sail regardless of some recent staggering debts.
Frankly, we have spent much more than we raised; here are just a few
of our recent expenses:
•Two Sailor 250 FleetBroadband systems to allow us to stay in
electronic contact and to send streaming video in real time, $16,000
each, or $32,000;
•Repairs required to make the boats seaworthy, $25,000-$30,000;
•Electronics, wiring, connections, satellite uplinks, SPOT Trackers
to make the system work, $5000-$8000. (Most of the labor on the
electronics and boats has been donated by the Greek crew and
technicians.)
•Forty-four life jackets and two hand-held GPS units, $8000;
•Paint & banners for the boats, and balloons & toys for Gaza
children, $2000
•Diesel fuel for both boats, both ways, $15,000 to $25,000.
Except for part of the diesel fuel, we have already paid these costs
by running our personal credit cards to the limit, borrowing money,
and asking some of the Greek crew to help. Frankly, we're tapped
out.
We need your help so that we sail on the Mediterranean Sea but not
on a sea of debt.
Please . . . donate through the Paypal account on our website (www.freegaza.org),
send a tax-deductible check to the US address on the website, and/or
send a check to the address in the UAE. Every donation, large or
small, will help keep us afloat.
And, finally, thanks for your interest, support, and prayers!
The Passengers and Crew on FREE GAZA and LIBERTY
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Vor
Reisen in den Gazastreifen wird dringend gewarnt
(von Edith Lutz)
Vor
Reisen in den Gazastreifen wird dringend gewarnt. Wer trotzdem reist
– so die Reisewarnung des Auswaertigen Amtes – muss mit einer
erheblichen Gefaehrdung durch terroristische Anschlaege und
Entfuehrungen rechnen.
Wir
fuerchten diese terroristischen Anschlaege und Entfuehrungen, wir
fuerchten auch Mordanschlaege und Sabotageakte. Wer sind “wir”?
Wir
sind eine 50-koepfige Gruppe internationaler Friedensaktivisten, die
sich “freegaza” nennt. Wir bereiten uns auf eine Ueberfahrt mit zwei
Segelschiffen von Zypern nach Gaza vor. Wir wollen helfen, den alten
Hafen wieder zu oeffnen, damit 1,5 Millionen eingeschlossene
Menschen wieder besser atmen koennen; wir wollen den durch
israelische Bomben und Geschosse hoergeschaedigten Kindern
Hoergeraete bringen, wir wollen den Menschen der Welt zeigen, so
sieht das “befreite” Gaza aus, aus dem sich die israelische Armee
angeblich zurueckgezogen hat. Gibt es da etwas zu befuerchten?
- Ja, es gibt.
Offensichtlich gibt es Kraefte, denen unsere friedliche, auf
Gewaltlosigkeit bestehende Mission hoechst unangenehm ist und die
sie mit allen Mitteln zu verhindern suchen. Wer steckt hinter dem
Psychoterror, dem wir telefonisch ausgesetzt sind? Wer schickt Boten
mit Drohungen zu unseren Familien? Wer sabotiert die
Satellitenanlage unserer Boote?
Wir treffen die
Vorbereitungen zu unserer Segelreise unter hohen
Sicherheitsvorkehrungen. Unsere Boote sollen nicht das gleiche
Schicksal erleiden, wie es das “Boot der Wiederkehr” erlitt. Mehr
als hundert palaestinensiche Vertriebene und Begleitpersonen wollten
1988 den Versuch unternehmen, von Zypern aus mit einem gecharterten
Boot der US-Marine nach Haifa zu reisen. Der israelische
Geheimdienst vereitelte den Plan durch eine kleine, am Bootsgrund
befestigte Bombe. Sie riss ein Loch in den Boden und das Boot sank.
34 Menschen kamen ums Leben, 170 wurden verletzt.
Wir werden nach Gaza
segeln. “Wir tun das, was unsere Politiker tun sollten”, erklaerte
Jeff Halper auf einer Pressekonferenz in Nikosia. Wir hoffen
zurueckzukehren. Dann uebernehmt bitte den Stab und handelt.
Edith Lutz, Nikosia,
19.8.08
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Army invasion to
the village of Nilin 14.08.2008
pease klick the link to show the videos:
http://de.youtube.com/watch?v=bBoFW0qZFP4
http://de.youtube.com/watch?v=zG7t8NpdU18
http://de.youtube.com/watch?v=QGQE2NlxtGA
Mindestens 15 Menschen, unter ihnen drei Ausländer, wurden
verletzt, als israelische Soldaten am Donnerstag mit massiver
Gewalt gegen palästinensische, israelische und ausländische
Demonstranten im Ort Ni'lin vorgingen. Bereits einen Tag zuvor
drangen Truppen in den Ort ein und beschossen wahllos
palästinensische Wohnhäuser.
Am Abend des 13. Augusts drangen acht
Fahrzeuge der israelischen Armee in den Ort westlich von
Ramallah ein, begannen mit Tränengas in die Wohnungen
schlafender Familien zu schießen und nahmen mindestens eine
Person gefangen.
Gegen Mittag versammelten sich Bewohner des Ortes, um zusammen
mit ausländischen und israelischen Friedensaktivisten gegen den
Bau der völkerrechtswidrigen israelischen Mauer zu protestieren.
Die israelische Armee antworte mit massiver Gewalt, beschoss die
Demonstranten mit Tränengas- und Schallgranaten und setzte
Polizeihunde ein.
Nachdem die Demonstranten zurück ins Dorf
flüchteten, drangen weitere Einheiten der Armee in den Ort ein
und beschossen Bewohner und Demonstranten mit Tränengas und
gummiummantelten Stahlgeschossen. Mindestens 15 Menschen wurden
verwundet. Bei drei der Verwundeten handelt es sich um
Ausländer. Drei Palästinenser und ein Israel wurden gefangen
genommen und beschuldigt Steine geworfen zu haben.
Die Demonstration war Teil des anhaltenden
Kampfes der Ni'liner Bevölkerung gegen den Bau der
völkerrechtswidrigen israelischen Mauer auf ihrem Land. Nach
Beendigung der Bauarbeiten werden die Menschen Ni'lins lediglich
noch Zugang zu 10% ihres Ackerlandes haben. Der Zugang zum Dorf
wird nur noch über einen Tunnel möglich sein. Die 500 Bewohner
werden so nicht nur ihrer Bewegungsfreiheit sondern vor allem
ihrer wirtschaftlichen Existenzgrundlage beraubt. In den
vergangenen Monaten tötete die israelische Armee zwei 10- und
17-jährige Bewohner des Dorfes und verletzte mehrere Hundert.
another informations, pictures and videos about Ni´lin:
http://www.facebook.com/group.php?gid=18853218651
http://de.youtube.com/groups_videos?name=Palestinehome
http://www.palestineremembered.com/GeoPoints/Ni_lin_1458/index.html
http://activestills.org/photos.php?setname=Nilin&PHPSESSID=1bf7babf216c08dbc132536ab33370c1
contact with Ni´lin leaders:
Hindi: 0599 839843
Nassir: 0598 921 790
Salah: 0599 288124.
Munir: 00972545522659
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Israel deportiert
christliche Bürger von Jerusalem
Hunderte von Christen aus Jerusalem
verlieren ihr Aufenthaltsrecht in ihrer Stadt aufgrund von
Verfügungen des israelischen Innenministeriums.
Die Politik, die darauf zielt, die Anzahl von Nicht-Juden
in der Stadt zu reduzieren,
verlangt ihren Zoll bei Familien
und Personen, die Aufenthaltsgenehmigungen in anderen Ländern
haben. Egal, wie lange sie im Ausland reisen, egal, ob sie in
Jerusalem vor oder nach der Besetzung von Ostjerusalem durch
Israel geboren wurden, sie werden als Besucher in ihrer eigenen
Stadt betrachtet.
Palästinensische Christen, die
heute nur mehr 9.000 an Zahl sind, werden 15 % ihrer Menschen
durch diese Politik verlieren. Während Juden aus der ganzen
Welt und sogar Konvertiten zum Judentum unter dem
israelischen „Gesetz der Rückführung“ nach Israel einwandern
dürfen,
werden die eingeborenen Jerusalemiten als „temporäre
Bewohner“ betrachtet.
Ursprünglich waren sieben Jahre von Jerusalem Weg-sein die
Deadline, um das Recht, in seiner eigenen Stadt zu leben, zu
verlieren. Heute ist sogar die Bestätigung einer
Aufenthaltsgenehmigung in einem anderen Land für Israel genug,
um Jerusalem für die Person oder Familie als Nicht-Zentrum des
Lebens zu betrachten und folglich diesen das Wohnrecht in ihrer
Heimatstadt zu verweigern, wenn sie einmal ins Ausland gereist
sind.
Zusätzlich zu dieser besonderen
Politik führen die israelischen Behörden noch andere Regeln ein,
die zu einer weiteren Verminderung der Zahl der Palästinenser in
Jerusalem, Christen und Muslime, dienen. Das geht vom Einfrieren
des Gesetzes der Familienzusammenführung zu unmöglichen Auflagen
beim Bauen in der Stadt bis zur Trennungsmauer, die Hunderte von
der Stadt Jerusalem ausschließt. Die palästinensischen
Christen in der Stadt werden bald die Hälfte ihres Kirchenvolks
verlieren.
Die lokalen Kirchen sind ernsthaft
besorgt und stimmen in den Ruf ihrer Gemeinden ein, Israels
Politik zu beenden und jede Art von Einzelbehandlung der Stadt
zu verweigern. In dieser Lage kann Israel nicht mit dem
Schicksal der Heiligen Stadt und ihres Volkes betraut werden.
Die internationalen und christlichen Gemeinschaften müssen
rasch reagieren, um die israelischen Machenschaften auf höchster
Ebene zu verhindern.
Wir wollen Frieden und Gerechtigkeit im Heiligen Land, wo die
Gläubigen aller Religionen in Würde leben können und wo ihre
Rechte gewahrt sind. Und wir glauben, dass die Internationale
Gemeinschaft uns helfen kann, damit dieses passiert.
Übersetzt: Gerhilde
Merz
Laity Committee in the
Holy Land
info@holylandchristians.com
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"US-Eingeständnis: Waffen wurden
überhaupt nicht im Iran hergestellt"
Das US-Militär hat ein unerwartetes
Eingeständnis gemacht und von seinen lange währenden
Behauptungen, dass Iran Militante im Irak mit Waffen
unterstütze, Abstand genommen: „Die Waffen, die kürzlich im Irak
gefunden wurden, stammen nicht aus Iran.“
Tina Susman, Korrespondentin der Los
Angeles Times in Bagdad,
berichtete: „Der Plan, Journalisten in der vergangenen
Woche vermeintlichen Sprengstoff aus Iran zu zeigen und diesen
dann zu zerstören, platzte. Grund dafür: Die USA hatten
herausgefunden, dass der Sprengstoff nicht aus Iran stammte. Ein
Sprecher des US-Militärs führte diese Verwechslung auf ein
Missverständnis zurück, nachdem ein General der irakischen Armee
in Karbala fälschlicherweise berichtet hatte, dass der
Sprengstoff ursprünglich aus Iran stamme. Erst als amerikanische
Sprengstoffexperten das Material untersuchten, fanden sie
heraus, dass es unter keinen Umständen aus Iran stammen könnte.“
Die Vereinigten Staaten haben bis vor zwei
Wochen keine Beweise für ihre Anschuldigungen vorgelegt.
Letztendlich haben sie das Beweismaterial über den iranischen
Ursprung der Waffen an die irakische Regierung übergeben. Die
irakische Regierung präsentierte in der vergangen Woche
iranischen Funktionären das amerikanische Beweismaterial. Nach
Aussagen von Al-Abadi, Parlamentsmitglied und Mitglied der
regierenden Partei Vereinigte Irakische Allianz (United
Iraqi Alliance) und gleichzeitig Mitglied der Delegation,
lehnten iranische Funktionäre das Training, die Finanzierung und
das Bewaffnen militanter Gruppen in Irak
auf ganzer Linie ab. So behauptet die irakische Regierung,
dass kein Verdacht gegen Iran bestünde.
Ein weiteres wichtiges Ereignis in der
vergangenen Woche: Generalmajor Kevin Bergner, US-Sprecher im
Irak, machte erstmals nicht die Iraner für de Gewalt im Irak
verantwortlich. Darüber hinaus erwähnte er kein einziges Mal den
Iran, als er am vergangenen Mittwoch der Weltpresse von dem Fund
des großen Waffenarsenals bei Karbala berichtete.
Im Gegensatz dazu
gestand das Pentagon im August 2007 ein, dass es die Spur
von einem Drittel der Waffen, die in den Jahren 2004/2005 an
irakische Sicherheitstruppen verteilt worden sind, verloren
habe. Derzeit kursieren 190.000 Sturmgewehre und Pistolen in
irakischen Straßen.
Im vergangenen Jahr haben
US-Spitzenfunktionäre unerbittlich propagiert, dass Iran sich
auf eine unerwünschte und agitatorische Weise in die Gewalt im
Irak einmische. Diese Anschuldigungen sind massiv forciert
worden, seitdem der Bericht der amerikanischen Geheimdienste
(National Intelligence Estimate, NIE) im Dezember 2007 die
Behauptung widerlegte, dass Iran ein Atomwaffenprogramm
unterhalte.
Die amerikanischen Anschuldigungen über Irans
Einmischung im Irak sind nun gänzlich zusammengebrochen. Jede
Androhung eines Militärschlags gegenüber Iran stellt eine
Verletzung der Charta der Vereinten Nationen dar. Die
unentwegten Kontrollmaßnahmen des iranischen
Urananreicherungsprogramms durch die Internationale
Atomenergie-Agentur (IAEA) entbehren jeglichen Sanktionen
gegenüber Iran der Grundlage.
CASMII (dt. Kampagne gegen Sanktionen und
militärische Intervention im Iran) fordert die USA auf, ihren
Kurs zu ändern und endlich auf umfassende und bedingungslose
Verhandlungen mit Iran einzugehen.
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Grundsätzliche
Bemerkungen zur Polizeiausbildung durch
Deutschland
..... Schade war,
und worauf gerade auch in Verbindung mit der Polizei noch viel mehr
deutliche Information gegeben werden müsste: die best ausgebildete
Polizei in Palästina macht wenig Sinn, wenn die israelische Armee 24
Stunden am Tag kommen kann und mit ihren Einheiten in pal. Städte
und Dörfer einrückt und damit jede palästinensische Polizei „ausser
Betrieb“ setzt, weil ihr nichts anderes übrig bleibt, als sofort das
Feld zu räumen, um nicht persönlich in Gefahr zu kommen.
Ebenso wird die
Autorität der Polizei durch die israelische Besatzung in der
palästinensischen Bevölkerung wie schon seit vielen Jahren weiterhin
unmöglich gemacht, da sie sich täglich gegenüber dem einfallenden
Militär, beim Landraub für bestehende, bzw. neue Siedlungen, beim
Weiterbau der Mauer, bei der täglichen willkürlichen Verhaftung von
Palästinensern als machtlos und hilflos erweist. Palästinensische
Polizisten haben aus diesen Gründen vielfach wenig Ansehen und
werden eher belächelt als dass ihnen Respekt gezollt wird.
Hinzu kommt, dass über 600 israelische
Checkpoints in der Westbank jede normale Bewegungsfreiheit, jede
Fortbewegung von A nach B, zum Spießrutenlauf mit allen
Begleiterscheinungen wie Demütigung oder enormer Zeitaufwand, für
den Normalbewohner werden lassen. Die palästinensische Polizei ist
als angeblicher Ordnungshüter ebenso dieser Prozedur unterworfen ist
und ist zur Untätigkeit verurteilt.
Weiter steht der Neubau der meisten
durch Israel zerbombten Gefängnisse an. Doch ihre Benutzung wird nur
dann Sinn machen, wenn sie unter der absoluten Autorität der
palästinensischen Autonomie stehen und diese von israelischem
Militär weder vom Boden noch aus der Luft angetastet werden. Die
Erfahrungen der letzten Jahre haben nämlich gezeigt, dass die
israelische Armee und Polizei in palästinensischen Gefängnissen
„gesammelte“ Gefangene leicht neu verhaften und in israelische
Gefängnisse abtransportieren konnte, bzw. Gefängnisse direkt
bombardiert hat (Beispiel Jericho) – ähnlich den gezielten
Ermordungen vermeintlicher Terroristen.
Folge: Um also einer palästinensischen
Polizei die Ausübung ihrer Arbeit überhaupt zu ermöglichen und ihr
die notwendige Autorität zu geben, ist sicher – wie von der
deutschen Politik beabsichtigt - nicht nur eine gute Ausbildung
erforderlich, sondern primär die Schaffung von unaufgebbaren und
selbstverständlichen Rahmenbedingungen: und das ist in erster Linie
die Beendigung der israelischen Besatzung.
In diesem Zusammenhang ein ähnliches
Feld: In Jenin soll mit deutscher Finanzhilfe ein Industriepark
gebaut werden. Aussenminister Steinmeier hat am 2.6.2008 die dorthin
führende neu gebaute Strasse eingeweiht. Die Unterstützung dafür ist
dankenswert. Aber:
der beste von Deutschland und der EU
finanzierte Industriepark macht wenig Sinn, wenn nicht schon jetzt
von Israel Garantien dafür gegeben werden, dass die vielleicht
einmal dort gefertigten Produkte auch über den ein paar hundert
Meter entfernten Checkpoint herauskommen. Ein auf Israels „Good
Will“ aufbauendes Unternehmen bekommt wohl kaum eine Chance für
seine Existenz.
S. V. 24.6.2008
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Sonderbericht von OCHA (UN-Office of the
Coordination of Humanitarian Affairs) Mai 2008 : Hauszerstörungen
wegen fehlender Baugenehmigungen und Vertreibung aus Zone C
Zusammenfassung: bis dato haben mehr als 3000 Häuser, die
Palästinensern in der Westbank gehören, eine anhängige
Abrissorder, die ohne vorherige Warnung sofort durchgeführt werden
kann . Mindestens zehn kleine Dorfgemeinschaften innerhalb der
Westbank sind gefährdet, auf Grund der großen Anzahl von
Abrissordern fast vollkommen vertrieben zu werden.
Während des 1. Vierteljahres von 2008 zerstörten die israelischen
Behörden 124 Häuser, da es für sie keine Baugenehmigungen gab. Das
ist mehr als die volle Anzahl von Hauszerstörungen, die während des
Jahres 2007 ausgeführt wurden ( 107) . 61 der zerstörten Bauten
waren Wohnungen. Dies führte zur Vertreibung von 435 Palästinensern,
davon mindestens 135 Kinder.
Kinder sind durch die Hauszerstörungen und die folgende Vertreibung
ihrer Familien am meisten betroffen. Nach einer jüngsten
Untersuchung werden die Kinder von ihren Eltern getrennt und ihre
Erziehung und Ausbildung, Zugang zu Gesundheitsdiensten und zu
sauberem Wasser sind im Anschluss an eine Hauszerstörung nicht mehr
gewährleistet.
Seit Beginn der Besatzung 1967 sind palästinensische Gebäude ohne
Baugenehmigung von israelischen Behörden zerstört worden. Doch nach
der nach den Osloabkommen vereinbarten Einteilung der besetzten
Gebiete in verschiedene Zuständigkeitsbereiche ( Zone A,B und C)
wurden solche Abrisse vor allem auf die Zone C begrenzt, die ca. 62%
des Westbankgebietes umfasst. Der Abriss wird von der IDF
ausgeführt, auch während militärischer Operationen, einschließlich
Verhaftungen und besonders in der Nähe des Mauerverlaufs.
Mehr als 400 palästinensische Dörfer und Städte (ausgenommen
Ost-Jerusalem) haben wenigstens Teile ihrer bebauten Fläche in Zone
C. Die Anzahl der Palästinenser, die in diesem Gebiet leben, wird
auf 228 000 geschätzt. Unter ihnen wohnen etwa 44 000 in 130
Gemeinden, derer bebaute Fläche größtenteils zur Zone C gehört.
Über 94% der Anträge für Baugenehmigungen in der Zone C, die von
Palästinensern den israelischen Behörden zwischen Januar 2000 und
September 2007 vorgelegt wurden, wurden abgelehnt. Während dieser
Zeit wurden 5000 Abrissbefehle gegeben und über 1500
palästinensische Gebäude zerstört.
Nachdem es aussichtslos ist, Baugenehmigungen zu erhalten, stellen
viele Palästinenser keine Anträge mehr für Baugenehmigungen und
bauen stattdessen nach ihren Bedürfnissen – trotz der ständigen
Gefahr, Abrissorder zu erhalten.
(dt. Ellen Rohlfs)
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Sagt nicht, ihr
hättet es nicht gewusst ( 110) von Amos Gvirtz
Ein Tag vor dem Distrikt-Koordinations- und Verbindungsbüro (DCL).
(Etzion)
98
Palästinenser kamen an diesem Morgen (18.Mai 2008) am DCL an. Einige
warten schon seit halb sechs. Um halb eins mittags waren nur 23
abgefertigt worden. Wer bis Ende der Bürozeiten nicht dran gekommen
war, wird nach Hause geschickt und muss am nächsten Morgen noch
einmal versuchen d.h. er muss sich von neuem in einer Schlange
anstellen.
Ein Zahntechniker kam letzte Woche, um seinen Passierschein für
Israel verlängern zu lassen. der militärische Angestellte bat ihn,
mit mehr Unterlagen wieder zu kommen. Aber der Angestellte kann kein
Arabisch, und der Zahntechniker spricht kein Hebräisch und hatte ihn
also nicht verstanden. Er war also heute zurückgekommen, stand
wieder in der Schlange und hoffte, dass ihm der Angestellte diesmal
auf arabisch erklären könne, was er noch bräuchte.
Drei Leute waren gekommen, weil sie wegen einer Untersuchung eine
Vorladung vom Allgemeinen Staatssicherheitsdienst erhalten hatten.
Einer , ein Arzt, der eine medizinische Organisation leitet, war
vorgeladen worden, um am letzten Donnerstag zu erscheinen. Er war
zum bestimmten Zeitpunkt da, wartete den ganzen Tag bis 3 Uhr in
der Schlange , dann wurde ihm gesagt, er solle am Sonntag wieder
kommen. Heute wartete er seit dem Morgen und es wird ihm klar, dass
er auch heute nicht drankommt und dass er am Tag noch einen ganzen
Arbeitstag vergeuden muss.
Zwei andere Palästinenser erzählen uns, dass es nun das dritte Mal
sei, dass sie wegen einer Untersuchung zu einem bestimmten Zeitpunkt
herkommen, aber jedes Mal nach Hause geschickt werden, obwohl sie
gekommen waren. Sie haben alle davor Angst, dass wenn sie nicht
kommen, sie nachts „Besuch“ bekommen, um dann zu einem Verhör
abgeholt zu werden.
(dt. Ellen Rohlfs)
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Rassismus bei einer Konferenz
Presseerklärung von Gush Shalom, 13.5.08
In
einem Brief an den Staatsanwalt Menny Mazuz ruft Gush Shalom zu
einer Ermittlung gegen die Siedler-Rabbiner Zalman Melamed, Dov
Lior und Yisrael Damet auf, um sie wegen rassistischer Hetze
anzuklagen.
Die drei Rabbiner sprachen neulich bei einer Konferenz der extremen
Rechten in der Stadt Ramleh. Das ausdrückliche Ziel der Konferenz
war: Eine Diskussion über die geeignete Haltung gegenüber der
arabischen Minderheit und zwar vom jüdisch-religiösen Standpunkt
aus.
Rabbiner Lior aus der Siedlung Kiryat Arbar sagte, dass es ein
Fehler gewesen sei, den 6-Tage-Krieg nicht dazu zu benutzen, das
Land vollständig von seinen ausländischen ( d.h. arabischen)
Bewohnern zu befreien und dass dieser Fehler durch ein intensives
Regierungsprogramm korrigiert werden müsse, das zum Ziel hat, die
Palästinenser in arabische Länder „umzusiedeln“.
Rabbiner Zalman Melamed aus der Siedlung Bet El sagte, dass die
biblischen Schriften, hinsichtlich „der Fremden unter euch“ wo bei
die Juden besonders ermahnt werden, sie mit Achtung und Toleranz zu
behandeln, in unserer Zeit keine Gültigkeit hat mehr hat. In unserer
Zeit sollte die Präsenz von Arabern und anderen Nichtjuden im Lande
eher gar nicht toleriert werden. Indem er sich selbst auf den Ramban
( Maimonides), den großen mittelalterlichen Weisen beruft: „ es
sollte ihm nicht einmal erlaubt werden, das Land zu durchqueren,
wegen des mögliche negativen Einflusses; ganz sicher sollten sie
nicht im Lande wohnen
Rabbiner Yisrael Samet von Hagarin Ha Torani, einer nationalistisch
religiösen Gruppe in Ramleh sagte, es sei die wichtigste Aufgabe für
religiöse Leute, die in gemischten Städten leben, arabischer Gewalt
aus dem Weg zu gehen, die es ja nicht immer gibt. Man sollte aber
verhindern, dass arabische und jüdische Kinder, die im selben
Stadtteil leben, mit einander spielen.“
Wenn es jemals einen klaren und offensichtlichen Fall gegeben hat,
der die Anwendung des Gesetzes gegen rassistische Hetze nötig macht,
das vor mehr als 10 Jahren in Kraft trat, dann ist es diese,
schreibt Gush Shalom an Staatsanwalt Mazus und bemerkt dass Rab.
Lior und Rab Melamed unter den Westbanksiedlern wohl bekannt und
sehr geachtet werden und dass diese Worte unter den Siedlern großen
Einfluss haben und eine Siedler dazu veranlassen könnten, Gewalt
gegen die Palästinenser anzuwenden und dass Rab Samet absichtlich
die Stadt Ramleh als Wohnort gewählt habe, um einer militanten und
gut organisierten, national religiösen Gruppe vorzustehen, mit der
unverhohlenen Absicht, die Spannungen zwischen seiner jüdischen und
arabischen Bevölkerung zu verschärfen und jede Chance für eine
Koexistenz zwischen den beiden Gemeinschaften zu unterbinden.
Der Gush Shalom-Brief ersucht auch den Staatsanwalt die
Komemiut-Bewegung (nationale Aufrichtigkeit) in die Ermittlungen mit
einzubeziehen. Sie ist ein Teil der Nationalen Unions-partei in der
Knesset, die die Versammlung in Ramleh organisierten, bei der die
drei Rabbiner sprachen.
Kontakt Adam Keller
(dt. Ellen Rohlfs)
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Die palästinensischen Flüchtlinge im Libanon
sind systematischer Diskriminierung ausgesetzt.
Der folgende Brief kam von einem Leser ( RM) der World
Socialist Web Site
Ich bin seit meiner Geburt ein Flüchtling. Ich bin Zeuge von allen
möglichen Arten von Beeinträchtigungen meines Volkes geworden, das
unfreiwillig im Libanon lebt. Manche habe ich auch selbst erlebt.
Ich möchte besonders die Beeinträchtigungen betonen, unter denen
palästinensische Flüchtlinge bei der Arbeit und der medizinischen
Versorgung leiden.
Palästinensern ist es auf vielen Gebieten nicht erlaubt, zu arbeiten
und falls es doch einmal dazu kommt , dann wird solch ein Schritt
nach den im Libanon geltenden Gesetzen als illegal angesehen. Das
heißt, dass uns nicht erlaubt ist, im öffentlichen Dienst zu
arbeiten, auch nicht in Instituten wie Schulen, Krankenhäuser und
Häfen ,die von der Regierung betrieben werden. Deswegen müssen wir
auf den privaten Sektor ausweichen, besonders auf die
Landwirtschaft, wo es Diskriminierung beim Lohn gibt, der uns und
unsern libanesischen Kollegen gezahlt wird.
Darüber hinaus gibt es bei solchen Jobs keine Versicherung und
keine Krankenkasse. Kaum einer kann die richtigen Medikamente für
die Krankheiten finden, an denen er leidet. Manchmal werden die
selben Medikamente für alle Krankheitsfälle verschrieben.; und
paradoxerweise werden medizinische Untersuchungen nur mit den Augen
und mit einigem Abstand vorgenommen.
Normalerweise findet dann eine Tragödie statt, wenn ein
Palästinenser Pflege benötigt oder Intensivbehandlung oder lang
währende Behandlung. Die öffentlichen Krankenhäuser im Libanon
nehmen keine Palästinenser auf. Der Nationale Sicherheitsfond
gewährt den Palästinensern nicht, dass sie in seine Listen
eingetragen werden, um medizinische Versorgung in privaten
Krankenhäusern zu erhalten. Diese sind sehr teuer, sodass sich nicht
einmal die Mehrheit der Libanesen solch eine Behandlung leisten
kann. Wie kann dann ein Flüchtling davon träumen, in einer von ihnen
behandelt zu werden?
Aus den selben Gründen erhalten auch palästinensische Arbeiter keine
Pension oder Abschlagszahlungen am Ende ihrer Arbeit in einer
Institution oder Firma oder im Falle einer zeitweiligen Aussetzung
oder der Beendigung der Beschäftigung. Außerdem ist es ihnen
verboten, sich irgend einem Verband, Verein oder einer Gilde
anzuschließen. Darüber hinaus genießen sie keinerlei Erhöhung des
Gehaltes oder verbesserte Arbeitbedingungen, selbst wenn es durch
die Regierung durch ein Gesetz bestimmt wurde. So sind sie allen
möglichen Arten sozialer Bedrohungen ausgesetzt, wie steigenden
Preisen, besonders in den letzten Monaten, was Gas, Lebensmittel,
Medikamente und alle anderen lebensnotwendigen Dinge betreffen.
Ich gehe hier auf ein besonderes Thema noch näher ein: ein sehr
diskriminierendes und ungerechtes Gesetz ist vor mehr als zehn
Jahren in Kraft gesetzt worden, das Palästinensern das Recht nimmt,
irgendetwas an Land oder Besitz sein eigen zu nennen,
einschließlich eines Hauses, einer Wohnung oder eines Feldes. Dieses
Gesetz macht die Palästinenser zur Beute von Grundbesitzern, weil
der Preis von Hausmieten im Libanon schnell steigt und die
wirtschaftliche Not, an der Palästinenser leiden, nur noch schwerer
macht. Selbst wenn ein Palästinenser stirbt, können seine Töchter
oder Söhne nicht sein Haus erben. Es kann auch keiner einen früher
registrierten Besitz seinen Nachkommen vermachen. Dieses Gesetz
stellt möglicherweise den Höhepunkt systematischer Diskriminierung
gegen die Palästinenser im Libanon dar, obgleich ich nicht weiß, ob
ich wirklich die Schwere der Not und den Schmerz richtig einordnen
kann, an dem wir leiden. Jedenfalls ist die Liste all der Beispiele
der Diskriminierung lang, die direkt das Leben und die Würde eines
jeden im Libanon lebenden Palästinensers berührt. (R.M.)
(dt. Ellen Rohlfs)
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Al-Nakba –
Die Katastrophe" - Auftaktveranstaltung des Komitees „Nakba 60"
Das NAKBA 60 – Komitee, ein Zusammenschluss aus allen
palästinensischen Gemeinden, verschiedenen Vereinen und
Organisationen in der Bundesrepublik, erhebt seine Stimme für das
palästinensische Volk und seine Rechte auf Rückkehr,
Selbstbestimmung und Errichtung seines unabhängigen Staates
Palästina – gegen Vergessen, Verdrängung und unilaterale, falsche
Informationspolitik.
Der zentralen Auftaktveranstaltung in Berlin am 17.Mai folgend bis
Ende des Jahres in vielen deutschen Großstädten Vorträge,
Filmvorführungen, Ausstellungen, Lesungen und Konzerte.
Programm der Auftaktveranstaltung:
16:00 Uhr; Einlass
17:00 Uhr; Grußwort des Nakba 60 – Komitees
17:15 Uhr; Ansprache des Generaldelegierten
Palästinas in Deutschland
17:40 Uhr; Ansprache des Rates der in der
Bundesrepublik Deutschland
akkreditierten arabischen Botschafter
18:00 Uhr; Ansprache einer deutschen
Persönlichkeit
18:45 Uhr; Ansprache einer palästinensischen
Persönlichkeit
19:10 Uhr; Emotionale Rettung – ein Film von
Helene Waldmann
19:30 Uhr; Performance des Tanzensembles
„El-Fonoun" aus Ramallah
Pause
Fortsetzung der Performance des
Tanzensembles "El-Fonoun"
21:00 Uhr; Ende
Der Eintritt beträgt 5 Euro, inklusive einer Überraschung.
Veranstaltungsdaten:
17. Mai 2008
Veranstaltungsort:
Veranstaltungssaal der Urania
An der Urania 17
10787 Berlin
Weitere Infos:
Nakba 60 - Komitee
--
K..Muhaisen #.
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Kampagne „Gaza muss leben” - Newsletter, 14. Mai 2008
Liebe Freundinnen
und Freunde,
zu unserem größten
Bedauern mussten wir feststellen, dass die Blockade gegen den
Gazastreifen auch auf österreichischem Boden stattfindet. Offenbar
soll mit allen Mitteln verhindert werden, dass die österreichische
Öffentlichkeit vom Leid der Bevölkerung im Gazastreifen erfährt.
Wie Sie wissen, sollte die Veranstaltung „Gaza muss leben“ am 17.
Mai im Albert-Schweitzer-Haus in Wien stattfinden, um die
österreichische Öffentlichkeit über die humanitäre Katastrophe im
Gazastreifen zu informieren und Möglichkeiten der Hilfe zu erörtern.
Vor wenigen Tagen wurde der Vertrag über die Saalmiete von der
Geschäftsführung des Albert-Schweitzer-Hauses gekündigt. Dieser
Schritt kommt vollkommen unvermittelt nach einer produktiv
verlaufenden Diskussion mit der Geschäftsführung. Diese hatte uns
noch vor wenigen Tagen zugesichert, dass einer erfolgreichen
Abhaltung der Veranstaltung nun nichts mehr im Wege stünde.
Trotz
mehrmaligen Nachfragens wurden uns die Gründe für die Kündigung
nicht genannt. Die Geschäftsführung des Albert-Schweitzer-Hauses
deutete jedoch an, dass Druck von außen durch die Israelitische
Kultusgemeinde und das Dokumentationsarchiv des Österreichischen
Widerstandes (DÖW) sie zu diesem Schritt bewogen hat.
Die Entscheidung des Albert-Schweitzer-Hauses
widerspricht nicht nur den Prinzipien des interkulturellen Dialogs
und der Verständigung, sondern auch den Grundsätzen der
Meinungsfreiheit. Und sie bekräftigt die Absperrung und Aushungerung
des Gazastreifens, indem sie verhindert, dass hier in Österreich
über die Blockade und ihre Folgen gesprochen wird.
Mit großem Bedauern
und tiefer Enttäuschung nehmen wir die Entscheidung des
Albert-Schweitzer-Hauses zur Kenntnis. Sie wird uns allerdings nicht
davon abhalten, die Menschen im Gazastreifen zu unterstützen.
Die Veranstaltung wird, wie angekündigt, am Samstag den 17. Mai
stattfinden. Der neue Veranstaltungsort ist der Grosse
Saal der Arbeiterkammer in Wien 4.,
Theresianumgasse 16-18.
Veranstaltungsbeginn ist 19 Uhr.
Helfen Sie uns, die
Blockade zu durchbrechen – auch hier in Österreich. Schreiben
Sie Protestbriefe an die Geschäftsführung des
Albert-Schweitzer-Hauses. Im Anhang finden Sie einen Modellbrief,
der beliebig verändert werden kann. Schreiben sind an die folgende
Adresse zu richten:
m.lederer@diakoniewerk.at
Frau Mag. Magdalena
Lederer
Geschäftsführung
Albert-Schweitzer-Haus
Schwarzspanierstr. 13
1090 Wien
T + 43 / 1 / 408 34 09-21
F + 43 / 1 / 408 34 09-15
Albert-Schweitzer-Haus
kündigt Veranstaltung | Gaza muss leben >>> |
Wir
können nicht feiern
Rund
um die Welt gibt es Feiern zum 60. Jahrestag der Gründung Israels.
Aber
dieses Jahr sind es auch 60 Jahre, dass 750 000 Palästinenser
brutal aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Sie nennen es Nakbah,
Katastrophe. Auf Grund dieser Geschichte und dem schlimmer
werdenden Konflikt in der Region, glauben wir, dass es keine Gründe
zum Feiern gibt.
Wir können nicht feiern,
Weil Israel die
Bevölkerung vom Gazastreifen aushungert und bombardiert.
Wir können
nicht feiern,
Weil Israel
seine Apartheidmauer weiterbaut.
Wir können
nicht feiern,
Weil Israel
Siedlungen und Straßen nur für Juden
Auf gestohlenem
palästinensischen Land baut.
Wir können
nicht feiern,
Weil Israel
auch weiterhin die UN-Resolution verletzt
Und den
Palästinensern verbietet, in ihre Heimat zurück zu kehren.
Wir können
nicht feiern,
Während die
Politik der israelischen Führer
Einen Konflikt
anheizt,
der
unschuldiges Leben auf beiden Seiten kostet.
Wir
können und wollen mit unseren Bemühungen fortfahren, die
Ungerechtigkeiten zu beenden, das Völkerrecht, die Menschenrechte
und die UN-Resolutionen zu wahren.
Das
ist der einzige Weg zum Frieden.
(Kanada-Palästina Support Network, von vielen unterzeichnet auch
von Jews for a just peace)
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Hebron: Internationale Rallye, um das
Waisenhaus zu retten, 10.Mai
2008 CPTnet
Vertreter von CPT, UNICEF, UN-Ocha, Save the Children UK, Defense
the Children International, YMCA, Relief International und andere
Menschenrechtsorganisationen trafen sich am 8. Mai 2008, um den
Hebroner Waisenkindern und Schülern zu helfen, die jetzt in der
Angst leben, dass das israelische Militär ihre Heime und Schulen
schließen wird. Die Vertreter wählten eine Kerngruppe aus
palästinensischen und internationalen NGOs
(Nicht-Regierungsorganisationen) aus, um dem israelischen Angriff
gegen die Islamische Charitas Gesellschaft (ICS)- Waisenhäuser und
Schulen Einhalt zu gebieten. Die Kerngruppe will auch Programme
entwickeln, um die Angst der Kinder zu verringern, die ihr Leben
begleitet, seitdem das israelische Militär seine Absicht verlauten
ließ, alle Einrichtungen des ICS zu schließen.
Seit der Veröffentlichung der Schließungs- und Enteignungsorder
gegen ICS am 26. Februar 2008, hat die israelische Armee sein
zentrales Warenhaus geplündert, die Schulbusse weggenommen, auch
Kleidung und Nahrungsmittel, Schreibwaren, Ausrüstungen und andere
Vorräte, die für die Bedürfnisse der Kinder und ihrer Familien
bestimmt waren.
Soldaten schweißten die Tore des fast fertigen
al-Huda-Mädchen-Schulgebäudes (2 000 000$) zu, überfielen und
plünderten Bäckereien, die das Waisenhaus mit Brot versorgen. Am 1.
April überfielen sie auch den Näh-Workshop im Mädchenwaisenhaus und
fuhren die Näh- und anderen Maschinen, fertige Kleidung und
Büroeinrichtung weg und warfen sie auf die Müllhalde.
Auf ein Berufungsschreiben des Anwalts, Jawad Boulos von ICS, sagte
ein israelischer General bezüglich der Schulen, Waisenhäuser und
Kindergärten: wenn man in diesen Einrichtungen weiterarbeiten würde,
würde er sich das Recht nehmen, die nötigen Maßnahmen zu treffen.“
Aufgabe der CPT (Christian Peacemaker team): Was würde geschehen,
wenn Christen sich derart mit Disziplin und Opfer für gewaltfreie
Friedensarbeit engagieren würden, wie sich Armeen im Krieg
einsetzen ? Das christliche Friedensmacherteam versucht, die ganze
Kirche in organisierten, gewaltfreien Alternativen zum Krieg
anzuwerben und setzt Teams von trainierten Friedensmachern in
Regionen mit äußerst gefährlichen Konflikten ein.
(dt. Ellen Rohlfs) |
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Sehr
geehrte Damen und Herren,
über die Ankündigung eines Konzerts im März dieses Jahres sind wir
darauf gestoßen, daß offensichtlich sämtliche Abgeordneten des
baden-württembergischen Landtages das Projekt des
Baden-Württemberg-Waldes im israelischen Negev unterstützen.
Dies hat uns erschreckt, denn dieses angebliche Umwelt-Projekt
gehört zu einer Reihe von Maßnahmen, mit denen die Enteignung und
Verdrängung der dort seit Jahrhunderten lebenden palästinensischen
Bevölkerung vom
israelischen Staat durchgesetzt werden soll. Die Angelegenheit ist
besonders brisant, da die dortige palästinensische Bevölkerung
nochmals verstärkt Schikanen ausgesetzt wurde, nachdem Ariel Scharon
Ministerpräsident wurde und dort schwerpunktmäßig Siedlungspolitik
betrieb. Sein Nachfolger Ehud Olmert setzt Scharons Siedlungspolitik
im Negev mit unverminderter Härte fort.
Wir gehen davon aus, dass die baden-württembergischen Abgeordneten
von den Menschenrechtsverstößen der israelischen Regierung nichts
wissen und meinen, daß es sich tatsächlich um eine ökologische
Maßnahme handelt.
Daher haben wir in dem beiliegenden offenen Brief ausführlich den
Zusammenhang zwischen dem Projekt des Baden-Württemberg-Waldes und
der Verdrängung und Enteignung der Palästinenser im Negev
geschildert. Wir hoffen, daß die baden-württembergischen
Abgeordneten sich genauer über die wirklichen Verhältnisse im Negev
informieren und ihre Unterstützung aufgeben.
Diesen Brief haben wir an alle Fraktionen des
baden-württembergischen Landtags und den Landtags-Präsidenten Peter
Straub geschickt.
Wir möchten Sie bitten, unser Anliegen zu unterstützen und Anfragen
an die Landtags-Fraktionen zum Projekt und den damit verbundenen
Menschenrechtsproblemen zu stellen.
Mit freundlichen Grüßen,
Manuela Kunkel, Palästinakomittee Stuttgart,
Flüchtlingskinder im Libanon e. V. (Sieger bei "Echt gut! - Ehrenamt
in
Baden-Württemberg, Kategorie "Soziales Leben" im Jahr 2007),
Arbeitskreis Palästina Tübingen, Verein arabischer Studenten und
Akademiker Tübingen, Arabischer Kulturclub e. V., Palästinensische
Gemeinde Deutschland e. V., Palästinensische Gemeinde in Stuttgart
e.
V., AK Nahost Pax Christi Diöezese Rottenburg-Stuttgart
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Pressemitteilung
Hebroner Waisenhaus-
Pressekonferenz, 8. April 2008
Das Volkskomitee für die Unterstützung des Waisenhauses war
Gastgeber für eine Pressekonferenz im Hebroner Mädchenwaisenhaus mit
fast 70 Besuchern, einschließlich unabhängiger Medien,
Internationalen und Geistlichen. Das israelische Militär hatte Order
gegeben, die Waisenhäuser und Schulen, die von der islamischen
Charitas geführt werden, zum 7. April zu schließen.
Der Anwalt, der diese islamische Gesellschaft vertrat, sprach von
einer unschätzbaren Arbeit, die 2500 Kindern, davon 240
Waisenkindern zugute kommt. Sie hilft außerdem 4000 Schülern und
5000 armen Familien, unterhält eine Molkerei und zwei Bäckereien,
ein Kaufhaus und vier kleine Läden, die den Schulen und den
Waisenhäuser im Raum Hebron dienen. Das Kaufhaus, die Bäckereien und
Ladenfront wurden am 6. März 2008 überfallen. Das israelische
Militär konfiszierte Lebensmittel, Kleidung, Schulsachen,
Kühlschränke und 2 Busse im Wert von 300 000 Dollar.
Der Anwalt sprach auch davon, wie über die Spendengelder, die die
Waisenhäuser und Schulen unterstützen, genauestens berichtet wird
und durch beglaubigte Wirtschaftsprüfer belegt und von der
palästinensischen Behörde überwacht werde. Die Kassenbücher sind
offen und können auch von der israelischen Regierung eingesehen
werden. 20 % der Spenden kommen von der lokalen Hebroner Gemeinde.
Die andern 80 % kommen aus Europa und den USA und Ländern des Nahen
Ostens. Die islamische Charitas wird von den Bewohnern des Ortes,
von NGOs und andern angesehenen Organisationen wie der katholischen
Charitas geachtet.
Während der Konferenz sprach Rabbiner Arik Ascherman, von den
Rabbinern für Menschenrechten, über Telefon und sagte, dass nach
jüdischem Gesetz Beweise und Zeugen vor Gericht gebracht werden
müssen. Selbst im Namen der Sicherheit ist diese Schließung nicht
gerechtfertigt, da die islamische Charitas kein menschliches Leben
gefährdet hat.
Mitglieder von CPT und andere Internationale schliefen im
Waisenhaus, um einen möglichen Überfall durch das israelische
Militär zu begleiten und zu dokumentieren. Um Mitternacht des 7.
April jedoch hat der Anwalt für das israelische Militär um einen
Zeitaufschub gebeten, damit der Gerichtshof eine volle
Rechtfertigung für die Schließung der Schulen und Waisenhäuser
vorbereiten und vorlegen kann.
(dt. Ellen Rohlfs) |
Hebron : Überfall auf den Näh-Workshop des Mädchenwaisenhauses
am 30.4.08
Paul Rehm CPT, 30.4.2008 über
ISM-Germany erhalten
Hebron: Um 1 Uhr nachts des 30. April überfiel das israelische
Militär das Mädchenwaisenhaus in der Nähe der Kreuzung Salaam- und
Al Adel –Straße. Es handelte nach Befehlen, die Generalmajor Shemni
herausgegeben hat: die Soldaten plünderten im Work | | | | | |