Meinungsfreiheit - Zensur - Lücken + Manipulation im
Nahostkonflikt
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Der israelische Innen-Geheimdienst Shin Bet foltert preisgekrönten Journalisten - John Pilger - Es ist höchste Zeit, daß das Regime, das den Gaza-Steifen, die Golan-Höhen, Ost-Jerusalem und das Westjordanland besetzt hält, von der Seite des Zeitenlaufs verschwindet. Das verdeutlicht John Pilger in seinem Beitrag für den Guardian vom 2. Juli 2008: From triumph to torture. Israel's treatment of an award-winning young Palestinian journalist is part of a terrible pattern. Die Übersetzung besorgte W.B. - Vor zwei Wochen überreichte ich einem jungen Palästinenser, Mohammed Omer, den Martha-Gellhorn-Preis für Journalismus 2008. Der Preis wird zur Erinnerung an die große USA-Kriegskorrespondentin an Journalisten verliehen, die Propaganda der Mächtigen enthüllen, oder "Gefasel der Offiziellen", wie es Gellhorn nannte. Mohammed teilt sich den Preis von 5.000 Pfund mit Dahr Jamail. Erst 24jährig, ist er der jüngste Preisträger. Im Text seiner Verleihungsurkunde heißt es: Jeden Tag berichtet er aus der Kriegszone, wo er selbst auch ein Gefangener ist. Sein Heimatland, Gaza, ist umzingelt, ausgehungert, angegriffen, vergessen. Er ist ein zutiefst menschlicher Zeuge einer der großen Ungerechtigkeiten unserer Zeit. Er ist die Stimme der Stummen - Als Ältestes von acht Kindern erlebte er, wie die meisten seiner Geschwister getötet oder verwundet oder zu Krüppeln gemacht wurden. Ein israelischer Bulldozer zertrümmerte sein Elternhaus, in dem sich die Familie aufhielt, und verletzte seine Mutter schwer. Und trotzdem, so sagt der frühere holländische Botschafter Jan Wijenberg, "ruft er auf zur Mäßigung, drängt die palästinensischen Jugendlichen, nicht Haß zu hegen, sondern Frieden mit Israel anzustreben >>>
Mißhandlung am Grenzübergang - Mel Frykberg (IPS), Gaza-Stadt/jW - Übergriff auf Mohammed Omer. Israel erwägt »Zerstörung von Häusern« >>>
When you shoot the messenger >>>
From triumph to tortures >>>
Award-winning Palestinian reporter 'abused' by Israeli security officers >>
Mohammed Omer beaten unconscious >>>
Mohammeds Homepage: "Rafah Today" >>>
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 A
pro-Israel group's plan to rewrite history on
Wikipedia
-
Report
- A
pro-Israel pressure group is orchestrating a secret,
long-term campaign to infiltrate the popular online
encyclopedia Wikipedia to rewrite Palestinian history, pass
off crude propaganda as fact, and take over Wikipedia
administrative structures to ensure these changes go either
undetected or unchallenged. 22.4.2008
Download CAMERA's emails [PDF
- 2.7 MB]
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Gesteuerte
Realitäten - Oliver Eberhardt
- Wie im
israelisch-palästinensischen
Konflikt versucht wird, Einfluss auf
die Berichterstattung zu nehmen -
Bilder, sagt man, sind eine Waffe.
Sie sind es, weil sie Meinung
bilden, in der internationalen
Arena; Meinung, die gebraucht wird,
um in Zeiten der Krise zwischen A
und B die internationale
Unterstützung zu bekommen, die
gebraucht wird, um das Maximum für
die eigene Seite heraus zu holen.
Und weil Bilder und Berichte - auch
Text vermittelt in gewisser Weise
Bilder - in Zeiten von Massenmedien
und öffentlichem Druck viel zu
wichtig sind, um sie dem Zufall zu
überlassen, wird inszeniert, wo es
nur geht, und das oft so, dass es
für Journalisten schwer ist, heraus
zu finden, wem genau sie da gerade
folgen >>> |
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Cameraman
down -
- André Marty -
Kaffe hat
er mir gemacht.
Mit zwei Löffeln Zucker, stark wie
die Sau. Der Protest des Foreign
Correspondent, sich schon selber
einen Kaffe einschenken zu können,
liess er nicht gelten. „You’re our
guest, my friend.“ Das war vor drei
Wochen im Büro von Reuters in Gaza.
Jetzt ist er tot. Fadel Shana,
23jähriger Kameramann, bei einem
israelischen Militärangriff
umgekommen. Das Video von seinem Tod
ging um die Welt: der Panzer feuert,
die Kamera läuft – dann wird’s
schwarz. Fadel hat seinen eigenen
Tod gefilmt.
Videos zum Tod des Kameramanns Fadel
Shana’a |
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Wir sind
unschuldig, wenn wir töten -
DOKUMENT DER WOCHE -
Yonatan
Mendel über israelischen
Journalismus -
In
Israels Medien ist es heute verpönt,
von Gaza oder der Westbank als "den
besetzten Gebieten" zu sprechen.
Stattdessen ist lediglich von "den
Gebieten" die Rede. Yonatan Mendel,
ehemaliger Korrespondent der
Nachrichtenagentur Walla,
beschreibt in einem Artikel für die
Zeitschrift London Review of
Books (Ausgabe vom 6. März
2008), wie israelische Zeitungen und
TV-Kanäle nicht nur auf viele
Euphemismen zurückgreifen, sondern
dank Disziplin und Selbstzensur eine
Realität widerspiegeln, die es so
nicht gibt. |
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Stecker
raus - who cares - André
Marty - Was sind wir schnell:
Der Chinese, Nordkoreaner, Myanmar,
oder afrikanische und arabische
Despoten ritzen die Pressefreiheit –
und die Medienmeute heult auf!
„Zensur“, „Diktatoren-Gehabe“,
schlimmer noch „Menschrechts-Verletzer“,
schallt’s und hallt’s durch die
Redaktionen. Heute war’s wieder mal
Zeit für das kollektive Aufheulen –
eigentlich. Denn der grösste
arabische Fernsehsender „Al Jazeera“
wird von einer Regierung
boykottiert. Keine Interviews mehr,
Visa der Journalisten sollen nicht
mehr verlängert werden. Denn „Al
Jazeera“ berichte einseitig, habe
Bilder gestellt. Schlimmer noch: "Al
Jazeera" stifte zum Terrorismus
an. Schwere Vorwürfe, die der Sender
samt und sonders zurück weist.
Dennoch, die Regierung friert ihre
Kooperation mit dem Sender ein.
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Schiss, Herr Korrespondent
- André Marty
- Robben die in Israel abends
in den Bunker zum Schlafen, fahren
in der kugelsicheren Weste zur
Arbeit? Und die im Gaza-Streifen,
wo's keine Bunker und viel Willkür
gibt? Wie hältst du das aus, wenn
neben dir ein Kind von einer Granate
zerfetzt wird, wenn du im
Krankenhaus filmst, wie die
Körperteile einzeln angeliefert
werden? Färbt eigentlich die Angst
vor dem nächsten Anschlag, vor dem
nächsten Luftangriff ab auf die
Arbeit, auf die Qualität der
Berichterstattung aus einem
Krisengebiet? Ja, ja, darüber redet
sich’s ungern, Journalisten schon
gar nicht >>>
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For German
media, Gaza is not an issue -
Assaf Uni -
MUNICH - No one
mentioned the Gaza Strip. The eight
senior reporters of Bayerischer
Rundfunk (Bavarian Broadcasting) sat
Tuesday facing Israel's ambassador
to Germany, Yoram Ben-Ze'ev. They
asked him about the special
relationship between the two
countries, the conflict with
Hezbollah and Iran's nuclear program.
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Liebesbriefe
- André Marty
- Sie kommen wieder, die Liebesbriefe.
E-Mails, vor Emotionen triefend, auf den Mann
und selten die Sache gezielt. Ware - aber nicht
zwingend wahre - Propaganda. Nach dem jüngsten
blutigen Anschlag in Jerusalem lanciert die
para-staatliche jüdische „Jewish Agency“, zuständig
für Immigration von jüdischen Menschen nach
Israel und eine jüdisch-zionistischen Erziehung,
eine „Informationskampage. Dadurch soll gemäss
Medienmitteilung "der Staat Israel und die Solidarität
mit seinem ständigen Kampf gegen den Terrorismus
unterstützt werden.“ Dazu wurden und werden
die schockierenden Bilder des Anschlags von
Jerusalem weltweit gezielt verteilt – und zwar
auf Wunsch von ganz oben. Denn diese Kampagne
wird unterstützt vom Medienbüro Premierminister
Olmerts, dem Government Press Office. „Israel
hat beschlossen, Vorteile aus dem blutigen Anschlag
zu schlagen, und eine aggressive Kampagne gegen
Hamas zu lancieren“, schreibt dazu die grösste
israelische Tagesszeitung, „Yedioth Ahronoth“. |
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Über israelischen
Journalismus
-
Yonatan Mendel
-
Vor einem Jahr bewarb ich mich bei Maariv,
einer israelischen Zeitung um den Job als
Korrespondent für die besetzten
Gebiete. Ich spreche arabisch und habe an palästinensischen
Schulen unterrichtet und an vielen gemeinsamen
jüdisch-palästinensischen Projekten teilgenommen.
Beim Interview fragte mich der Boss, wie ich
objektiv sein könne. Ich hätte doch zu viel
Zeit mit Palästinensern verbracht; ich sei doch
zu sehr zu ihren Gunsten ausgerichtet. Ich erhielt
den Job nicht. Mein nächstes Interview fand
mit Walla, Israels populärster Website, statt.
Dieses Mal erhielt ich den Job und ich wurde
Wallas Nahost-Korrespondent . Bald verstand
ich, was Tamar Liebes, die Direktorin des „Smart
Institute of Communication“ an der Hebräischen
Universität meinte, als sie sagte: „Journalisten
und Verleger sehen sich als Schauspieler innerhalb
der zionistischen Bewegung, nicht als kritische
Außenseiter.“ |
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Getötete Kinder als Titelfotos
-
Journalismus oder Propaganda? -
Susanne Knaul -Nachricht
oder politische Inszenierung: Fotos von getöteten Kindern
sind Usus in der Berichterstattung aus dem Gaza-Krisengebiet.
Wer macht die Bilder? |
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Israels Media Watchdog "Keshev"
Kriegsberichterstattung auf dem
Prüfstand - "War der
Krieg nötig?", fragt der
Journalist und Historiker Tom Segev
in der Tageszeitung Haaretz
und meint damit den Libanonkrieg von
2006 – Zwischentöne, die in den
israelischen Medien eher selten zu
vernehmen waren, so die NGO "Keshev".
Von Mona Sarkis |
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Herr
Kollege, Carsten Kühntopp, ARD Amman
- Andrè Marty - Carsten
Kühntopp, Du berichtest seit 2001
für den ARD-Rundfunk aus dem Nahen
Osten, zunächst fünf Jahre aus Tel
Aviv, nun seit anderthalb Jahren aus
Amman: wo lebt sich's denn besser,
in Israel oder Jordanien? (...) Es
war sehr eigenartig: Je länger ich
in Tel Aviv lebte, desto weniger
verstand ich die Israelis und ihre
Sicht der Welt. Nie hat Israel den
Marsch in die besetzten Gebiete
gestoppt, bis heute nicht – obwohl
ihnen das immer nur noch mehr Gewalt
und Unfrieden gebracht hat. Im Laufe
der Jahre fiel es mir auch immer
schwerer, die Dinge zu trennen: Am
Samstagvormittag bin ich gerne die
Strandpromenade von Tel Aviv
entlanggegangen. Aber während ich
zusah, wie junge Kerle
Beachvolleyball spielten oder ältere
Herrschaften beim Gordon-Schwimmbad
Volkstänze tanzten, musste ich immer
daran denken, welche Zustände ein
paar Kilometer weiter östlich unter
dem Regime der Besatzungsarmee
herrschten. >>> |
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Die
Bilder im Kopf lassen sich schwer
überschreiben - Gudrun Harrer -
Nachfolgetagung zur
Nahost-Frauenkonferenz 2007 in Wien:
Journalistinnen wehrten sich gegen
westliche Stereotype - Eine
Nachfolgetagung zur letztjährigen
großen Nahost-Frauenkonferenz
brachte in Wien Journalistinnen aus
dem Nahen Osten zusammen. Die
arabischen Frauen wehrten sich
kräftig gegen westliche Stereotype.
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Ein
höllischer Schrecken für die
Diktatoren - Die Journalistinnen
Randa Abul-Azm und Magda Abu-Fadil
im Standard-Interview über den
Alltag in arabischen Medien
-
"Irgendein Idiot" blockiert eine
Webseite zu Brustrekonstruktionen,
arabische Anchorleute wissen nicht,
wann sie ihre Meinung dazu sagen
sollen: Die Journalistinnen Randa
Abul-Azm und Magda Abu-Fadil
sprachen mit András Szigetvari über
den Alltag in arabischen Medien.
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Medienarbeit im Konfliktgebiet -
„Welcome to Gaza, my friend“ -
Von
Entführungen und Morddrohungen
bedroht sind Medienschaffende, die
in Palästina arbeiten. Immer mehr
News-Organisationen verzichten
deshalb auf Reisen in die
palästinensischen Gebiete. Aber auch
der Staat Israel schikaniert
JournalistInnen. Von André Marty |
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Faule Floskeln in Nahost
- Harald Staun -
Bestechungsgelder, eine Sammlung von
Floskeln oder Steine, die nur für
die Kameras als Inszenierung
geworfen werden: Die "Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung"
berichtet über das Buch des
niederländischen Journalisten
Luyendijk, das das Bild von der
Arbeit der Nahost-Korrespondenten
erschüttert. |
"Schon unser
Vokabular ist
parteiisch"
- Die
Nachrichtenindustrie
schafft eine
künstliche
Medienwelt, die
nichts mit der
realten Welt
gemeinsam hat,
meint der
holländische
Auslandsreporter
Joris Luyendijk.
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Der mediale Kampf um die
Opferhaltung - Karin Wenger - In
einer Krise wie der anhaltenden
zwischen Israel und dem Libanon sind
die Medien Match-entscheidend im
Ringen um die öffentliche Meinung.
Beide Konfliktparteien versuchen
sich als Opfer darzustellen. Israels
Pressestelle ist durch lange Jahre
der Konflikterfahrung in diesem
Versuch besonders geschickt. |
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Wir zielen auch auf
Zivilisten
-
Idan Landau -
Die Ziele, die die
israelischen Waffen im
Visier haben, sind nicht
hehrer, als die der
palästinensischen
Rohrbomben. Die
Al-Sanabal-Fernsehstation in
Nablus hätte fast einen
Exklusiv-Bericht in dieser
Woche ausgestrahlt: die
Eliteeinheit der
Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden
überfiel in der Küstenebene
einen israelischen
Militärrüstungsbetrieb und
entdeckte dort ein
raffiniertes Waffenlabor.
Die Waffen, die dort
konfisziert wurden,
schließen 300 Raketen für
Helikopter, 20 t Plastik-
Explosivstoffe, kugelsichere
Bulldozer und sechs Merkava
4 Panzer mit ein. Der
Bericht, der beinahe
ausgestrahlt worden wäre,
bemerkte, dass dies eine
Strategiebalance gegenüber
dem Waffenlabor wäre, das in
Nablus bei dem
Militärüberfall entdeckt
wurde. Dort hätte das
Militär 5 Rohrbomben, eine
LAW-Rakete, ein großes
Sprengstoffgerät und vier
Säcke Dünger entdeckt, die
zum Bombenbau Verwendung
finden. Wie bemerkt, wurde
der Bericht nicht
ausgestrahlt. Nicht nur,
weil Israels
Militärrüstungslabor gar
nicht entdeckt worden war,
sondern auch weil Al-Sanabel
außer Funktion gesetzt
wurde. Die IDF verhaftete
den Stationschef und
konfiszierte seine ganze
Fernseh-Ausrüstung. Warum
überfällt die IDF
Journalisten und die
Medienausrüstung? Dies
scheint eine irrelevante
Frage zu sein und in der
augenblicklichen Situation
fast unmoralisch. |
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Die Berichterstattung über den Nahen Osten
oberflächlich und verzerrt -
Robert Fisk - Journalisten
im „Westen“ sollten sich großer Schuld bewusst sein, weil
vieles, was sich im Nahen Osten abspielt, mit ihrer
Leichtgläubigkeit zu tun hat, die als fiktive Version der
Ereignisse verkauft wird. Ihren ständigen Hinweis auf einen
„Zaun“ anstelle eine Mauer, auf Siedlungen oder
Wohngegenden anstelle von (jüdischen) Kolonien, ihre
Beschreibung der Westbank als „umstrittenes“ statt besetztes
Gebiet, hat eine oberflächliche Art des Berichtes über den
israelisch.-palästinensischen Konflikt hervorgebracht. |
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Zensur, Gefägnis, Folter
- Pressefreiheit – wie Israels Rgierung sie sieht“ - Peter Kleinert und Michael Opperskalski |
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Journalisten in Kriegsgebieten -
Tödliche Grauzone
- Angesichts
immer komplexer werdender
kriegerischer Auseinandersetzungen
stellt sich seit langem die Frage
nach der Sicherheit von Journalisten
in Kriegs- und Krisengebieten. Es
ist eine tödliche Grauzone, in der
sich Journalisten und Medienarbeiter
immer wieder bewegen. Von Petra
Tabeling
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Foreign Press Association verurteilt
Übergriffe auf palästinensische Journalisten
Medienorganisation beklagt Übergriffe
israelischer Soldaten
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| Übergriffe auf Journalisten durch die IDF
und jüdische Siedler |
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«Brauchen Sie eine
Idee für eine Geschichte?»- Journalistische
Erfahrungen in Israel und den besetzten
Gebieten -
Wer
als Journalist aus den Konfliktzonen
in Palästina berichten will, bewegt
sich ständig auf heiklem Gelände. Was
dies konkret bedeutet, schildert im
Folgenden Karin Wenger.
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Unerwünschte
Bilder? - Israel feuert auf Journalisten
- Wie AP am Sonntag berichtete,
feuerte ein israelisches Kampfflugzeug
in der Nacht zum Sonntag im Gaza-Streifen
zwei Raketen auf ein klar markiertes
Fahrzeug der Nachrichtenagentur Reuters.
Dabei wurden 5 Menschen, darunter zwei
Journalisten, verletzt.
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Brief aus Israel
25.8.06
- Das israelische
Bildungsministerium und die entsprechende
Stellung beim Militär haben vor, ihre
Präsenz an Sekundarschulen zu verstärken.
In der Presse wird von einigen vorgesehenen
Maßnahmen berichtet, z.B. bereits in
den 10. Klassen SchülerInnen zu identifizieren,
die weniger wahrscheinlich bereit sein
werden, ins Militär einzutreten, und
sie durch "erzieherisches und militärisches
Personal " zu "begleiten".
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Frequently Asked Questions
Welche Bilder zeigt
die Tagesschau? |
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13.08.06 - "Nicht der
Krieg, die Verbrechen, die Fotos sind
das schreckliche und falsche"
- Oder auch: "das mit der
demokratischen Meinungsvielfalt
werden wir schon regeln"....
- Natürlich darf im Konzert der Rechtfertiger
dieses Krieges Honestly Concerned (Sacha
Stawski) nicht fehlen. Liest man die
neue "Sonderausgabe", glaubt man, der
Überfall Israels, das töten, die Vertreibung
der Menschen, die Zerstörung der Infrastruktur
und Häuser sei eine Erfindung der "Antisemiten = Kritiker
Israels".
(Wenn es sich jemand antun will, die
versandte Mailingliste ist noch umfangreicher.
Sie kann bei mir angefordert werden)
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Sonderseite Tragödie in Kana - Wer manipuliert?
11.7.2006 - Seltsamerweise scheint es für einige
Leute akzeptabel zu sein, andere Menschen
umzubringen, jedoch - um mit "Zapp"
zu sprechen - "zynisch", die Opfer der
Öffentlichkeit zu zeigen.
Arne Hoffmann
Die entsprechende Zapp Sendung - Video
Da wir gerade beim Thema
sind:
Die Opfer, die BILD
bringt (1)
Die Opfer, die BILD
bringt (2)
(gefunden
bei
Arne Hoffmann)
Pervers ist, was ein gewisses Netzwerk
aus diesen Meldungen macht. Da entstehen
mehr als fragwürdige Verschwörungstheorien:
"so arbeitet ein
zynischer Regisseur des Todes." Liest
man dies, könnte man glauben, nicht
die Israelis zerstören den Libanon,
haben schon mehr als 1000 Menschen dort
getötet. Es ist (wie sie meinen) eine
Inszenierung der Hisbollah, hier vertreten
durch Salam Daherzehn. 'Wenn sie den wenigstens schweigen würden, die Verteidiger
von Terror, Mord, Zerstörung.
Genüsslich verlinkt auch in der sogenannten
"Achse der Guten" von Henryk M. Broder:
10.8.06 -
Offenbar in dem Bestreben,
die Folgen des israelischen Angriffs
auf den Libanon als weniger fürchterlich
erscheinen zu lassen, kam es in der
islamfeindlichen deutschen Bloggerszene
in den letzten Tagen immer wieder zu
Unterstellungen, bestimmte Berichte
seien massive israelfeindliche Medienmanipulationen.
- Arne Hoffmann
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Warum
Hohmann geht und Friedman bleibt
- Arne Hoffmann
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Israel erwägt zweiten Boykott gegen BBC 11.8.2006 |
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Durch den Reifen springen - "EMBEDDED"
- Korrespondenten dürfen nur unter Auflagen
aus den von Israel besetzten
Gebieten berichten - wenn überhaupt
- Jonathan Cook
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»Der mediale Kampf um die
Opferhaltung.«
- von Karin Wenger
erschienen bei "inamo" - [pdf]
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MEDIENBETREUUNG IN ISRAEL - All-inclusive-Paket für
Kriegsberichterstatter
- Aus Israel
berichtet Matthias Gebauer - Propaganda
gehört zu einem Krieg wie Bomben und
Soldaten. Wie professionell Israel ausländische
Journalisten umsorgt, ist trotzdem beachtlich.
Viele lassen sich auf die umfassend
betreute Berichterstattung ein.
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Handys im Libanon-
Psychokrieg per Telefon
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Das Schweigen Europas - Ein Plädoyer
im Interesse Israels -
Judith Bernstein
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IAK-Studie „NY
Times“-Berichterstattung „verzerrt“ |
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Telearbeit an
der israelischen Mauer
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Another Escalation
from the Palestinians - Israeli "Retaliation" and Double
Standards
- By JONATHAN COOK
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Information:
Das Web ist eine
"riesige Informationsquelle"
-
Das Pentagon will eine Suchmaschine
für wichtige und aktuelle
Informationen in Blogs entwickeln
und bezeichnet dies als
"Informationsradar, um das
Informationsschlachtfeld besser zu
verstehen" - Florian Rötzer
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Amira Hass ist die einzige jüdisch-israelische
Journalistin, die in Palästina lebt. |
Zum
darüber Nachdenken...........
Zusammen mit dem Ausseministerium
Israels bietet der Ambassador-Kurs
einzigartige Instruktionen für:
wie wird man
ein selbstbewusster Sprecher
für Israel bei jeder offiziellen
oder inoffiziellen DiskussionTeilnehmer lernen
über die Tatsachen des Konfliktes,
entwickeln Werkzeuge um die
palästinensische Propaganda
zu verstehen / Medienvorurteile,
und erlernen die Möglichkeiten
mit denen man für Israel sprechen
kann...."
Quelle
Link: http://www.jacontact.org/courses/is-am/
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Der Nahost-Konflikt
und die Medien
- Eine Kritik von Dr. Viktoria Waltz*
(Universität Dortmund) -
Wussten Sie, dass die deutschen
Journalistlnnen in der Region,
natürlich akkreditiert in
Israel, eine Verpflichtung
unterschreiben, nichts gegen
die Interessen und die Sicherheit
Israels zu schreiben? Ahnen
Sie, dass das einer Selbstverpflichtung
zum Maulkorb gleichkommt?
... mehr >>>
Ein Journalist: "
Was
alle Journalisten hier
unterschreiben müssen
ist, dass sie der
Sicherheit Israels nicht
schaden und sich
deswegen den
Zensurbestimmungen
unterwerfen.
Anti-israelisch – pro-israelisch – der
Nahostkonflikt in den
deutschen Medien -
Dr. Bettina Marx (...) die ausländischen
Berichterstatter werden
in Israel, zumindest bei
den offiziellen Stellen,
gemeinhin als feindselig
und anti-israelisch
angesehen. Man wirft
ihnen einseitige
Parteinahme für die
Palästinenser vor und
mangelndes Verständnis
für Israel, das von
einer feindlichen
arabischen Welt umgeben
sei und sich in seiner
schieren Existenz
bedroht sehe.
Nahostberichterstattung
- Sabine Schiffer -
(pdf Datei) Eine neutrale Analyse zur
Nahostberichterstattung gibt es nicht. Während etwa
der Medientenor behauptet, die
Israelberichterstattung sei vor allem
antiisraelisch, behauptet die Glasgow University
Media Group genau das Gegenteil. Beide führen
prägnante Beispiele vor und der Unterschied liegt
nicht darin, dass in Großbritannien die
Berichterstattung pro-israelisch, in Deutschland
pro-palästinensisch ausfallen würde. Und wie so oft
stürzen sich gleich bestimmte Meinungsträger auf das
jeweils opportune Ergebnis und trachten damit ihre
eigene subjektive Position zu belegen. Dies
entspricht dann genau dem, was man dem jeweils
anderen vorwirft, die Selektion bestimmter Fakten
und deren Verallgemeinerung, während gleichzeitig
andere Fakten aktiv ausgeblendet werden.
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ARD-Kameramann in Gaza
wieder frei
- Von der Hamas gefoltert -
Michael Hanfeld - Die ARD
hat bestätigt, dass ihr
palästinensischer Kameramann
Sawah Abu Saif, der am
Samstag im Gazastreifen von
der Hamas festgenommen
worden war, in der Nacht zu
Donnerstag auf freien Fuß
gesetzt worden ist. Sein
Zustand ist, wie der
Studioleiter der ARD in Tel
Aviv, Richard C. Schneider,
sagte, schlecht. Er befinde
sich nun im Krankenhaus.
„Abu Saif wurde während
seiner Haft gefoltert.
Details möchten wir aus
Sorge um Abu Saif und seine
Familie nicht weiter
nennen“, sagte Schneider.
„Abu Saif wurde über die
Arbeit der ARD ausgefragt.
Man wollte alles über die
Mitarbeiter und
Korrespondenten wissen, und
warum die ARD ,so negativ'
über die Hamas berichte.
Feige -
Hamas verschleppt
ARD-Kameramann >>> |
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Apartheid und die Mauer: Zwei überwunden
geglaubte WELT-ÜBEL feiern Wiederauferstehung
Von Rupert Neudeck -
".....Die Kontrolle
der Palästinenser, aber auch der Besucher
von außen wird immer heftiger und ausgefeilter.
Übrigens auch auf dem neuen Ben Gurion
Flughafen Tel Aviv. Das erste Mal werden
wir ausdrücklich nach den Info-Papieren
gefragt, die wir bekommen haben, nach
den Büchern, die wir nicht gekauft sondern
geschenkt bekommen haben. Vor der Kontrolle
des Koffers fragt mich die nette Geheimdienstfrau
am Sicherheits-Check vor dem Flughafen,
wo ich die Papiere von der UNRWA über
das Disengagement auf dem Gaza Streifen
verpackt habe, im Koffer oder im Handgebäck?
Ob wir alle Papiere in Israel oder in
den besetzten Gebieten bekommen haben?
„Nein“, sage ich, weil ich ja auch einige
mitgenommen habe aus Deutschland. Ob
ich „Geschenke“ mitgenommen habe? Ich
sage: „Nein“. Dann zieht das blutjunge
Mädchen ein Buch heraus. Ob ich die
in Israel gekauft habe? „Nein, die hat
mir die Ghada Zeidan in Bethlehem gegeben.
Es ist ein Polittouristisches schönes
Buch über „Palestine and the Palestinians“.
Dann sagt die Dame, als ich ihr erkläre,
dass ich das Buch nicht gekauft, sondern
bekommen habe: „Dann ist das also doch
ein Geschenk!“ Als ob es nicht zwischen
dem Kauf von Büchern und dem „Geschenk“
eine ganze Palette gäbe.
Kurz, man fahndet in Israel jetzt auch
nach Papieren und Büchern und schaut
die sich genau
an, die man mitbekommen hat. Das war
auch der einzige Grund, weshalb ich
und andere in unserer europäischen Delegation
den Koffer öffnen mussten.
Auch schändlich anzusehen, wie ein sein
ganzes Leben nur friedfertiger Mensch
wie der irische Ex-Kultusminister Michael
Higgins hochnotpeinlich nach seiner
Reise befragt wird am Flughafen, wie
ein kleiner Junger steht er da vor einem
Mädchen, das penibel alles aufschreibt.
.....
Quelle
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Hürden und Lücken, Zensur und Selbstzensur
-
„Viele Zeitungen
zeichnen ein Schwarz-Weiß-Bild. Grautöne
kommen ebenso wenig vor wie Hintergründe
oder der Alltag der Menschen. Für Positives
ist gar kein Platz.“ Der Entwicklungshelfer
Stefan ärgert sich über die Art, wie
deutsche Medien den Nahostkonflikt darstellen.
Seinen Nachnamen will er nicht nennen.
Der Mittdreißiger hat in den palästinensischen
Gebieten die Intifada erlebt, mit weit
über 100 Tagen unter Ausgangssperre.
Bald begann er, in Rundbriefen an Verwandte
und Freunde das zu berichten, was die
Medien seiner Meinung nach übersahen,
wegließen, ausblendeten. Keine Hintergründe
– und das, obwohl sich in diesem Landstrich,
so groß wie Hessen, weltweit die meisten
Journalisten pro Quadratkilometer tummeln,
angeblich allein achthundert feste Korrespondenten,
die Sonderberichterstatter gar nicht
mitgerechnet. Der Entwicklungshelfer
lobt die Berichterstattung der Neuen
Zürcher Zeitung. Deren Korrespondent
hat seinen Standort allerdings in Zypern
und deckt den gesamten Nahen Osten ab.
Keine Seltenheit. Korrespondenten betreuen
mehrere Länder und sind oft nur für
wenige Stunden am Ort, über den und
dessen Bewohner sie schreiben. Viele
sprechen die Landessprachen, wenn überhaupt,
nur unzureichend, so die Erfahrung von
Stefan. Und kein ausländischer Journalist
wohne in den palästinensischen Gebieten,
nicht einmal in Ost-Jerusalem. „Wie
will da ein Journalist Ahnung vom Alltag
der Palästinenser haben? Von Ausgangssperren,
Razzien, Kontrollpunkten, Invasionen
des Militärs?“ Diesen Alltag kennen
– und da dürften sie eine Ausnahme unter
den nichtarabischen Journalisten sein
– zwei Israelis. Amira Hass, die im
palästinensischen Ramallah lebt, sowie
Gideon Levy, Sohn von Holocaust-Uberlebenden.
....
mehr >>>
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Der Bock als Gärtner - Israels Pressefreiheit
gerät in Verruf -
Wenn aber der Beamte, der die Aufgabe
hat, den ausländischen Medien ein Bild
von Israel zu vermitteln, diese erwähnten
Meinungen nicht bloß teilt, sondern
tatkräftig verbreitet, wird es ernst.
Denn es schadet Israel. Der fragliche
Mensch heißt Danny Seaman und ist Pressesprecher
der Regierung. Das Interview, das Seaman
kürzlich der Wochenzeitung "Kol Ha'ir"
gab, könnte als Anleitung in der Kunst
dienen, wie man sich Feinde schafft
und an Einfluß verliert. Seaman scheint
wie besessen von einem tiefen Haß und
noch tieferer Verachtung für die ausländischen
Medienvertreter, mit denen zusammenzuarbeiten
doch seine Aufgabe wäre.
Wenn das Vorgehen der israelischen Armee
und eines Teils der Siedler in den besetzten
Gebieten in Medienberichten nicht immer
gut wegkommt, so liegt das nach Seamans
Auffassung daran, daß die ausländischen
Fernsehstationen in Jerusalem gezwungen
werden, palästinensische Mitarbeiter
einzustellen. Diese würden bestimmen,
was gesendet wird. Seaman prangert speziell
Associated Press und Reuters an, die,
zu seinem Verdruß, "Millionen von Menschen
in der ganzen Welt mit Information versorgen".
Dasselbe gilt für die großen Fernsehsender
CNN, BBC, ABC und CBS. Auch die Presse
bekommt ihr Fett ab. Seaman klagt besonders
die europäische Presse an. "Deren Korrespondenten
berichten Verleumdungen über Israel,
als wären es Fakten. Die Fahrlässigkeit
der Berichterstattung trägt zu dem Antisemitismus
bei, der sich in Europa ausbreitet.
Diese Leute müßten ein schlechtes Gewissen
haben."
Auf Seamans Abschußliste stehen namhafte,
angesehene Journalisten aus Europa und
Amerika, darunter auch Lee Hockstader
von der "Washington Post". Der Regierungssprecher
weiß natürlich, wie man mit solch unangenehmen
Typen umgeht. "Nein", sagt Seaman, "wir
nehmen ihnen den Presseausweis nicht
ab, schließlich sind wir ein demokratisches
Land. Wir boykottieren sie einfach."
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Die Verpflichtungserklärung deutscher
Journalisten in Israel
- "Wussten
Sie, dass die deutschen Journalistlnnen
in der Region, natürlich akkreditiert
in Israel, eine Verpflichtung unterschreiben,
nichts gegen die Interessen und die
Sicherheit Israels zu schreiben? Ahnen
Sie, dass das einer Selbstverpflichtung
zum Maulkorb gleichkommt? Würden Sie
denken, daß deutsche Journalisten und
Medien derart ‚käuflich' oder einschüchterbar
sind, dass sie Tatsachen unterschlagen,
zu späten Nachtzeiten senden, ja alles
tun, um die Wahrheit nicht allzu schrecklich
zu übermitteln und sowieso eher aus
israelischen denn aus palästinensischen
Quellen schöpfen und damit weder dem
Neutralitätsgebot noch dem Informationsgebot
nachkommen? Nicht, weil man aus dem
Faschismus nichts gelernt hätte, sondern
weil man nicht zulassen will, was nicht
sein darf?
In Palästina ist die Hölle los, jedes
Kind weiß inzwischen, dass es nur eine
Lösung geben kann: Rückzug der Israelis
aus allen besetzten Gebieten und zwei
Staaten in den Grenzen von 1947/48,
was schon einen palästinensischen Verzicht
auf 2/3 des einst von ihnen belebten
Landes Palästina bedeutet. Und was tun
unsere Medien und unsere Politiker?
Sie fordern seit einem Jahr Gewaltverzicht
von den Palästinensern zu allererste
von denen also, die vor allem ihr Recht
auf Unabhängigkeit nach mehr als 50
Jahren einklagen, sie, die nicht für
den deutschen Massenmord an den europäischen
Juden verantwortlich sind. Sind Regierung
und Medien derart verstrickt und selbst
imperial gepolt, dass es auch ihnen
im Nahen7Mittleren Osten nur um die
Sicherung des Schmier-Öls für die europäische/amerikanische
Wohllebens-, Industrie- und Rüstungsmaschinerie
geht - koste es was es wolle?
Die Palästinenserlnnen fragen sich heute,
wo bleiben die deutschen Joumalistlnnen,
warum kommen sie zu keiner unserer Pressekonferenzen?
Warum erfahren die Deutschen am allerwenigsten
in ihren normalen Infortmationsquellen
etwas über die Beweggründe, Hintergründe
der Palästinenser, über die groß angelegten
Menschenrechtsverletzungen und Genfer
Konventionsverletzungen jetzt und seit
50 Jahren, auch während des sogenannten
Friedensprozesses bis zur Initfada?...."
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IAK-Studie
„NY Times“-Berichterstattung
„verzerrt“ -
Eine in Amerika herausgegebene
Studie, die sich mit der Berichterstattung
der amerikanischen Tageszeitung
New York Times über den israelisch-palästinensischen
Konflikt befasst, legt offen,
dass die Times der Berichterstattung
über israelische Tote sieben-
bis zehnmal mehr Bedeutung beimisst
als jener über palästinensische
Opfer.
Die Studie mit dem Titel
„Off the Charts“
wurde von der gemeinnützigen
Organisation If Americans
Knew (falls Amerikaner
wüssten) IKA durchgeführt,
die sich auf Medienanalysen
spezialisiert hat.
If Americans Knew wies aus, dass im Jahre
2004, als innerhalb eines bestimmten
Zeitraumes acht israelische
Kinder und 176 palästinensische
Kinder getötet wurden – ein
Verhältnis von 8 : 22 – Times-Überschriften
und Leitartikel über die toten
israelischen Kinder 6,8mal mehr
als über die getöteten palästinensischen
Kinder berichteten.
Eine einmonatige Unterstudie
belegte, dass dieses Missverhältnis
noch zunimmt, wenn der gesamte
Artikel analysiert wird. Den
erwähnten getöteten israelischen
Kindern wird (aufgrund von Wiederholungen
der Toten, über die in den vorausgegangenen
Tagen schon einmal berichtet
wurde) 10mal mehr Bedeutung
als den getöteten palästinensischen
Kindern zugemessen.
Die Berichterstattung über Tote
jeglichen Alters zeigte eine
ähnliche Verzerrung – obwohl
sie in der Studie eine weniger
dramatische Schieflage ergab.
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Der Bock als Gärtner - Israels Pressefreiheit
gerät in Verruf
- In regelmäßigem Abstand klagen israelische
Regierungsvertreter, Diplomaten und
einfache Leute über die angeblich schlimme,
ungerechte, voreingenommene Berichterstattung
der ausländischen Medien. Während der
vorangegangenen Intifada waren viele
Autos mit Aufklebern zu sehen, welche
die "feindselige ausländische Presse"
anprangerten.
Derlei habe ich während der jetzigen
Intifada nicht beobachtet, an der Einstellung
hat sich jedoch nichts geändert: "Alle
sind gegen uns, alle berichten nur über
das angebliche Leid der Palästinenser
(tatsächlich: das "angebliche" Leid),
sie interessieren sich einen Dreck für
uns, für unsere Männer, Frauen und Kinder,
die bei palästinensischen Terroranschlägen
getötet oder verstümmelt werden."
Warum? Das ist doch klar, im Grunde
sind es durchweg Antisemiten, besser
gesagt: Judenhasser. Wenn man darauf
hinweist, daß die meisten ausländischen
Journalisten in Israel faktisch Juden
sind, dann, so die ausweichende Antwort,
sind es eben typische Fälle jüdischen
Selbsthasses. Diese Reaktion ist nichts
Neues. Sie geht zurück auf die klassische
Tradition, den Überbringer schlechter
Nachrichten zu töten. Man könnte auch
sagen: Es hilft nichts, den Spiegel
zu zerschlagen, wenn einem das Bild
nicht gefällt, was man darin erblickt.
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Wieviel freie Meinungsäußerung verträgt
"die einzige Demokratie im Nahen Osten"?
-
"Auch JournalistInnen müssen sich mit einer kritischen Berichterstattung
zurückhalten. Nur wenige berichten
beispielsweise
über die furchtbaren Lebensbedingungen
der PalästinenserInnen in den besetzten
Gebieten. Von Dalia Sarig
Israel befindet sich in einem Spannungsfeld
zwischen seinem Selbstverständnis, "einzige
Demokratie im Nahen Osten" zu sein,
und der Einengung der Meinungsfreiheit
als elementarer demokratischer Wert.
Obwohl die freie Meinungsäußerung nicht
durch gesetzliche Regelungen eingeschränkt
wird, herrscht in Israel ein Klima der
Intoleranz und Engstirnigkeit KritikerInnen
aus den eigenen Reihen stehen immer
weniger Freiräume zur Verfügung, ihre
Meinung zu äußern. Wer mit seiner Kritik
den "nationalen Konsens" in Frage stellt,
muß damit rechnen, unter Beschuss zu
geraten.....mehr >>>>
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Tödliches Versehen"
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TAZ vom 7.2.2004
-
Gegen vier Uhr morgens
kamen die Soldaten, erinnert sich Mustafa
Kuassas. Sie stürmen das Haus der Familie
Kuassas, im Rafadia-Viertel in Nablus,
der drittgrößten palästinensischen Stadt
im Autonomiegebiet. Sie befehlen dem
26-jährigen Abdel Afur, in den Garten
zu kommen, und konfrontieren ihn dort
mit einem kurz zuvor verhafteten Palästinenser.
"Kennst du den Mann?" - "Nein." Daraufhin
schießen ihm die Soldaten ins Bein.
Sie fragen noch einmal, ob Abdel Afur
den Palästinenser kenne. "Nein", antwortet
er wieder, und diesmal schießen sie
ihm in die Hüfte. Sein Bruder Mustafa
steht währenddessen am Fenster, so erzählt
er später, und beobachtet die Szene.
Ein Kommandant kommt zu ihm, ergreift
seinen Arm und zieht ihn aus dem Haus.
"Ich sollte mir ansehen, was sie mit
meinem Bruder machen. Sie sagten, er
hätte Waffen versteckt." Wieder fragen
die Soldaten Abdel Afur nach dem Palästinenser.
Nach dem dritten Nein "setzt ihm ein
Soldat das Gewehr unmittelbar an den
Mund und drückt ab". So weit die Schilderung
von Mustafa Kuassas. Abdel Afur ist
der jüngste Fall von insgesamt 18 Todesopfern
einer israelischen Militäroperation,
die Ende Dezember begann. Die Aktionen
konzentrieren sich auf die Stadt Nablus,
ein Zentrum palästinensischen Widerstands.
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Anmerkungen zur
DISS-Studie
Aufblähender
Abwehrzauber -
Die
Studie zum "Antisemitismus" deutscher
Zeitungen - Glaubt
man Teilen der deutschen Medien, so
leben wir in wahrhaft schlimmen Zeiten:
Jeden Tag eskaliert der neue deutsche
Antisemitismusstreit auf eine höhere
Stufe. Erst musste nur Möllemann als
Populist enttarnt werden, der nicht
einmal vor der Instrumentalisierung
antisemitischer Ressentiments Halt macht.
Dann enthüllte Frank Schirrmacher letzte
Woche in der "FAZ", dass Martin Walsers
noch unveröffentlichter neuer Roman
eine mit dem Hass-Repertoire der Antisemiten
spielende Mordfantasie sei. Mit Ausnahme
der "Süddeutschen Zeitung" schickten
sofort alle wichtigen deutschen Zeitungen
ihre Erregungsfeuilletons in den Überbietungswettbewerb
um die steilste Empörung. Und jetzt
sollen wir auch noch annehmen, dass
die Entrüstung der deutschen Intelligenzblätter
über antisemitische Umtriebe in deutscher
Politik und Kultur nur raffinierte Tarnung
ist.
Denn am 31. Mai legte das American Jewish
Committee in Berlin die 35 Seiten umfassende
Kurzfassung einer Studie vor, die das
"Duisburger Institut für Sprach- und
Sozialforschung" (DISS) erstellt hat.
Die Duisburger Forscher haben "die Nahost-Berichterstattung
zur Zweiten Intifada in deutschen Printmedien
unter besonderer Berücksichtigung des
Israel-Bildes" untersucht und herausgefunden,
dass die dabei geprüften Texte "oftmals
dazu geei | |