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14. Mai 1948 - Al Nakba - Die Vertreibung


Geschichte von unten: Das Nakba Archiv in Beirut - Gefunden beim IPK - Obwohl bei der Geschichtsschreibung zu den Ereignissen von 1948 in Palästina ein wachsendes Interesse an dem Narrativ der bislang Marginalisierten - den Bauern, Frauen, Flüchtlingen, dem städtischen Proletariat, den Beduinen etc. - zu verzeichnen ist, gibt es doch immer noch vergleichsweise wenig Material, das die Ereignisse aus der Perspektive der nichtprivilegierten Mehrheit der palästinensischen Gesellschaft dokumentiert. >>>

Nakba Archive - home page
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Zu Israels 60. Jahrestag der Unabhängigkeit, israelischer Verbrechen und Boykott - Michael Warschawski - Auf der ganzen Welt feiert Israel das 60. Jubiläum seiner Geburt. Diese Gedenkveranstaltungen basieren auf einem doppelten Versäumnis, welches die Feiern in inakzeptabler Weise jeglicher ethischen Perspektive beraubt. >>>

… zu Massaker an Arabern während des 1948er Krieges
 Guy Ehrlich

Das einzige Massaker, das in israelischen Geschichtsbüchern auftaucht, ist das von Deir Yasin. Vielleicht weil die Verantwortung hier bei ETZEL lag. In verschiedenen israelischen Büchern und Zeitungsartikeln finden sich zwar Berichte zu mehreren Dutzend Fällen, diese sind allerdings recht oberflächlich. […]

 (Ariyeh) Yitzhaki Dozent war Dozent für Militärgeschichte und Militärtaktik innerhalb der Offiziersausbildung der israelischen Armee. In den späten 60er Jahren leitete er die israelischen Militärarchive im Rahmen seines Dienstes in der Geschichtsabteilung der Armee. Er sammelte sämtliche Aussagen und Dokumente zum Thema, die er finden konnte, und wartete auf den richtigen Moment, um sie zu veröffentlichen. ‚Dieser Zeitpunkt ist nach einer Generation jetzt gekommen‘, sagte er. ‚Wir können nun diesen unendlichen Lügen, mit den wir aufgewachsen sind, ein Ende bereiten. In nahezu jedem arabischen Dorf, das während des Unabhängigkeitskriegs besetzt wurde, wurden Kriegsverbrechen begangen: Mord, Massaker, Vergewaltigungen. Ich glaube, dass letztendlich diese Dinge ans Tageslicht kommen werden. Die Frage ist, wie wir damit leben können.‘

Yitzhaki zufolge wurden während des Unabhängigkeitskriegs mindestens 20 große Massaker (50 Ermordete pro Massaker) und über 100 kleine Massaker (an Individuen oder kleinen Gruppen) an Arabern verübt. Diese Massaker hatten, so Yitzhaki, einen direkten Einfluss auf die Fluchtwellen von Arabern aus dem Land. Für viele Israelis war es einfach, der falschen Erklärung Glauben zu schenken, die Araber würden auf Befehl ihrer Führer das Land verlassen. Das ist eine Lüge. Der Hauptgrund für die Fluchtbewegung lag in der Angst der Araber vor der israelischen Gewalt begründet, die durchaus reell war. In nahezu jedem Bericht in den israelischen Militärarchiven zur Besetzung arabischer Dörfer von Mai bis Juli 1948, dem Höhepunkt der Konfrontation mit arabischen Dorfbewohnern, finden sich Hinweise auf Massaker.

Der Geschichtsforscher Uri Milstein, der in Israel als Mythenentzauberer gefeiert wird, bestätigt nicht nur die Einschätzung Yitzhakis zum Umfang der Massaker, sondern geht sogar noch weiter. „Wenn Yitzhaki behauptet, dass es in fast jedem arabischen Dorf Morde gegeben hat, dann sage ich, dass bis zur Gründung Israels jede Kampfhandlung in einem Massaker an Arabern endete. Massaker an Arabern hat es zwar in allen israelischen Kriegen gegeben, ich allerdings hege keinen Zweifel daran, dass der Unabhängigkeitskrieg der dreckigste war.“ […]

Ha’ir, Tel Aviv, 06.05.1992.  Aus dem Hebräischen von Israel Shahak. Aus dem Englischen von Nora-Elise Beck.

Untold stories: Darwish Addassi - May 10, 2007 - Darwish Addassi wishes his fellow Americans could spend a day in his shoes. Maybe then they would know what it feels like to be a refugee. The 72-year-old still remembers the day he was expelled from his home 59 years ago.

Hier ist auf einer Karte die Vertreibung nachzuvollziehen.

FAQ on the Nakba - The Nakba and Palestinian refugees today

1. What is the Nakba-
2. Why does the Nakba matter today-
3. Who are the Palestinian refugees-
4. How many Palestinian refugees are there-
5. Where do the Palestinians live today-
6. Do Palestinian refugees have a right to return to their homes-
7. What have leading Israeli figures said about the Nakba-
8. Where can I learn more-

Palestine Remembered, al-Nakba 1948- פלשתינה-فلسطين في الذاكرة

2006 - Zum 58.Jahrestag der palästinensischen Katastrophe - al Nakba
 Jedes Jahr wird der 14.Mai 1948 von Israelis als Freudentag ihrer Staatsgründung gefeiert. Für Palästinenser aber bedeutete die Umwandlung eines mehrheitlich arabischen Landes in einen mehrheitlich jüdischen Staat "die Katastrophe": al Nakba.
. mehr..



 Israelische Neue Historiker wie Ilan Pappe sprechen von ethnischer Säuberung, denn von insgesamt etwa 900.000 im zukünftigen Staat Israel lebenden Palästinensern verloren damals 750.000 durch Flucht und Vertreibung ihre Heimat, über 400 ihrer Dörfer wurden dem Erdboden gleichgemacht, Gesetze enteigneten die "abwesenden" Palästinenser und machen sie, bis heute, mit über 5 Millionen Flüchtlingen zur weltweit größten Flüchtlingspopulation, denen Israel ihr, gemäß Völkerrecht und UNO-Resolution 194 bestätigtes, Rückkehrrecht verweigert.

 

Vor 1948 besaßen oder kontrollierten die Palästinenser über 90 Prozent des Landes im ehemaligen Mandatsgebiet Palästina. Heute, nach Fertigstellung des geplanten Grenzwalls und der israelischen Annexion des Jordan-Tals, des Großraums Jerusalem, sowie größerer

Siedlungsblöcke, bleiben den Palästinensern etwa 12 Prozent des ehemaligen Mandatsgebiet Palästina, in 4 voneinander getrennten Kantonen, deren Grenzen, Wasser und Luftraum von Israel kontrolliert werden. Das ist die Homeland-Politik der südafrikanischen Apartheid Regierungen, aber keine "Zwei-Staaten-Lösung".

 

Bei Südafrika half die Weltgemeinschaft durch Boykotte und Sanktionen zum Ende der Apartheid beizutragen. In Israel/Palästina haben die Palästinenser dasselbe Anrecht auf einen gemeinsamen Staat mit gleichen Rechten für all seine Bürger und Flüchtlinge. Damit der 14.Mai ein gemeinsamer Freudentag wird.

 
Weitere Infos:
http://www.palestineremembered.com

Sonntag, 30. April 2006 -  Sabine Matthes, München Quelle

Women walk through the Nahr Al-Bared refugee camp in Lebanon in 1951. (J. Madvo, UNRWA)

Wussten Sie schon, dass...

  • es 5 Millionen palästinensische Flüchtlinge weltweit gibt?

  • die palästinensischen Flüchtlinge 18% aller Flüchtlinge auf dieser Erde ausmachen?

  • diese Menschen zum Teil seit mehr als 50 Jahren, seit der Staatsgründung Israels also, ein Flüchtlingsdasein führen?

  • ein Drittel dieser Flüchtlinge nach wie vor in Lagern lebt? mehr...

  • Rückschau:  Von der zionistischen Besiedelung bis zur Staatsgründung Israels - Zur Entstehungsgeschichte des Nahostkonfliktes Ludwig Watzal

    Das Jahr 1948 im palästinensischen Kollektiv: Die „Nakba“ (Katastrophe) - von Samira Mazouz-Eikenberg  - Nicht nur realpolitische Fragen, sondern auch das Thema der „Erinnerung“ spielt im israelisch-palästinensischen Konflikt eine bedeutende Rolle. Die Geschehnisse des Jahres 1948 sind entscheidend in diesem Kontext, insbesondere da hier eine entgegengesetzte Wahrnehmung auf israelischer und arabisch-palästinensischer Seite festzustellen ist. Während aus israelischer Sicht von „Unabhängigkeitskrieg“ oder „Befreiungskrieg“ und von der Proklamation des Staates Israel die Rede ist, wird derselbe Zeitraum aus palästinensischer Sicht mit dem Verlust Palästinas und mit der Vertreibung und Flucht Hunderttausender Palästinenser aus ihrer Heimat, mit dem Begriff „Nakba“, das heißt „Katastrophe“ oder „Schicksalsschlag“ assoziiert. Die palästinensische Gesellschaft, wie sie vor 1948 bestanden hatte, wurde grundlegend verändert. Von den ehemals 1,4 Millionen arabischen Einwohnern des Mandatgebiets Palästina waren rund 700.000 bis 760.000 geflohen oder vertrieben worden.[2] Palästinenser leben fortan über die gesamte Welt verstreut in Europa, den USA, Kanada, vor allem aber in den arabischen Nachbarstaaten Jordanien, Libanon, Syrien und Ägypten, im Gaza-Streifen, der 1950 unter ägyptische Militärverwaltung gestellt wurde, ferner in der 1948 von Jordanien besetzten „Westbank“ und als arabische Minderheit in Israel. Die geographisch zerstreute palästinensische Gesellschaft hatte keine Führung, verfügte über keinerlei gemeinsame institutionelle Basis oder politische Repräsentation. Palästina als politische Einheit existierte nicht mehr, statt dessen waren zwei neue Staaten entstanden, Israel und das Haschemitische Königreich Jordanien[3]. 1948 konstituiert damit die zentrale Zäsur in der palästinensischen Geschichte des 20. Jahrhunderts und wird als die letztlich prägende Erfahrung für alle Palästinenser verstanden, nicht nur individuell, sondern auch in ihrem kollektiven Bewusstsein. mehr >>>

    Feierliche Erklärung zum 58. Jahrestag der Staatsgründung Israels - Günter Schenk - Am 14 Mai wird von Menschen in- und außerhalb Israels der Staatsgründung Israels am 14. Mai 1948 und seiner Aufnahme in die Völkergemeinschaft gedacht. Mit der Anerkennung hatte der junge Staat die Erfüllung einiger Verpflichtungen gegenüber der einheimischen Bevölkerung, dem Recht auf Rückkehr der infolge der Gründungswirren vertriebenen palästinensischen Flüchtlinge übernommen.

    Seit nunmehr 58 Jahren ist Israel zu einer geachteten Militärmacht aufgestiegen, hat eine leistungsfähige Wirtschaft aufgebaut, hat jedoch keine dieser 1948 übernommenen Verpflichtungen erfüllt. Die Gleichheitsrechte der im Lande verbliebenen Palästinenser wurden nicht in vollem Maße umgesetzt, die Rückkehr der Vertriebenen wurde nicht einmal ansatzweise ins Auge gefasst, sondern vielmehr generell ausgeschlossen, neue Landaneignungen nach Staatsgründung bis heute sind an der Tagesordnung, die Rechte der Bevölkerung in militärisch nach 1948 besetzten Gebieten wird mit Füßen getreten, zahlreiche Ermordungen, Einkerkerungen, Erniedrigungen haben bei den Palästinensern zu einem Zustand zwischen Lethargie und sinnloser Gewalt geführt. Die Lebensbedingungen in den besetzten Gebieten können im besten Fall als Überlebensbedingungen bezeichnet werden. die Bewegungsfreiheit von Palästinensern wird auf unerträgliche Weise eingeschränkt, ja, die Entwicklung hin zu einer lebensfähigen staatlichen Einheit der Palästinenser wird durch immer neu geschaffene Tatsachen dauerhaft unmöglich gemacht. Die Rückkehr der Vertriebenen wurde nicht nur niemals ins Auge gefasst, sondern durch zahlreiche öffentliche Erklärung aller Regierenden Israels ausgeschlossen mehr >>>

    Palestine Blogs » Blog Archive » Palestine’s Endless Holocaust 1948-2005 and Counting
    Fotogalerie
    Sedunia: Rede bei der Demonstration anlässlich des 55. Jahrestages von Al-Nakba
    Kollektivhaft für ein ganzes Volk

    AL-NAKBA:
    THE PALESTINIAN CATASTROPHE 1948
    Benny Brunner und/and Alexandra Jansse, NL 1997

    Produktion/Production Company ARTE
    Land & Jahr/Country & Year Niederlande 1997/Netherlands 1997, ProduzentInnen/Producers Alexandra Jansse, Benny Brunner,
    Regie/Directors Alexandra Jansse, Benny Brunner, Drehbuch/Script Benny Morris, Joseph Rochlitz, Kamera/DoP Ram Lee-Tal, Schnitt/Editor Joseph Rochlitz, Musik/Music Elizabeth & Ilya Magnes

    Dokumentarfilm, Farbe/Schwarz-Weiß, Video, 58 Minuten,
    arab. u. hebr. OF, engl. Voice-over
    Documentary Film, colour/b&w, video, 58 min., Arabic and Hebrew OV, English voice-over mehr >>>

    Elias Khoury - Das Tor zur Sonne - Elias Khoury, Schriftsteller, Publizist und Hochschullehrer aus dem Libanon, wurde hierzulande mit zwei Romanen bekannt. Jetzt erschien sein einzigartiger Palästina-Roman "Das Tor zur Sonne". Martin Zähringer stellt das Epos vor.  mehr >>

    Family photo

    Before al-Nakba The Catastrophe (1948)

     

    Zum Vergrößern Bild anklicken


    Zionismus, Apartheid und das palästinensische Flüchtlingsproblem

    Die zentrale These des spannenden Buches von John Rose ist, daß der Zionismus durch eine Vielzahl von Mythen zusammengehalten werde. Allein dies zu konstatieren ist bereits mutig.
    Geradezu bescheiden  formuliert er, daß es lediglich sein Anliegen sei, die mythische Geschichte des Zionismus zu zerstören. Es gehört zum Wesen der Wissenschaft, Mythen zu entzaubern, aber was wissenschaftlich geboten erscheint, kann verheerende persönliche Konsequenzen für den betreffenden Autor haben. Nachdem Rose fast alles in Frage stellt, was der israelischen politischen Elite  als «heilig» gilt, zieht er folgendes Resümee: «Zionismus ist das Problem; seine Beseitigung ist eine Voraussetzung für Frieden im Nahen Osten und für eine arabisch-jüdische Aussöhnung in Palästina.» mehr  >>

    Palestinians flee from the Mediterranean coastal city of Jaffa in 1948. (UNRWA)

    Palestinians flee from the Mediterranean coastal city of Jaffa in 1948. (UNRWA)

    Gegen die Tabuisierung der Kriegsfolgen - Die neue israelische Zeitschrift «Sedek» beschäftigt sich mit der Flucht und Vertreibung der Palästinenser im Jahr 1948. In Israel macht die Gruppe Parhessia, die nach dem althebräischen Wort für Öffentlichkeit benannt ist, immer mehr von sich reden. Sie wurde vor zwei Jahren von israelischen Literaten, bildenden Künstlern und Pädagogen mit dem Ziel gegründet, in Israel eine neue zivile Sprache für den öffentlichen Bereich zu etablieren. So will man die ethnische, religiöse und soziale Komplexität der israelischen Gesellschaft kritisch durchleuchten.

    "Al Nakba"--The Palestinian Catastrophe of 1948 - Video PALESTINE(A L-NAKBA 48)
    Marcel Pott über Ilan Pappe's Buch "Die ethnische Säuberung Palästinas"  MP3, Flash

    „Die Ethnische Säuberung Palästinas" - vom israelischen Historiker Ilan Pappe --  Rezension von Ludwig Watzal (pdf) - Deutsch Ausgabe

    'Ethnische Säuberung' in der Stunde der Wahrheit: - Die Gründungsväter des Staates Israels gingen über Leichen. - Eine Rezension (englische Ausgabe)  des neusten Buches des israelischen Historikers Ilan Pappé -  Viktoria Waltz

    Zu einem Buch über die „Die ethnische Säuberung  Palästinas" des israelische Historikers Ilan Pappe - Englische Ausgabe - Von Rupert Neudeck

    Sonderseiten - Vertreibung der Palästinenser

    Streit um israelisches Schulbuch - Unabhängigkeit und Katastrophe? - Die Geschichte Israels ist ebenso heftig umstritten wie die Gegenwart: So ist für die Israelis der Krieg, der 1948 mit dem Angriff arabischer Nachbarn begann, der Kampf um ihre Unabhängigkeit - für die Araber ist er "die Katastrophe", in deren Folge sie vertrieben wurden. Jetzt entzündet sich der Streit um die richtige Deutung wieder einmal - an einem Schulbuch. -  Torsten Teichmann

    Memory as a blueprint for the future


    Irrige Annahmen: Es gab nie so etwas wie "Palästinenser" - Die ehemalige israelische Premier Ministerin Golda Meir sagte:" Es gibt nicht so etwas wie "Palästinenser", der ehemalige Premier Minister Begin sagte, daß die Palästinenser "zweibeiniges Ungeziefer" seien; Rafael Eitan sagte, daß sie "betäubte Kakerlaken in einer Flasche" seien; der ehemalige israelische Premier Minister Shamir sagte, sie seien "Heuschrecken". mehr

    Lese auch aktuell: Avigdor Liebermann >>>





    Fotoausstellung Al Nakba
    - Die Katastrophe

     





    The Nakba in photos

    A Palestinian family piles into a truck, becoming part of the Nakba in 1948.
     

    Jahrestag 2006: Abbas macht Vorwürfe an Israel
    Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas hat Israel die Blockade einer Zwei-Staaten-Lösung im Nahost-Konflikt vorgeworfen. Dies anlässlich des 58. Jahrestags der «Nakba», den die Palästinenser als Beginn ihrer Vertreibung angesehen.





    al-nakba - die "Katastrophe" von 1948

    Dem Un-Teilungsbeschluss folgten schon Anfang Dezember die ersten Angriffe und Terrorakte der Hagana auf palästinensische Dörfer und Zivilisten (Plan Gimmel). Das Land wurde zunehmend in militärische Auseinandersetzungen verstrickt, denen nach der Ausrufung des Staates Israel am 15. Mai 1948 die arabischen Staaten beitraten. Der erste arabisch-israelische Krieg endete mit einem Sieg der Israelischen Streitkräfte (IDF) über die Arabische Befreiungsarmee; 418 palästinensische Dörfer wurden von der israelischen Armee zerstört, 800 000 - 900 000 Palästinenser zur Flucht gezwungen.

    Die Niederschlagung des übermächtigen arabischen Feindes grenzte nach israelischer Darstellung an ein Wunder. Tatsächlich beruhte der Sieg Israels jedoch auf der faktischen Überlegenheit von Hagana und IDF: In der Anfangsphase der Auseinandersetzungen, noch vor dem Kriegseintritt der arabischen Staaten, stand der gut organisierten und militärisch erfahrenen jüdischen Untergrundorganisation eine palästinensische Gesellschaft gegenüber, der die zentrale politische und militärische Führung fehlte, nach Kriegsausbruch kämpften die IDF gegen die schlechter ausgerüstete, auf fremden Terrain taktisch unterlegene Arabische Befreiungsarmee, die keiner zentralen Befehlsgewalt unterstand, und schließlich verhinderte eine israelisch-jordanische Übereinkunft das Vorrücken der jordanischen Armee. mehr >>>

    Volk ohne Raum - Von Ellen Rohlfs - "Volk ohne Raum" war ein Buch betitelt (1) das in den Zwanzigern des letzten Jahrhunderts entstand und eine Ideologie vorwegnahm und dann nährte. Ich lieh es mir aus und las es ... mehr >>>

    Zum Vergrößern Bild anklicken

    Eindrucksvoller als auf diesen vier Karten kann die zionistisch-israelische Kolonisierung Palästinas nicht dargestellt werden.

    Noch mehr und umfangreichere Karten >>>

    Im Zeichen der Al-Nakba 1948

    Während in Israel in diesen Tagen die Staatsgründung gefeiert wird, verfallen die arabischen Nachbarn und das Fünftel israelischer Staatsbürger arabischer Abstammung in Ohnmacht im Gedenken an die Ereignisse jenes Tages.

    Als "Al-Nakba" ist dieser folgenschwere 14. Mai 1948 in die Geschichte eingegangen. Ein Blick ins Wörterbuch lässt die Dimension dieser kollektiven Erfahrung erahnen. Unter "Al-Nakba" finden sich die Begriffe "Unheil, Unglück, Schicksalsschlag, Katastrophe, Elend". Linguistisch wird "Al-Nakba" inzwischen ausschließlich für jenen Tag im Mai gebraucht. In der ganzen arabischen Welt meint man damit einzig den Verlust Palästinas. mehr >>>

    50 Jahre Al Nabka

    Israeli ruft zur Vertreibung aus palästinensischen Dörfern innerhalb 48er-Grenzen auf - Mustafa Sabre, Qalqiliya, 16.06.2005, für Palestine News Network - Israelische Medien berichteten, dass der Vorsitzende der fundamentalistischen, israelischen Transfer­partei – der Nationalen Union – Avighador Vildman, seine Politik gegen die Araber in den 1948er-Territorien fortsetze. Er rufe dazu auf, sie von ihren Ländereien und aus ihren Häusern zu vertreiben. Mitglieder der Partei erklärten, dass sie Schilder auf den Hauptverkehrsstraßen aufstellen und Werbe­plakate verteilen würden, die dazu aufrufen, palästinensische Städte und Dörfer wie etwa Um El Fahem, Kufur Qassem und andere, die innerhalb der 1948er-Grenzen liegen, vor dem Rückzug aus dem Gazastreifen räumen zu lassen.

     

    Der Bürgermeister von Um El Fahem, Sheikh Hashem Abdel Rahman, verlangte, dass gerichtlich Klage gegen Vildman eingereicht und Ermittlungen gegen ihn eingeleitet werden sollen.

     

    Abdel Rahman sagt: „Dies ist nicht einfach nur ein rassistischer Aufruf“.

     

    Der Bürgermeister fährt fort: „Wir betrachten diese Aussagen als Aufruf für eine neue Nakba (Kata­stro­phe im Jahr 1948). Er spricht nicht nur über Um El Fahem, sondern auch über Galiläa und die Dörfer im Allgemeinen. Deshalb sehen wir zu, dass solche Erklärungen zurückgewiesen werden, und der Rassist sollte lokal und international verklagt werden, weil er dazu aufruft, die Grundbesitzer aus ihren Ländereien und ihren Häusern hinauszudrängen.“

     

    16.06.2005, Übers. v. Gabriele Al Dahouk

    Nakba-Tag 2006 - Aktivisten machen die arabische Geschichte Jerusalems lebendig - Neta Alexander - Neta Rotem, eine 23 jährige Studentin, steht neben der Kasse des Jerusalem-Theaters. Dutzende eilen an ihr vorbei, um an der Feier zur Preisverleihung der Schriftstellerin Nurit Zarhi (Yehuda Amihai lifetime achievement-Preis) teilzunehmen. Rotem verteilt Broschüren . Auf einer der Seiten steht: “Erinnerst du dich an die Kakteen, die du bei Wanderungen gesehen hast? Sie waren die Hecken rund um die palästinensischen Dörfer.“ Auf der anderen Seite findet man einen Überblick über die arabische Geschichte des Ortsteils (von Jerusalem) Talbieh, wo das Theater heute steht... mehr >>>

    Museum im Exil - Erinnerungen an die palästinensische Kultur vor 1948 - Andrea Bistrich und Chris Kleinert (Fotos) - Margi: Jedes Jahr wird der 14.Mai 1948 von Israelis als Freudentag ihrer Staatsgründung gefeiert. Für Palästinenser aber bedeutete die Umwandlung eines mehrheitlich arabischen Landes in einen mehrheitlich jüdischen Staat »die Katastrophe«: Al Nakba.   Zum Vergrößern Bild anklicken

    Al-Nakba:Refugees picture gallery

    Herzl starb zweimal - Yossi Sarid - Der Herzl-Tag liegt hinter uns; die staatlichen Feierlichkeiten und die gelehrten Symposien sind vorbei und hoch über dem Berg, der nach ihm benannt wurde, fragt der „Staatsvisionär“  nach dem Schicksal seiner Vision. Es wäre interessant, zu wissen, ob Binyamin Ze’ev (Theodor) Herzl damit einverstanden wäre oder ob er sich in seinem Grab umdrehen würde... mehr >>>

    Israeltage - Abschlusstag am 14. Mai  2006  Angewandte NLP  - Das Gerücht über Israel
     Sehr elegant wie man schon in der Überschrift Wirklichkeit in ein Gerücht, notwendige Kritik in Antisemitismus, Islamismus und Förderung des Terrors verwandelt. mehr >>>

    Al Nakba
    Pictures For Palestine Before and After Nakba
    nakba - photogallery

    Die Palästinenser, Israel und der Holocaust - von Gisela Dachs

    Gesellschaft für bedrohte Völker- 50 Jahre Israel - 50 Jahre Palästinensisches Flüchtlingsdasein

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