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Geschichte von unten: Das Nakba
Archiv in Beirut
- Gefunden beim
IPK -
Obwohl bei der Geschichtsschreibung
zu den Ereignissen von 1948
in Palästina ein wachsendes
Interesse an dem Narrativ der
bislang Marginalisierten - den
Bauern, Frauen, Flüchtlingen,
dem städtischen Proletariat,
den Beduinen etc. - zu verzeichnen
ist, gibt es doch immer noch
vergleichsweise wenig Material,
das die Ereignisse aus der Perspektive
der nichtprivilegierten Mehrheit
der palästinensischen Gesellschaft
dokumentiert.
>>>
Nakba Archive
- home page
>>> |
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Zu Israels 60. Jahrestag
der Unabhängigkeit,
israelischer Verbrechen
und Boykott
-
Michael Warschawski
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Auf der ganzen Welt
feiert Israel das
60. Jubiläum seiner
Geburt. Diese Gedenkveranstaltungen
basieren auf einem
doppelten Versäumnis,
welches die Feiern
in inakzeptabler
Weise jeglicher
ethischen Perspektive
beraubt. >>>
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… zu Massaker an Arabern während
des 1948er Krieges
Guy Ehrlich
Das einzige Massaker, das in
israelischen Geschichtsbüchern
auftaucht, ist das von Deir Yasin.
Vielleicht weil die Verantwortung hier
bei ETZEL lag. In verschiedenen
israelischen Büchern und
Zeitungsartikeln finden sich zwar
Berichte zu mehreren Dutzend Fällen,
diese sind allerdings recht
oberflächlich. […]
(Ariyeh) Yitzhaki Dozent war Dozent für
Militärgeschichte und Militärtaktik
innerhalb der Offiziersausbildung der
israelischen Armee. In den späten 60er
Jahren leitete er die israelischen
Militärarchive im Rahmen seines Dienstes
in der Geschichtsabteilung der Armee. Er
sammelte sämtliche Aussagen und
Dokumente zum Thema, die er finden
konnte, und wartete auf den richtigen
Moment, um sie zu veröffentlichen.
‚Dieser Zeitpunkt ist nach einer
Generation jetzt gekommen‘, sagte er.
‚Wir können nun diesen unendlichen
Lügen, mit den wir aufgewachsen sind,
ein Ende bereiten. In nahezu jedem
arabischen Dorf, das während des
Unabhängigkeitskriegs besetzt wurde,
wurden Kriegsverbrechen begangen: Mord,
Massaker, Vergewaltigungen. Ich glaube,
dass letztendlich diese Dinge ans
Tageslicht kommen werden. Die Frage ist,
wie wir damit leben können.‘
Yitzhaki zufolge wurden während des
Unabhängigkeitskriegs mindestens 20
große Massaker (50 Ermordete pro
Massaker) und über 100 kleine Massaker
(an Individuen oder kleinen Gruppen) an
Arabern verübt. Diese Massaker hatten,
so Yitzhaki, einen direkten Einfluss auf
die Fluchtwellen von Arabern aus dem
Land. Für viele Israelis war es einfach,
der falschen Erklärung Glauben zu
schenken, die Araber würden auf Befehl
ihrer Führer das Land verlassen. Das ist
eine Lüge. Der Hauptgrund für die
Fluchtbewegung lag in der Angst der
Araber vor der israelischen Gewalt
begründet, die durchaus reell war. In
nahezu jedem Bericht in den israelischen
Militärarchiven zur Besetzung arabischer
Dörfer von Mai bis Juli 1948, dem
Höhepunkt der Konfrontation mit
arabischen Dorfbewohnern, finden sich
Hinweise auf Massaker.
Der Geschichtsforscher Uri Milstein, der
in Israel als Mythenentzauberer gefeiert
wird, bestätigt nicht nur die
Einschätzung Yitzhakis zum Umfang der
Massaker, sondern geht sogar noch
weiter. „Wenn Yitzhaki behauptet, dass
es in fast jedem arabischen Dorf Morde
gegeben hat, dann sage ich, dass bis zur
Gründung Israels jede Kampfhandlung in
einem Massaker an Arabern endete.
Massaker an Arabern hat es zwar in allen
israelischen Kriegen gegeben, ich
allerdings hege keinen Zweifel daran,
dass der Unabhängigkeitskrieg der
dreckigste war.“ […]
Ha’ir, Tel Aviv, 06.05.1992. Aus dem
Hebräischen von Israel Shahak. Aus dem
Englischen von Nora-Elise Beck. |
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 Untold stories: Darwish Addassi
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May
10, 2007 - Darwish Addassi
wishes his fellow Americans could
spend a day in his shoes. Maybe then
they would know what it feels like
to be a refugee. The 72-year-old
still remembers the day he was
expelled from his home 59 years ago. |
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Hier ist auf einer Karte die
Vertreibung nachzuvollziehen.
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FAQ on
the Nakba - The Nakba and
Palestinian refugees today
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2006
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Zum 58.Jahrestag der palästinensischen
Katastrophe - al Nakba
Jedes Jahr wird der 14.Mai 1948 von Israelis
als Freudentag ihrer Staatsgründung
gefeiert. Für Palästinenser aber
bedeutete die Umwandlung eines
mehrheitlich arabischen Landes in
einen mehrheitlich jüdischen Staat
"die Katastrophe": al Nakba..
mehr..
Israelische Neue Historiker wie Ilan Pappe
sprechen von ethnischer Säuberung,
denn von insgesamt
etwa 900.000 im
zukünftigen Staat Israel lebenden
Palästinensern verloren damals
750.000 durch Flucht und Vertreibung
ihre Heimat, über 400 ihrer Dörfer
wurden dem Erdboden gleichgemacht,
Gesetze enteigneten die "abwesenden"
Palästinenser und machen sie, bis
heute, mit über 5 Millionen
Flüchtlingen zur weltweit größten
Flüchtlingspopulation, denen Israel
ihr, gemäß Völkerrecht und
UNO-Resolution 194 bestätigtes,
Rückkehrrecht verweigert.
 Vor
1948 besaßen oder kontrollierten die
Palästinenser über 90 Prozent des
Landes im ehemaligen Mandatsgebiet
Palästina. Heute, nach
Fertigstellung des geplanten
Grenzwalls und der israelischen
Annexion des Jordan-Tals, des
Großraums Jerusalem, sowie größerer
Siedlungsblöcke, bleiben den
Palästinensern etwa 12 Prozent des
ehemaligen Mandatsgebiet Palästina,
in 4 voneinander getrennten
Kantonen, deren Grenzen, Wasser und
Luftraum von Israel kontrolliert
werden. Das ist die Homeland-Politik
der südafrikanischen Apartheid
Regierungen, aber keine
"Zwei-Staaten-Lösung".
Bei
Südafrika half die Weltgemeinschaft
durch Boykotte und Sanktionen zum
Ende der Apartheid beizutragen. In
Israel/Palästina haben die
Palästinenser dasselbe Anrecht auf
einen gemeinsamen Staat mit gleichen
Rechten für all seine Bürger und
Flüchtlinge. Damit der 14.Mai ein
gemeinsamer Freudentag wird.
Sabine Matthes, München
Quelle |
Women walk through the Nahr
Al-Bared refugee camp in Lebanon
in 1951. (J. Madvo, UNRWA) |
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Wussten Sie schon, dass...
es 5 Millionen palästinensische Flüchtlinge
weltweit gibt?
die palästinensischen Flüchtlinge 18% aller
Flüchtlinge auf dieser Erde ausmachen?
diese Menschen zum Teil seit mehr als 50 Jahren,
seit der Staatsgründung Israels also,
ein Flüchtlingsdasein führen?
ein Drittel dieser Flüchtlinge nach wie vor
in Lagern lebt?
mehr...
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Rückschau:
Von der zionistischen
Besiedelung bis zur Staatsgründung Israels
- Zur Entstehungsgeschichte des Nahostkonfliktes
Ludwig Watzal |
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Das
Jahr 1948 im palästinensischen Kollektiv:
Die
„Nakba“ (Katastrophe) -
von Samira Mazouz-Eikenberg
-
Nicht
nur realpolitische Fragen, sondern auch
das Thema der „Erinnerung“ spielt im
israelisch-palästinensischen Konflikt
eine bedeutende Rolle. Die Geschehnisse
des Jahres 1948 sind entscheidend in
diesem Kontext, insbesondere da hier
eine entgegengesetzte Wahrnehmung auf
israelischer und arabisch-palästinensischer
Seite festzustellen ist. Während aus
israelischer Sicht von „Unabhängigkeitskrieg“
oder „Befreiungskrieg“ und von der Proklamation
des Staates Israel die Rede ist, wird
derselbe Zeitraum aus palästinensischer
Sicht mit dem Verlust Palästinas und
mit der Vertreibung und Flucht Hunderttausender
Palästinenser aus ihrer Heimat, mit
dem Begriff „Nakba“, das heißt „Katastrophe“
oder „Schicksalsschlag“ assoziiert.
Die palästinensische Gesellschaft, wie
sie vor 1948 bestanden hatte, wurde
grundlegend verändert. Von den ehemals
1,4 Millionen arabischen Einwohnern
des Mandatgebiets Palästina waren rund
700.000 bis 760.000 geflohen oder vertrieben
worden.
Palästinenser leben fortan über die
gesamte Welt verstreut in Europa, den
USA, Kanada, vor allem aber in den arabischen
Nachbarstaaten Jordanien, Libanon, Syrien
und Ägypten, im Gaza-Streifen, der 1950
unter ägyptische Militärverwaltung gestellt
wurde, ferner in der 1948 von Jordanien
besetzten „Westbank“ und als arabische
Minderheit in Israel. Die geographisch
zerstreute palästinensische Gesellschaft
hatte keine Führung, verfügte über keinerlei
gemeinsame institutionelle Basis oder
politische Repräsentation. Palästina
als politische Einheit existierte nicht
mehr, statt dessen
waren zwei neue Staaten entstanden,
Israel und das Haschemitische Königreich
Jordanien.
1948 konstituiert damit die zentrale
Zäsur in der palästinensischen Geschichte
des 20. Jahrhunderts und wird als die
letztlich prägende Erfahrung für alle
Palästinenser verstanden, nicht nur
individuell, sondern auch in ihrem kollektiven Bewusstsein.
mehr >>>
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Feierliche Erklärung
zum 58. Jahrestag der Staatsgründung
Israels - Günter Schenk -
Am 14 Mai wird
von Menschen in- und außerhalb Israels
der Staatsgründung Israels am 14.
Mai 1948 und seiner Aufnahme in
die Völkergemeinschaft gedacht.
Mit der Anerkennung hatte der junge
Staat die Erfüllung einiger Verpflichtungen
gegenüber der einheimischen Bevölkerung,
dem Recht auf Rückkehr der infolge
der Gründungswirren vertriebenen
palästinensischen Flüchtlinge übernommen.
Seit nunmehr
58 Jahren ist Israel zu einer geachteten
Militärmacht aufgestiegen, hat eine
leistungsfähige Wirtschaft aufgebaut,
hat jedoch keine dieser 1948 übernommenen
Verpflichtungen erfüllt. Die Gleichheitsrechte
der im Lande verbliebenen Palästinenser
wurden nicht in vollem Maße umgesetzt,
die Rückkehr der Vertriebenen wurde
nicht einmal ansatzweise ins Auge
gefasst, sondern vielmehr generell
ausgeschlossen, neue Landaneignungen
nach Staatsgründung bis heute sind
an der Tagesordnung, die Rechte
der Bevölkerung in militärisch nach
1948 besetzten Gebieten wird mit
Füßen getreten, zahlreiche Ermordungen,
Einkerkerungen, Erniedrigungen haben
bei den Palästinensern zu einem
Zustand zwischen Lethargie und sinnloser
Gewalt geführt. Die Lebensbedingungen
in den besetzten Gebieten können
im besten Fall als Überlebensbedingungen
bezeichnet werden. die Bewegungsfreiheit
von Palästinensern wird auf unerträgliche
Weise eingeschränkt, ja, die Entwicklung
hin zu einer lebensfähigen staatlichen
Einheit der Palästinenser wird durch
immer neu geschaffene Tatsachen
dauerhaft unmöglich gemacht. Die
Rückkehr der Vertriebenen wurde
nicht nur niemals ins Auge gefasst,
sondern durch zahlreiche öffentliche
Erklärung aller Regierenden Israels
ausgeschlossen
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Palestine Blogs » Blog
Archive » Palestine’s Endless Holocaust
1948-2005 and Counting |
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Fotogalerie |
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Sedunia:
Rede bei der Demonstration anlässlich
des 55. Jahrestages von Al-Nakba |
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Kollektivhaft für ein ganzes Volk |
AL-NAKBA:
THE PALESTINIAN CATASTROPHE 1948
Benny Brunner
und/and Alexandra Jansse, NL 1997
Produktion/Production
Company ARTE
Land & Jahr/Country
& Year Niederlande 1997/Netherlands
1997,
ProduzentInnen/Producers
Alexandra Jansse, Benny Brunner,
Regie/Directors
Alexandra Jansse, Benny Brunner,
Drehbuch/Script
Benny Morris, Joseph Rochlitz,
Kamera/DoP
Ram Lee-Tal,
Schnitt/Editor Joseph Rochlitz,
Musik/Music
Elizabeth & Ilya Magnes
Dokumentarfilm, Farbe/Schwarz-Weiß,
Video, 58 Minuten,
arab. u. hebr. OF, engl. Voice-over
Documentary Film, colour/b&w, video,
58 min., Arabic and Hebrew OV, English
voice-over
mehr >>>
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Elias Khoury
-
Das
Tor zur Sonne -
Elias Khoury, Schriftsteller, Publizist
und Hochschullehrer aus dem Libanon,
wurde hierzulande mit zwei Romanen bekannt.
Jetzt erschien sein einzigartiger Palästina-Roman
"Das Tor zur Sonne". Martin Zähringer
stellt das Epos vor.
mehr
>> |
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Before al-Nakba The Catastrophe (1948)
Zum Vergrößern
Bild anklicken
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Zionismus, Apartheid
und das palästinensische Flüchtlingsproblem
Die zentrale These des spannenden Buches
von John Rose ist, daß der Zionismus
durch eine
Vielzahl von Mythen zusammengehalten
werde. Allein dies zu konstatieren ist
bereits mutig.
Geradezu bescheiden formuliert
er, daß es lediglich sein Anliegen sei,
die mythische Geschichte
des Zionismus zu zerstören. Es gehört
zum Wesen der Wissenschaft, Mythen zu
entzaubern, aber
was wissenschaftlich geboten erscheint,
kann verheerende persönliche Konsequenzen
für den
betreffenden Autor haben. Nachdem Rose
fast alles in Frage stellt, was der
israelischen
politischen Elite als «heilig»
gilt, zieht er folgendes Resümee: «Zionismus
ist das Problem;
seine Beseitigung ist eine Voraussetzung
für Frieden im Nahen Osten und für eine
arabisch-jüdische Aussöhnung in Palästina.»
mehr >> |
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Palestinians flee
from the Mediterranean coastal city
of Jaffa in 1948. (UNRWA)
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Gegen die Tabuisierung der Kriegsfolgen - Die
neue israelische Zeitschrift «Sedek» beschäftigt
sich mit der Flucht und Vertreibung der
Palästinenser im Jahr 1948. In Israel macht die
Gruppe Parhessia, die nach dem althebräischen Wort
für Öffentlichkeit benannt ist, immer mehr von sich
reden. Sie wurde vor zwei Jahren von israelischen
Literaten, bildenden Künstlern und Pädagogen mit dem
Ziel gegründet, in Israel eine neue zivile Sprache
für den öffentlichen Bereich zu etablieren. So will
man die ethnische, religiöse und soziale Komplexität
der israelischen Gesellschaft kritisch
durchleuchten. |
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"Al Nakba"--The Palestinian Catastrophe of 1948
- Video PALESTINE(A L-NAKBA 48) |
Marcel Pott über Ilan Pappe's Buch "Die ethnische Säuberung
Palästinas" MP3,
Flash
„Die
Ethnische Säuberung Palästinas" - vom israelischen
Historiker Ilan Pappe
--
Rezension von Ludwig Watzal (pdf) - Deutsch Ausgabe
'Ethnische
Säuberung' in der Stunde der Wahrheit: - Die Gründungsväter
des Staates Israels gingen über Leichen. - Eine
Rezension (englische Ausgabe) des neusten Buches
des israelischen Historikers Ilan Pappé - Viktoria
Waltz
Zu einem Buch über die „Die ethnische Säuberung
Palästinas" des israelische Historikers Ilan Pappe -
Englische Ausgabe
-
Von Rupert Neudeck
Sonderseiten - Vertreibung der Palästinenser |
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Streit um
israelisches Schulbuch
- Unabhängigkeit und Katastrophe?
-
Die
Geschichte Israels ist ebenso heftig
umstritten wie die Gegenwart: So ist
für die Israelis der Krieg, der 1948
mit dem Angriff arabischer Nachbarn
begann, der Kampf um ihre
Unabhängigkeit - für die Araber ist
er "die Katastrophe", in deren Folge
sie vertrieben wurden. Jetzt
entzündet sich der Streit um die
richtige Deutung wieder einmal - an
einem Schulbuch. - Torsten
Teichmann |
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Memory as a blueprint
for the future
Irrige
Annahmen: Es gab nie so etwas wie "Palästinenser" -
Die ehemalige israelische Premier Ministerin Golda Meir sagte:"
Es gibt nicht so etwas wie "Palästinenser",
der ehemalige Premier Minister Begin
sagte, daß die Palästinenser "zweibeiniges
Ungeziefer" seien; Rafael Eitan sagte,
daß sie "betäubte Kakerlaken in einer
Flasche" seien; der ehemalige israelische
Premier Minister Shamir sagte, sie seien
"Heuschrecken".
mehr
Lese auch aktuell: Avigdor Liebermann >>>
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Fotoausstellung Al Nakba
- Die Katastrophe
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The Nakba in photos
A Palestinian family piles into a
truck, becoming part of the Nakba in
1948.
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Jahrestag 2006: Abbas macht Vorwürfe
an Israel
Der palästinensische Präsident
Mahmud Abbas hat Israel die Blockade
einer Zwei-Staaten-Lösung im
Nahost-Konflikt vorgeworfen. Dies
anlässlich des 58. Jahrestags der «Nakba»,
den die Palästinenser als Beginn
ihrer Vertreibung angesehen. |
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al-nakba
- die "Katastrophe" von 1948
Dem Un-Teilungsbeschluss
folgten schon Anfang Dezember die ersten
Angriffe und Terrorakte der Hagana auf
palästinensische Dörfer und Zivilisten
(Plan Gimmel). Das Land wurde zunehmend
in militärische Auseinandersetzungen
verstrickt, denen nach der Ausrufung
des Staates Israel am 15. Mai 1948 die
arabischen Staaten beitraten. Der erste
arabisch-israelische Krieg endete mit
einem Sieg der Israelischen Streitkräfte
(IDF) über die Arabische Befreiungsarmee;
418 palästinensische Dörfer wurden von
der israelischen Armee zerstört, 800
000 - 900 000 Palästinenser zur Flucht
gezwungen.
Die Niederschlagung des übermächtigen
arabischen Feindes grenzte nach israelischer
Darstellung an ein Wunder. Tatsächlich
beruhte der Sieg Israels jedoch auf
der faktischen Überlegenheit von Hagana
und IDF: In der Anfangsphase der Auseinandersetzungen,
noch vor dem Kriegseintritt der arabischen
Staaten, stand der gut organisierten
und militärisch erfahrenen jüdischen
Untergrundorganisation eine palästinensische
Gesellschaft gegenüber, der die zentrale
politische und militärische Führung
fehlte, nach Kriegsausbruch kämpften
die IDF gegen die schlechter
ausgerüstete, auf fremden Terrain
taktisch unterlegene Arabische
Befreiungsarmee, die keiner
zentralen Befehlsgewalt unterstand,
und schließlich verhinderte eine
israelisch-jordanische Übereinkunft
das Vorrücken der jordanischen
Armee.
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Volk ohne Raum
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Von Ellen
Rohlfs - "Volk ohne Raum" war
ein Buch betitelt (1)
das in den Zwanzigern des letzten Jahrhunderts
entstand
und eine Ideologie vorwegnahm und dann
nährte.
Ich lieh es mir aus und las es ...
mehr >>>
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Zum Vergrößern Bild anklicken
Eindrucksvoller als auf diesen vier Karten kann
die zionistisch-israelische Kolonisierung
Palästinas nicht dargestellt werden.
Noch
mehr und umfangreichere Karten >>>
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Im Zeichen der Al-Nakba
1948

Während in Israel in diesen Tagen die
Staatsgründung gefeiert wird, verfallen
die arabischen Nachbarn und das Fünftel
israelischer Staatsbürger arabischer
Abstammung in Ohnmacht im Gedenken an
die Ereignisse jenes Tages.
Als "Al-Nakba" ist dieser folgenschwere
14. Mai 1948 in die Geschichte eingegangen.
Ein Blick ins Wörterbuch lässt die Dimension
dieser kollektiven Erfahrung erahnen.
Unter "Al-Nakba" finden sich die Begriffe
"Unheil, Unglück, Schicksalsschlag,
Katastrophe, Elend". Linguistisch wird
"Al-Nakba" inzwischen ausschließlich
für jenen Tag im Mai gebraucht. In der
ganzen arabischen Welt meint man damit
einzig den Verlust Palästinas.
mehr >>>
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50 Jahre Al Nabka |
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Israeli ruft zur Vertreibung aus palästinensischen
Dörfern innerhalb 48er-Grenzen auf -
Mustafa Sabre, Qalqiliya, 16.06.2005, für
Palestine News Network -
Israelische Medien berichteten, dass
der Vorsitzende der fundamentalistischen,
israelischen Transferpartei – der
Nationalen Union – Avighador
Vildman, seine Politik gegen die Araber
in den 1948er-Territorien fortsetze.
Er rufe dazu auf, sie von ihren Ländereien
und aus ihren Häusern zu vertreiben.
Mitglieder der Partei erklärten, dass
sie Schilder auf den Hauptverkehrsstraßen
aufstellen und Werbeplakate verteilen
würden, die dazu aufrufen, palästinensische
Städte und Dörfer wie etwa Um El Fahem,
Kufur Qassem und andere, die innerhalb
der 1948er-Grenzen liegen, vor dem Rückzug
aus dem Gazastreifen räumen zu lassen.
Der Bürgermeister von Um El Fahem, Sheikh
Hashem Abdel Rahman, verlangte, dass
gerichtlich Klage gegen Vildman eingereicht
und Ermittlungen gegen ihn eingeleitet
werden sollen.
Abdel Rahman sagt: „Dies ist nicht
einfach nur ein rassistischer Aufruf“.
Der Bürgermeister fährt fort: „Wir
betrachten diese Aussagen als Aufruf
für eine neue Nakba (Katastrophe
im Jahr 1948). Er spricht nicht nur
über Um El Fahem, sondern auch über
Galiläa und die Dörfer im Allgemeinen.
Deshalb sehen wir zu, dass solche Erklärungen
zurückgewiesen werden, und der Rassist
sollte lokal und international verklagt
werden, weil er dazu aufruft, die Grundbesitzer
aus ihren Ländereien und ihren Häusern
hinauszudrängen.“
16.06.2005,
Übers. v. Gabriele Al Dahouk
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Nakba-Tag 2006
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Aktivisten machen die arabische
Geschichte Jerusalems lebendig -
Neta
Alexander - Neta Rotem, eine
23 jährige Studentin, steht neben
der Kasse des Jerusalem-Theaters.
Dutzende eilen an ihr vorbei, um an
der Feier zur Preisverleihung der
Schriftstellerin Nurit Zarhi (Yehuda
Amihai lifetime achievement-Preis)
teilzunehmen. Rotem verteilt
Broschüren . Auf einer der Seiten
steht: “Erinnerst du dich an die
Kakteen, die du bei Wanderungen
gesehen hast? Sie waren die Hecken
rund um die palästinensischen
Dörfer.“ Auf der anderen Seite
findet man einen Überblick über die
arabische Geschichte des Ortsteils
(von Jerusalem) Talbieh, wo das
Theater heute steht... mehr >>> |
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