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Vertreibung der Palästinenser
Die ethnische Säuberung Palästinas

Weitere Sonderseiten:

Vertreibung der Palästinenser -  Seite 2

14. Mai 1948 - 14. Mai 2006  - Al Nakba

Dschenin

Sabra und Schatila

Das Deir Yassin Massaker

Landraub

Leserbrief von Prof. Rolf Verleger - Zur "Außenansicht" vom 25.1.08 ("Sonntagsreden und Montagstaten") Süddeutsche Zeitung - Opfer immer, Täter nimmer -

Mein Vater hatte Auschwitz überlebt, meine Mutter die KZs im Baltikum. Sie zogen mich in der Erkenntnis auf, dass es die Wahl zwischen Gut und Böse gibt und jeder Mensch für seine Taten verantwortlich ist: Sie erzogen mich in der Ethik der jüdischen Religion.

In seiner "Außenansicht" propagierte der Präsident des Jüdischen Weltkongresses eine alternative Ethik. Wir Juden seien vor allem eines: Opfer. Daran solle der Gedenktag 27.1. erinnern. Aktuell sei unser Staat Israel das Opfer unverständlicher Hassausbrüche von Arabern und von "selbst ernannten Gutmenschen".

Ich würde gern Herrn Lauder fragen:

Die Tatsache, dass keiner meiner Großeltern das Dritte Reich überlebt hat, - gab sie 1947/48 den jüdischen Freischärlern und der israelischen Armee das Recht, Hunderttausende Araber aus Israel zu vertreiben?

Die "Arisierung" des Berliner Grundstücks meines Urgroßvaters - gab sie dem Staat Israel das Recht, Anfang der 50er Jahre den Boden und Besitz der arabischen Vertriebenen zu konfiszieren?

Die Ermordung meiner Onkel und Tanten durch die SS - gibt sie dem Staat Israel das Recht, seit 40 Jahren die Diktatur eines Besatzungsregimes auszuüben?

Die Erschießung meiner Großmutter Hanna dafür, dass sie in Berlin ohne Gelben Stern zum Friseur ging - gibt sie dem Staat Israel aktuell das Recht, die Bevölkerung Gasas auszuhungern? ... mehr >>>

 JORDANTAL
 - Vertreibung aus Hadidiye

Oben: Eine der zionistischen Siedlungen, die im Jordantal auf zwangsenteignetem palästinensischen Land gebaut wurden.

Die Besatzungsmacht hat angekündigt, einen 20 Quadratkilometer großen Landstrich im Jordantal gänzlich von seinen palästinensischen BewohnerInnen zu räumen. Hadidiye, ein immenses fruchtbares Gebiet im Jordantal, wird damit de facto ethnisch gesäubert.

 

 

LINKS zum THEMA
* Die StopTheWall-Multimediapräsentation über das Jordantal LINK

*URGENT APPEAL und Presseerklärung: Hadidiye droht die ethnische Säuberung [deutsch]

*URGENT CALL - Stoppt die ethnische Säuberung in al-Hadidiye: Rettet das palästinensische Jordantal! [deutsch]

Sagt nicht, wir haben nichts davon gewusst - Von ICAHD - Die (palästinensischen) Höhlenbewohner südlich von Hebron leiden seit Jahren unter den Schikanen jüdischer Siedler und des israelischen Militärs. Die IDF vertrieb sie schon einmal 1999 und 2001. Der Oberste Gerichtshof ließ sie  dann aber  mit vorläufiger Garantie wieder zurückkehren. Sie  leiden unter den Schikanen der Siedler, die sie am liebsten  von ihrem Land und aus ihren Dörfern vertreiben würden. Die Kinder von Tuba und Mughar ElAbid leiden auf ihrem Weg zur Schule unter den Siedlern der Maon-Farm. mehr >>>

Al-Nakba:Refugees picture gallery

photogallery

Pictures For Palestine Before and After Nakba

Zum Vergrößern  die Bilder anklicken

Ziel Groß-Israel - Seit über 100 Jahren betreiben konservative jüdische Kreise die Gründung eines rein jüdischen Staates auf arabischem Gebiet (Teil I) - Jürgen Aust

Legitimer Widerstand - Seit über 100 Jahren betreiben konservative jüdische Kreise die Gründung eines jüdischen Staates auf arabischem Gebiet (Teil II und Schluß) - Jürgen Aust

Rückschau:
 Von der zionistischen Besiedelung bis zur Staatsgründung Israels - Zur Entstehungsgeschichte des Nahostkonfliktes
Ludwig Watzal

14. Mai 2006 - Al Nakba - Sonderseite

Israelische Aktivisten und Wissenschaftler begleiten Kinder aus Westbankdorf zur Schule

 

JERUSALEM, 28. August 2005 (WAFA) – Israelische Aktivisten und Professoren der Hebräischen Universität werden am kommenden Samstag Kinder auf ihrem ein Kilometer langen Weg zur Schule in Al-Has begleiten, die jenseits der Apartheidmauer liegt. Damit wollen sie ein Zeichen für den Schuljah­res­beginn in den besetzten palästinensischen Gebieten setzen, wie eine Pressemitteilung der Vereini­gung „Frauen für den Frieden“ meldete.

 

Das kleine palästinensische Dorf Nuaman, ein friedliches und romantisches Fleckchen Erde mit 25 Häusern am südöstlichen Zipfel Jerusalems in Richtung Bethlehem steckt in einer unerträglichen Lage.

 

Im Jahre 1967 wurde das Territorium des Dorfes an Jerusalem angegliedert, seinen Bürgern jedoch wurden Westbankausweise ausgehändigt. Deshalb dürfen sie nicht nach Jerusalem gehen und wohnen laut Israel illegal in ihren Häusern, in welchen sie geboren wurden, und in denen sie ihre Familien gegründet haben.

 

Die Straße nach Jerusalem wurde für Autos gesperrt, die Kinder wurden aus den Jerusalemer Schulen ausgewiesen, sogar das Bezahlen von Ordnungsstrafen wurde zu einer unlösbaren Aufgabe, weil die Bewohner keine israelischen Postämter, Freunde oder Verwandte erreichen konnten. Sogar diejenigen, die im Nachbarort Al-Has leben, dürfen Nuaman nicht betreten, weil es Bewohnern der Westbank nicht erlaubt ist, in israelisches Gebiet einzureisen.

 

Kürzlich – als Folge des Baus der Apartheidmauer und der Straße zu den Siedlungen Tekoa und Nokdim – war der Zugang zur Westbank für die Bewohner ebenfalls gesperrt. Das Dorf hatte keinerlei Verbindung zur Außenwelt und zu den Kreisstädten Beit Sahur und Bethlehem, in denen Arbeitsplätze, Schulen sowie Krankenhäuser liegen.

 

Die Straßensperren für Autos verhindern die Grundversorgung des Dorfes, denn dort gibt es nicht einmal einen Laden, vom Luxus wie Müllabfuhr und Wasser- sowie Abwasserversorgung ganz zu schweigen.

 

Diese Woche hat man den Bürgern von Nuaman mitgeteilt, dass eine neue Straße zur Har-Homa-Siedlung auf ihrem Land gebaut und infolgedessen Häuser in Nuaman zerstört werden sollen. Bebauungspläne für Har Homa zeigen, dass sich die Siedlung auf den Nuaman-Grundstücken ausbreiten wird.

 

Das israelische Zivilgericht bewilligte den Verlauf der Mauer, die Nuaman von der Westbank trennt. Jeder Einwohner des Dorfes wird einzeln beweisen müssen, dass er so und so lang in seinem Dorf gelebt hat, damit er in seinem Haus bleiben kann. Derjenige, dem es unmöglich ist, die vom Staat Israel geforderten Dokumente beizubringen, soll aus seinem Haus vertrieben werden.
WAFA – Palestine News Agency
 

30.08.2005, Übers. v. Gabriele Al Dahouk

»... das Wesentliche erhalten«
Applaus, Applaus, Applaus! Israel räumt fünf Prozent der besetzten Gebiete
»Mauerbau kann neuen Widerstand auslösen«
Israel will Palästinenser wirtschaftlich vernichten. Mehr als die Hälfte ist arbeitslos. Ein Gespräch mit Shir Hever
Vertreibung von Palästinensern aus den südlichen Hebron­hügeln
 Instrumentarium: Gewalt, Bedrohung, Rechtlosigkeit
Militärisch nicht lösbar – neoliberal auch nicht
Der Niedergang des israelischen Kolonialismus. Teil 2 und Schluß

Bürger leben in „Gefahrenkreis

 

TOBAS, 20. Juli 2005 (WAFA) – Bewohner der Al-Bqi’a-Ebene im Osten der nördlichen Westbank­stadt Tammoun leben unter Spannung und Sorge, da israelische Besatzungskräfte (IOF) dieses Gebiet wiederholt mit der Absicht angreifen, die Einwohner zu vertreiben.

 

Die Bürger meinen, dass die IOF sie deshalb aus ihrer Al-Bqi’a-Ebene ausweisen wollten, weil sie ihre Siedlungen erweitern möchten. Mehrere Häuser wurden durch die IOF in dem Gebiet zerstört; israelische Soldaten überfielen Passanten und Hirten.

 

Jamal Odeh aus Al-Bqi’a berichtete, dass die Ebene früher einmal 275.000 Dumans (1 Dunam = 1000 m²)  groß gewesen sei, die Israelis jedoch den größten Teil davon genommen und drei Siedlungen und einen militärischen Übungsplatz darauf errichtet hätten. Infolgedessen wurde Al-Bqi’a auf nur 30.000 Dunam reduziert.

 

Er fügte hinzu, dass die Überbleibsel der militärischen IOF-Übungen die Umwelt der Ebene bedrohten. Mehrere Leute seien entweder getötet oder verwundet worden. Mostafa Bsharat, Al-Bqi’as ehemaliger Bürgermeister, wurde im Januar 2005 getötet.

 

Odeh sagte, dass die Al-Bqi’a-Ebene einen „Gefahrenkreis“ darstelle, was bedeutet, dass alle Einwohner dort der Gefahr ausgesetzt seien, vertrieben zu werden.

 

Bashar Bani Odeh, Bürgermeister von Tammoun, erklärte gegenüber WAFA, dass Israel seit der israelischen Besetzung der Westbank im Jahre 1967 versuche, die Bewohner der Ebene auszusiedeln. „Sie zerstörten mein Haus zweimal innerhalb eines Monats“, sagte Jamil Bani Odeh und fügte hinzu, dass israelische Soldaten ihn mehrfach überfallen hätten. Er erwähnte noch, dass die Soldaten häufig die Ernten palästinensischer Bauern in Brand steckten.

 

Die Bürger aus Al-Bqi’a warten auf die Menschenrechtsorganisationen und deren Aufmerksamkeit, um sie von der israelischen Bedrohung, in welcher sie leben, zu befreien.
WAFA - Palestine News Agency
21.07.2005, Übers. v. Gabriele Al Dahouk

21.2.2008 - Obberrabiner Eliyahu ruft zur Zerstörung Beit Hanouns auf -  ISM/G-FK - Der Oberrabbiner der israelischen Stadt Safed, Shmuel Eliyahu, rief am Mittwoch die israelische Armee zur Zerstörung der palästinensischen Stadt Beit Hanoun im Gazastreifen auf. Die Zerstörung der 35.000-Einwohner-Stadt sei die „einzige effiziente Lösung“, um den Beschuss mit Qassam-Raketen zu beenden.

Israelischer Oberrabbi ruft zu ethnischer Säuberung von Nichtjuden auf

Das Recht der Flüchtlinge - Die ethnische Säuberung Palästinas – Ilan Pape klagt an - Von Heinz-Dieter Winter

„Die Ethnische Säuberung Palästinas" - vom israelischen Historiker Ilan Pappe --  Rezension von Ludwig Watzal (pdf) - Deutsch Ausgabe

Marcel Pott über Ilan Pappe's Buch "Die ethnische Säuberung Palästinas"  MP3, Flash

Wie ein Tabu für deutsche Leser: Das Buch und schon der Titel - Ilan Pappes Buch über die „Ethnische Säuberung Palästinas“ jetzt auch deutsch - von Rupert Neudeck - Wo man in diesem Buch hinliest, wird man von einem Schauer ergriffen. Schließlich kann man das Buch jetzt deutsch lesen, obwohl der eingeweihte Leser das nicht für möglich gehalten hat. Man liest die Sätze und Überschriften jetzt auch deutsch. Im ersten Moment meint man, aus politischer Korrektheit (oder auch aus politischer Feigheit) müsse man das Coverbild, das Titelbild des Buches verstecken. Denn es steht dort ohne Anführungszeichen: „Ilan Pappe: Die ethnische Säuberung Palästinas“. Der Titel wirkt noch wagemutiger, da er nicht mal durch einen Untertitel gemildert ist. >>>

Zu einem Buch über die „Die ethnische Säuberung  Palästinas" des israelische Historikers Ilan Pappe - Englische Ausgabe - Von Rupert Neudeck

'Ethnische Säuberung' in der Stunde der Wahrheit: - Die Gründungsväter des Staates Israels gingen über Leichen. - Eine Rezension des neusten Buches des israelischen Historikers Ilan Pappé -  Viktoria Waltz

Weitere Buchbesprechungen >>>

Bestelladresse: service@zweitausendeins.de
Oder  in den Zweitausendeins-Läden in Berlin, Darmstadt, Düsseldorf, Frankfurt /M., Freiburg, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg und Stuttgart")

Plan Dalet (10 March 1948) - The Zionist forces started the war in early April 1948 by launching Plan Dalet. Plan Dalet was launched to conquer and ethnically cleanse the country and was not a defence against an Arab invasion. The Arab armies did not enter Palestine until after the British left on 15 May. When they entered, it was too late. The Zionists had already conquered a major part of the country and driven out most of its inhabitants. Entry of the Arab armies did not make any difference. - The text that follows is translated from Sefer Toldot Hahaganah [History of the Haganah], vol. 3, ed, by Yehuda Slutsky (TelAviv: Zionist Library, 1972), Appendix 48, pp 1955-60.

Die Kinder von Al-Hadidiya  sind nicht mehr hier
Daphne Banai, 2.August 2007 

Erinnerst du dich noch an den Al-Hadidiya-Stamm, Schafhirten, die in der Nähe der Roi-Siedlung lebten und die Anfang Mai von ihrem Land  evakuiert wurden? Wir gingen damals zu ihrem Platz neben der Quelle, von der das Wasser zu den Swimmingpools und in die grünen Gärten der Siedlungen fließt. Kein Tropfen dieses Wassers  - dieser  ursprünglich palästinensischen Quelle - erfrischt die trockenen Kehlen der legalen Besitzer dieses Gebietes – der Palästinenser. Aber der Platz war verlassen, und nur ein paar zerbrochene Spielzeuge und weggeworfene Medikamente lagen noch auf dem Land. Das war alles, was von einer Gemeinschaft von Menschen übrig war, die hier seit Jahren auf ihrem Lande lebten.

Wir wissen nicht, wo sie hingegangen sind, und es gibt keine Verbindung zu ihnen. Aus einem Brief von Amnesty, das sich um diese Angelegenheit kümmerte, erfuhr ich, dass sie zu einem in der Nähe befindlichen Stamm gezogen sind, zum Humseh-Stamm, Aber „der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht“ (PS 121) und der lange Arm der Armee versuchte, sie auch von dort zu vertreiben. Grund: militärischer Schießübungsplatz.

Jeden Tag kommen einige Panzerfahrzeuge vorbei und drohen mit Haft, Strafen und zwangsweiser Räumung, wenn sie dort bleiben würden. Größtenteils zieht der stamm sonst im Juli und August in die nächst Stadt nach Tamun. Aber dieses Jahr haben sie Angst wegzugehen, damit nicht ihr armseliges Lager in ihrer Abwesenheit zerstört wird und sie dann gar nichts mehr haben, zu dem sie zurückkehren können.

Wie schon gesagt, erhalten sie kein Wasser aus der lokalen Quelle. Sie müssen es von weither holen. In dieser Woche wurde  ein Wassertank, der ihnen das Wasser bringen sollte, am Hamra –Kontrollpunkt konfisziert. Man stelle sich das mal vor, dass die Kinder bei der schrecklichen Hitze, die sich über dem Jordantal  ausbreitete, kein Wasser hatten. !!!

Sag mir, welches kranke Hirn denkt sich so etwas für 150 Menschen aus, zu denen Frauen, alte Leute, Kinder und Kranke gehören?

Die Koordinierungsverwaltung bestätigte Amnesty gegenüber, dass der Tankwagens konfisziert wurde und wiederholt die Bedingungen für seine Rückkehr.

Die Armee verlangt 4500 NIS für die Rückgabe des Tankwagens und natürlich die Verpflichtung, das Gebiet zu verlassen. Unterdessen sind Mitglieder des Stammes vor Durst gestorben.

(Aus dem Hebr. Marc Marschall; aus dem Engl. Ellen Rohlfs)

Israel: Aberkennung der Staatsbürgerschaft bei „unpatriotischem Verhalten“ - Ein vom israelischen Parlament (Knesset) verabschiedetes Gesetz ermöglicht der israelischen Regierung seit Mittwoch, allen israelischen Bürgern, die sich „unpatriotisch gegenüber dem jüdischen Staat Israel“ verhalten, ihre Staatsangehörigkeit zu entziehen.

Ich möchte mit meiner Frau zusammenbleiben! - Ghassam Abdullah - Israel hat bestimmt, dass meine Frau und ich nicht mehr zusammen leben können. Ich bin Palästinenser und sie ist Schweizerin. Wir haben vor 28 Jahren geheiratet. Man hat ihr jetzt noch 2 Wochen Zeit gegeben, um das besetzte palästinensische Gebiet zu verlassen. Das israelische Ministerium schrieb auf ihren Schweizer Pass: „Letzter Passierschein:“ Wir haben seit 12 Jahren gemeinsam in Ramallah gelebt. Wir kamen 1994 nach dem Oslo-Abkommen, als wir von der Aussicht auf Frieden und Entwicklung ermutigt wurden.

Versteckte demographische Veränderung der Westbank durch Israel - In einer gestern veröffentlichten Presseerklärung bestätigte die Organisation „Kampagne für das Recht auf Aufenthalt in den besetzten palästinensischen Gebieten“ die schleichende Veränderung der demographischen Verhältnisse in den besetzten Gebieten durch Israel.

Palästinensische Flüchtlinge im Irak - Das palästinensische Volk zählt zu der größten Flüchtlingsgruppe weltweit. Ihr Status ist nicht nur in den Zufluchtsländern ungewiss, sondern die Flüchtlinge sind zudem ständigen Bedrohungen, Diskriminierungen und Demütigungen ausgesetzt. Als benachteiligte Minderheit wird ihnen jegliche Unterstützung entzogen. Insbesondere zu Kriegszeiten erhalten palästinensische Flüchtlinge in den Aufnahmeländern keine angemessene Unterstützung und sind zusätzlich einer unbeständigen und bedrohlichen Sicherheitslage ausgesetzt. Dies bestätigt auch ein von Human Rights Watch veröffentlichter Bericht

Situation Reports: Iraq, Nowhere to flee: The perilous situation of Palestinians in Iraq

Shwayy shwayy – Wie Gefangene in einem Käfig.
Israels schleichende Annexion des Jordantals - Erschwerter Zugang und militärische Schikanen gegen die palästinensischen Einwohner

Villengrundstücke in bester geschützter Lage
Die israelische Mauer verändert den Immobilienmarkt

Die jüdische Demokratie abwärts auf schlüpfrigem Hang - Amira Hass

Palästinas Arbeiter ausgesperrt
Katastrophale Erwerbslosigkeit in Folge von Gazastreifen-Räumung und Ummauerung des Westjordanlandes

Ich lebte während des britischen Mandats, unter jordanischer Herrschaft aber heutzutage – ich kann es einfach nicht beschreiben

 

PNN – Palestine News Network

Sa’ed Al Shoukhi, Hebron, 31.08.2005

 

Die Altstadt liegt im Zentrum Hebrons und wird als schlagendes Herz und Rückgrat der Stadt angesehen. Sie ist schon deshalb ein historischer und heiliger Ort, weil die Ibrahim-Sharif-Moschee hier liegt. Die Geschichte der Altstadt, des „ancient Hebron“, geht auf mehr als 400 Jahre, der Bau der Ibrahim-Sharif-Moschee auf einige Jahrtausende zurück.

 

Die Altstadt von Hebron sieht sich ihren härtesten Tagen gegenüber. Israelische Besatzungskräfte verschärfen die Abriegelung der Hauptzufahrten und der heiligen Stätten der Stadt. Aus der Ibrahim-Sharif-Moschee wurde anstelle einer religiösen Begegnungsstätte ein Militärstützpunkt. Die elektronischen Tore erwürgen die Moschee, abgesehen von den Dutzenden Absperrungen und Überwachungseinrichtungen auf den Dächern der umliegenden Häuser.

 

Abed Al Hadi Hantash, Fachmann für die Bebauung und den Stadtplan Hebrons, erklärte, dass mehr als 520 jüdische Siedler im Herzen der Altstadt leben – verstreut in vier Siedlungsteile, nämlich Ramat Yashay, Bet Romanio, Bet Hadasa, Abraham Avenue. 3.000 israelische Soldaten besetzen das Gebiet, d.h. sechs Soldaten kommen auf jeden Siedler. Er führte aus, dass sich diese Siedler von anderen durch ihren Radikalismus und politischen Rassismus unterschieden. Gerade dies mache sie zu einer Zeitbombe inmitten der Hebroner Altstadt, in welcher 15.000 Palästinenser leben.

 

Seit dem Massaker in der Ibrahim-Sharif-Moschee im Jahre 1994 versuchten viele Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen, die Geschichte der Altstadt zu bewahren, indem sie hier Filialen eröffneten. Die palästinensische Nationalbehörde gründete ein Komitee für Rekonstruktion und Sanierung der Altstadt, das darauf abzielt, die Häuser in Stand zu setzen, so dass deren Bewohner nicht ausziehen müssen.

 

Die israelische Besatzungsregierung gab der Stadt keine Chance, Atem zu holen. Sie unternahm jedwede Schritte, die Bewohner und Ladenbesitzer unter Druck zu setzen, damit sie sich außerhalb der Altstadt niederließen. Und genau dies geschah. 70 % der Bewohner und Ladenbesitzer entflohen der Altstadt aufgrund der Abriegelungen, Ausgangssperren, Verhaftungen und täglicher Schikanen.

 

Taawon -  eine Organisation für Konfliktlösungen ist eine junge, ehrenamtliche Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Ramallah. Diese Organisation ruft eine Kampagne unter dem Motto „Brecht die Besatzungsdirektiven in der Hebroner Altstadt“ ins Leben. Zweihundert freiwillige Universitätsstudenten nehmen daran teil.

 

Die Idee entstand, als eine Delegation der Organisation die Altstadt besuchte und die Abriegelungen, Militärabsperrungen und die zum großen Teil seit zwölf Jahren geschlossenen Geschäfte sahen. Es gibt mehr als 3.300 Läden in der Altstadt. Die Kampagne mit dem Auftrag, das Problem zu fokussieren und das Leben in die Altstadt zurückzubringen, startete am 28. August. Kinder durften ihre Gesichter bemalen; es gab Mittagessen, Sport und kulturelle Aktivitäten, Besuche in Wohnungen und in der Moschee.

 

Kampagnenkoordinator Mahmoud Shibli drückte seine Dankbarkeit dafür aus, dass sich die Altstadtbewohner aktiv an der Kampagne beteiligten und begrüßte den Besuch der Aktivisten. Shibli bekundete jedoch sein Befremden, dass einige Offizielle aus Hebron nicht teilgenommen hätten und rief die Amtspersonen Palästinas dazu auf, ihr Land und dessen Bewohner wichtiger zu nehmen. Hani Smeirat, Leiter der jugendlichen Freiwilligen innerhalb der Taawon-Organisation, ermutigte die Ladenbesitzer, ihre Geschäfte in der Altstadt zu öffnen. Die Siedler sowie die Soldaten sollten ihr Ziel, die Stadt zugrunde zu richten, nicht erreichen.

 

Der 75-jährige Eigentümer eines Stickereiladens in der Altstadt, Haj Zuheir, meinte, dass er niemals in seinem ganzen Leben eine vergleichbare Situation durchlebt hätte. „Ich lebte während des britischen Mandats und unter jordanischer Herrschaft. Ich kann diese Tage nicht beschreiben – auf der einen Seite hindern uns Soldaten mit Hilfe von Absperrungen und Metalltoren am Betreten unserer Läden, andererseits greifen uns jüdische Siedler an und bestehlen unsere Geschäfte vor unseren Augen, wobei wir nichts tun können, um sie davon abzuhalten.“

 

15.000 Palästinenser sind in der Hebroner Altstadt gefangen – ihrem ehemaligen Zuhause, das jetzt von Soldaten und Siedlern besetzt ist, das von militärischen Absperrungen, Überwachungseinrichtungen und Kameras auf den Dächern, Metalltoren sowie von Soldaten an jeder Ecke umgeben ist.

 

In der Altstadt wurden 2.200 palästinensische Läden geschlossen, weil deren Besitzer sie nicht erreichen können. 800 Geschäfte wurden per Militärbefehl aufgegeben.

 

02.09.2005, Übers. v. Gabriele Al Dahouk 

Im Auge des Sturms
Inmitten jüdischer Siedlungen fristen 9000 Palästinenser in Mawassi im Gaza-Streifen eine triste Insel-Existenz

Die äußeren Grenzen Israels
Der Niedergang des israelischen Kolonialismus. Teil 1

"Gaza ist Teil Israels"
Israels Rechte mobilisiert gegen den Abzug aus dem Gaza-Streifen. Deren Idee: Wenn schon einer gehen soll - dann doch bitte die Palästinenser - S. KNAUL

Das Undenkbare wird salonfähig
Die Idee, sich des palästinensischen Problems per Massenausweisung zu entledigen, erfreut sich in Israel wachsenden Zuspruchs. Was vor einem Jahr noch fast undenkbar gewesen wäre, hat zumindest im rechten Spektrum Salonfähigkeit erlangt. Einer Studie der Tel Aviver Universität zufolge wären 46 Prozent der Juden in Israel am liebsten die Palästinenser auf der Westbank und in Gaza los. Eine satte Mehrheit von 60 Prozent ist sogar dafür, die arabischen Israelis im Kernland zur Auswanderung zu ermuntern.

Die stille Besetzung
Von Ran HaCohen

„Höre Israel!“* – Höre Europa!
 Ellen Rohlfs

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Wie Ost-Jerusalem geteilt wird - Palästinensische Häuser in Ost-Jerusalem sollen einem Park für Siedler weichenMitten in Silwan liegt ein Haus in Trümmern. Nachbarn gehen achtlos daran vorbei. Sie sehen weg, wie wenn ihnen der Anblick des Haufens aus gerissenem Beton, Fensterrahmen und losen Steinen zuviel wäre. ..... mehr >>>

Israelischer General holt biblische Tiere nach Palästina heim

Die Tätigkeiten des Naturschützers Abraham Yaffe (6) Joseph Galile

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Israelischer Rabbi ruft zur ethnischen Säuberung von Nichtjuden auf - Yona Metzger, Oberrabiner der Aschkenazim in Israel, rief in einem Interview mit dem British Weekly am Montag dazu auf Millionen Palästinenser in die Wüste Sinai zu vertreiben. „Bring all die armen Menschen aus Gaza in ein wundervolles modernes Land mit Zügen, Bussen und Autos, wie in Arizona in Amerika. Das wird eine Lösung für die armen Menschen sein.“ >>>
(...)  Einige Wochen zuvor bezeichnete der israelische Rabbiner David Batsri Araber als „Esel“, die vom Allmächtigen in menschlicher Gestalt geschaffen wurden, um zu arbeiten und bestimmte Aufgaben auszuführen.>>>

Gegen die Tabuisierung der Kriegsfolgen - Die neue israelische Zeitschrift «Sedek» beschäftigt sich mit der Flucht und Vertreibung der Palästinenser im Jahr 1948. In Israel macht die Gruppe Parhessia, die nach dem althebräischen Wort für Öffentlichkeit benannt ist, immer mehr von sich reden. Sie wurde vor zwei Jahren von israelischen Literaten, bildenden Künstlern und Pädagogen mit dem Ziel gegründet, in Israel eine neue zivile Sprache für den öffentlichen Bereich zu etablieren. So will man die ethnische, religiöse und soziale Komplexität der israelischen Gesellschaft kritisch durchleuchten.

Fortschreitende ethnische Säuberung - Victoria Buch - Die Bühne für die ethnische Säuberung der Palästinenser ist in den besetzten Gebieten vorbereitet worden und die ethnische Säuberung macht Fortschritte. Im Augenblick ist dies das wesentliche Projekt im Staat Israel. Für eine unparteiische Person mittlerer Intelligenz müsste eine Fahrt durch die besetzen Gebiete genügen, um diese Tatsache  schnell zu erkennen. Das jeweils wichtigste Mittel für die ethnische Säuberung war der Raub palästinensischen Bodens zusammen mit der Erweiterung der Siedlungen. Verschiedene Stadien des Annexionsprozesses  >>>

Nurit Peled-Elhanan über Kinder, Bildung, Rassismus und Mord - (...) Die Grausamkeit, die nicht in Worten auszudrücken ist, der ordnungsgemäße, erfinderische Missbrauch, den die besten jüdischen Gehirne zur Planung und Durchführung eingeführt haben, entspringt nicht von ungefähr. Sie sind die Frucht einer tiefgründigen und totalen Basiserziehung. Die Kinder in Israel werden innerhalb einer unnachgiebig rassistischen Weltanschauung erzogen. Die rassistische Weltanschauung stoppt nicht an den Checkpoints sondern regiert alle menschlichen Beziehungen in diesem Land. Die Kinder in Israel werden so erzogen, das Böse, das sie bestimmt sind, unmittelbar nach dem Ende ihrer Schulzeit auszuüben, als Notwendigkeit in der Realität zu sehen, in der sie berufen sind, ihre Rollen auszufüllen >>>

Die Hebron-Taktik - Amira Hass - Etwa 25 Minuten benahmen sie sich wie die Herren des Landes. Ein Mann, dem später ein jüngerer folgte, kam von Mitzpeh Yair, einer der illegalen Außenposten in den südlichen Hebroner Bergen und hinderte ein UN-Jeep an der Weiterfahrt. Anordnungen der UN verbieten in solchen Fällen das Verlassen des Fahrzeugs, um eine Eskalation   zu verhindern. So waren wir – drei Mitarbeiter von OCHA ( Koordinierung für menschliche Angelegenheiten) und zwei Journalisten von Haaretz gezwungen,  von innerhalb des Fahrzeugs zuzusehen, wie sie ihre Herrschaft über das Land demonstrierten. Der Ältere blockierte die Weiterfahrt des Fahrzeuges mit seinem Körper mitten auf der ungeteerten Piste Mit Handbewegungen machte er deutlich, man  solle den Motor ausschalten. Als dies nicht geschah, sprang er auf  die Kühlerhaube, dann auf das Dach und zurück auf die Kühlerhaube und schließlich legte er sich auf die Windschutzscheibe und spielte mit den Wischern und nahm sie ab. Der Fahrer fuhr langsam weiter, der Mann lehnte sich kräftig an die Windschutzscheibe bis sie brach. Glassplitter trafen ins Auge des Fahrers.

Aufruf - ICRR - Israeli Committee for Right of Residency

Seit März 2006 verweigern die israelischen Behörden Genehmigungen für temporäres Aufenthaltsrecht und Visa für ausländische Staatsbürger palästinensischer Herkunft, deren Aufenthaltsrecht in den besetzten palästinensischen Gebieten (OPT) willkürlich entzogen wurde. Viele der von dieser Politik Betroffenen haben seit Jahren in den besetzten Gebieten gelebt, ohne eine permanente Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen, obwohl ihr Lebenszentrum in den besetzten Gebieten ist, sie dort ihren Unterhalt bestreiten, sie mit palästinensischen Bürgern verheiratet sind, ihre Kinder in den besetzten Gebieten geboren wurden. Diese Menschen haben jahrelang mit Touristen-Visa in den besetzten Gebieten gelebt, die von der israelischen Regierung ausgestellt wurden; die Gültigkeitsdauer dieser Visa belief sich auf nur drei Monate. Sie mussten also alle drei Monate das Land verlassen, um das Touristenvisum zu erneuern. Wer es nicht schaffte, zur Erneuerung des Visums alle drei Monate auszureisen, lebte immer mit der Angst, ausgewiesen zu werden. Wer ausreiste, wusste nie, ob ihm die Wiedereinreise gestattet würde, da in den letzten Jahren die Anzahl derer, denen die Wiedereinreise verweigert wurde, stetig stieg. In letzter Zeit schickten die israelischen Behörden 105 Pässe mit dem Stempel "last permit" zurück, d.h. diese Visa sind nicht mehr verlängerbar. Die Halter dieser Pässe sind angehalten, das Land zu verlassen, ohne die Möglichkeit, je wieder zurückzukehren. mehr >>>>

Palästinensische Beduinen haben im Negev kein Zuhause mehr - Das israelische Innenministerium an die Zerstörung von mehr als 42.000 Wohneinheiten palästinensischer Beduinen in der Negev-Wüste angeordnet.

to understand the ongoing war of Israel, perheps you can help the statements of famous people in the israel. history till now. statements which are often unknown, but the declaration for expanandation. (Animation - pps Datei)

Zum Vergrößern Bild anklicken

Ohne Worte

Die Shabab von Marda - Die "Marda 5" kehren nach vier Monaten Haft in ihr Heimatdorf zurück und finden ein veränderte Umgebung vor.

Abed Allah Ahmad Imar - Azzun Atma: Jahrzehnte des Widerstands gegen Landbeschlagnahme und Siedlungen
Stimmen aus Palästina, The Grassroots Palestinian Anti-Apartheid Wall Campaign
Mar 13, 2005 -- Abed Allah ist mit der Verantwortung für den Schutz des Landes seiner Gemeinde und im Widerstand gegen die Siedlungen sechzig Jahre alt geworden. In Zusammenarbeit mit den Land Defense Committees kämpft Abed Allah seit den achtziger Jahren gegen die Beschlagnahme palästinensischen Landes durch die Besatzungsmacht. Diese hatte Mitte der achtziger Jahre 86 dunum (86000 qm) vom Land Abed Allahs Familie für den Bau der israelischen Siedlung Sha'are Tiqva beschlagnahmt. Im letzten Jahr hat das Dorf Azzun durch den Bau der Apartheidmauer noch mehr Land verloren. Hier sein Bericht: [weiter]

Das israelische Siedlungsprojekt E1
Peter Schäfer 07.07.2005
Eine neue Siedlung könnte die Etablierung einen palästinensischen Staats untergraben
Israel plant, auf besetztem Gebiet im Osten Jerusalems eine neue Siedlung für 50.000 Einwohner zu bauen. Damit wird Jerusalem von seinem palästinensischen Hinterland abgeschnitten und das Versprechen eines palästinensischen Staates wohl unerfüllbar.

.. Auf Afrikaans, der Sprache der holländischen Siedler in Südafrika, bedeutet „Apartheid“ „Trennung“, „getrennt halten“. Die Apartheidpolitik war theoretisch davon bestimmt, die Rassen getrennt zu halten, aber in der Praxis diente sie dazu, die Schwarzen aller ihrer Rechte zu berauben. Bei der Ausführung dieser Politik hielt das rassistische Regime den größten Teil der schwarzen Bevölkerung in Reservaten, wo ihnen eine Scheinautonomie gegeben wurde. Solch eine Enklave wurde offiziell Bantu-Homeland genannt, nach dem schwarzen Bantuvolk in Südafrika. So entstand der ekelhafte Name „Bantustan“.

 Man kann leicht Ähnlichkeiten zwischen den Bantustans und den Enklaven feststellen, in die Ariel Sharon die Palästinenser im Laufe seiner „einseitigen Schritte“ einzusperren beabsichtigt. Die durch die Westbank laufende Route der „Trennungsbarriere“ schafft einige Dutzend größere und kleine palästinensische Bantustans. Deshalb mag die Mauer sehr wohl Apartheid-Mauer genannt werden, da ja Trennung und Apartheid fast dasselbe bedeuten.

 Die Wirklichkeit in den besetzten palästinensischen Gebieten ist in vielen Hinsichten der Realität des Apartheidregimes ähnlich. Da gibt es (gute) Autobahnen (nur) für Siedler und Soldaten und andere ( schlechte) Straßen für die Palästinenser; die Kontrollpunkte und Straßensperren, wo Palästinenser aufgehalten werden, während Israelis frei passieren können, passen in dieses Bild..... mehr >>>

Du sollst nicht wohnen

Um die Zerstörung der Städte während der Kriegshandlungen im ehemaligen Jugoslawien zu beschreiben, hat der Architekt Bogdan Bogdanovich den Begriff "Urbanizid" geprägt. Was in Palästina auffällt, ist die Gewalt gegen das Land, gegen das Territorium. Ruinen, so weit das Auge reicht, verwüstete Hügel, abgeholzte Bäume. Zerfetzte Landschaften. Offenbar gezielt unkenntlich gemacht, nicht nur durch Krieg und Bomben und die Spur der Panzer, sondern sorgfältig und mit Fleiß. Eine Gewalt nach Planquadraten.
Längst haben Beton und Asphalt diese Kulturlandschaft verschandelt, die zu den schönsten der Welt gehörte. Die Hügel sind zerschnitten durch "Umgehungsstraßen", die den sicheren Zugang zu den israelischen Siedlungen gewährleisten sollen; rechts und links dieser Trassen wurden Häuser abgerissen, Olivenhaine abgeholzt, Orangenplantagen zerstört, nur um das Sichtfeld zu verbessern. Nun erstreckt sich hier ein Niemandsland, von Wachtürmen überragt. Und die Planierraupen am Straßenrand erscheinen plötzlich so kriegswichtig wie die Panzer. Nie zuvor ist mir eine einfache Baumaschine derart als Symbol eines umfassenden Zerstörungswillens vorgekommen. Die Brutalität der Planierraupen.
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Gesellschaft für bedrohte Völker- 50 Jahre Israel - 50 Jahre Palästinensisches Flüchtlingsdasein

Fremde seit 50 Jahren - Seit mehr als 50 Jahren leben palästinensische Flüchtlinge außerhalb ihrer Heimat. Von den rund 750.000 Palästinensern die 1948 während des ersten Arabisch-Israelischen Krieges aus ihrer Heimat flohen oder vertrieben wurden...

Palästinenser aus ihren Farmen ausgesperrt

Von Lawrence Smallman für Al-Jazeerah

12. Juli 2005

 

Israelische Besatzungskräfte hinderten Palästinenser daran, Tore der Grenzabsperrung zu passieren, um auf ihren Bauernhöfen zu arbeiten, berichtete ein Aktivist für Menschenrechte.

 

Khalid Yassin aus dem Ramallah-Menschenrechtszentrum äußerte am Dienstag gegenüber Al-Jazeerah, dass seit Schließung des Tores 46 am 04. Juli die Bauern aus dem Westbankdorf Mas’ha von ihren Anwesen quasi verbannt worden sind.

 

„Der Zugang war immer schwierig – israelische Soldaten erlaubten den Zutritt nur einige Male pro Tag. Aber nun haben die Besatzungskräfte das Tor für immer verschlossen, obwohl das Vieh auf die Weiden müsste, und man sich um die Ernten kümmern sollte. Eine Olivenernte im November und Dezember wird unmöglich sein“, meinte Yassin.

 

Keinerlei Zugang