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"Chefredakteur"
Sacha Stawski
Netzwerkrecherche - Sendung Zapp
20.6.2004
Thema: Schmaler Grat - Journalisten zwischen Israelkritik und
Antisemitismus
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Hans Leyendecker:
(Süddeutsche Zeitung):
„Mir wurde Antisemitismus vorgeworfen,
was ungeheuerlich ist. Und je
mehr ich mich wehrte, um so
heftiger wurden dann die Reaktionen
darauf. Ich hatte erst gar nicht
verstanden, was da stattfand.
Ich dachte, da haben die Leute
etwas missverstanden. Bis ich
dann merkte, es war eine gelenkte
Aktion, die nun tatsächlich
auch einschüchtern sollte.“
- Hansl
Leyendecker - Süddeutsche Zeitung
(Die Anhänger von HC beanstandeten
einen Satz in einem seiner Artikel.)
mehr >>> |
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Die hier nachfolgenden Mailinglisten sind stark
gekürzt worden, beschränkt sich auf das zitieren
von Textausschnitten. Die Auslassungen sind an den Punkten
...... zu erkennen. Die Mailingliste ist
nur
teilweise online zu lesen. Es ist auch meistens
unüblich, das die Jagdaufrufe online zu lesen sind, sie
tauchen nur nur in der versandten Mailingliste auf. Der
Videomitschnitt ist nicht mehr erreichbar. So können die
Selbstzeugnisse von Sacha Stawski und den Mitgliedern
der Mailingliste für sich sprechen.... E.
Arendt
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Am Sonntag, dem 20.6.2004 war beim NDR die Sendung
ZAPP zu sehen. Unter anderem wurde über das
Thema "Israelkritik oder Antisemitismus - wie
weit dürfen die Medien gehen?" diskutiert. Hier
gab Sacha Stawski ZAPP ein Interview,
anschließend war er noch "Gast" bei der Podiumsdiskussion
beim
NDR
Netzwerk Recherche (pdf)
Besser wie es Sacha Stawski immer
wieder selber macht, kann man nicht das
fehlende Niveau, seine wahren Absichten
aber auch nicht
seine Umfeldes präsentieren. Er blamiert sich immer
noch am besten selber
, demonstriert die Ebene auf der er sich
bewegt und mit gleichgesinnten
trifft... Man sollte genauer hinschauen und
es wahrnehmen.
Die Nachfolgenden Texte sind Auszüge aus
den Mailinglisten von Honestly Concerned,
Selbstdarstellungen des "Chefredakteurs"
Sacha Stawki. Wenn man hinter den Zeilen
liest wird einem bewusst was geschah. Um
fair zu sein sprechen weitgehenst die
Beteiligten selber, so Sacha Stawski
über den Ablauf:
Honestly Concerned meldete am 5.6.2004 :
Bitte unbedingt anschauen: ZAPP (NDR), Sonntag, 6.6.2004 um 23.15 Uhr!!!!!
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Liebe Freunde,
Bin gerade aus Hamburg von einer Podiumsdiskussion beim NDR Netwerk Recherche (http://netzwerkrecherche.de/dokumente/programm_nrjahrestagung2004.pdf) zurückgekommen. Es war eine Katastrophe... Eine Diskussion vor 200+ Journalisten, die sich die ganze Zeit primär darauf konzentrierte uns als Organisation darzustellen, die angeblich versucht jeden Israelkritiker mit unfundierten Briefen als Antisemiten und Volksverhetzer abzustempeln. (...) Des weiteren gab es einen "Überraschungsgast", den man mir bis zur letzen Minute vorenthalten hatte (und der erst in dem am Abend verteilten Programm mit aufgelistet war, nicht aber in dem vorab veröffentlichten Programm), und der wahrscheinlich ein Grund für mich gewesen wäre nicht an der Diskussion teilzunehmen: Abraham Melzer von semit.net - ein alter "Freund" von HC ( - ein Freund a la Finkelstein und Uri Avneri).(...)
Ich habe mein bestes gegeben. Es tut mir leid, wenn dieses vielleicht nicht gut genug war. Der PR Effekt dieser Veranstaltung ist sicher enorm für Honestly-Concerned, aber ob dieser positiv ist, bleibt abzuwarten. Da Honestly-Concerned das ist was wir alle daraus machen, sollte aber jeder über unsere "Publicity" informiert sein und willig sein ggf. mit eigenen Worten darauf zu reagieren. Egal was ihr aber tut oder nicht tut: Bitte bleibt kurz, bündig, sachlich und auf keinen Fall emotional.
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Sacha Stawski,
"Chefredakteur" von Honestly-Concerned
"schreibt am 5.6.04 in einem Klagebrief
an seine Brüder im Geiste...
"Liebe Freunde,
Bin gerade aus Hamburg von
einer Podiumsdiskussion beim NDR Netwerk Recherche
(http://netzwerkrecherche
zurückgekommen. Es war eine Katastrophe...
Eine Diskussion vor 200+ Journalisten, die sich
die ganze Zeit primär darauf konzentrierte uns
als Organisation darzustellen, die angeblich
versucht jeden Israelkritiker mit unfundierten
Briefen als Antisemiten und Volksverhetzer
abzustempeln.......
Ich habe mein bestes gegeben.
Es tut mir leid, wenn dieses vielleicht nicht
gut genug war. Der PR Effekt dieser Veranstaltung
ist sicher enorm für Honestly-Concerned, aber ob
dieser positiv ist, bleibt abzuwarten.
Da Honestly-Concerned
das ist was wir alle daraus machen,
sollte aber
jeder über unsere "Publicity" informiert sein ......Bitte
bleibt kurz, bündig, sachlich und auf keinen Fall
emotional.
Grüße, Sacha
mehr und vollständig >>>
http://groups.yahoo.com/group/Honestly-Concerned-Mailingliste/message/873
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Ja,
liebe Freunde, ich kann euch was dazu sagen.
Dieser unverschämte und widerliche Typ von HC, von
dem ich eigentlich erwartet habe, dass er zu dem
steht, was er in seiner schmuddeligen Homepage veröffentlicht,
hatte vor mehr als 200 Journalisten nicht den Mut
zu dem zu stehen und hat die Schuld auf andere geschoben,
darauf, dass er nicht gelesen, nicht gewusst und
es nicht so gemeint hat. Leyendecker von der SZ,
der mit einem sehr leidenschaftlichen Angriff auf
HC begonnen hat, wurde versichert, dass man ihn
nicht als Antisemit diffamieren wollte, aber immerhin
als jemanden, der Antisemitismus schürt, was Leyendecker
in im geringsten komisch fand und die anwesenden
Journalisten auch nicht.
Dieser unverschämte Typ hatte auch die Chuzpeh Propagandamaterial
für HC mitzubringen auf auf einem der Tische, die
eigentlich dafür nicht vorgesehen waren, alles auszulegen.
Ich habe mich daneben gestellt mit einem schnell
angefertigten Schild, dass ich mich als Jude für
diese widerliche Propaganda schäme.
Herr Stawsk und der Herr Botschafter hatten keinen
leichten Stand und mir ist es immerhin gelungen
den Botschafter Stein aus der Fassung zu bringen,
dass er mich unterbrochen hat und nicht zulassen
wollte, dass ich weiter rede.
Herr Stawski wäre nicht gekommen, wenn er gewusst
hätte, dass ich komme. Das ist eben sein Verständnis
von demokratischer Kultur.
Eines habe ich aber bei dieser Veranstaltung sehr
deutlich gelernt: Herr Stawski und Herr Stein hatten
keine Argumente, nur Propaganda. Auf gezielte Fragen
haben sie nicht geantwortet, weil sie keine Antworten
hatten.
Einer der anwesenden Journalisten hat am Ende zu
Herrn Stawski gesagt, dass er bei keine Chance gehabt
hätte ein Volontariat zu bekommen.
Natürlich wurde auch dementiert, dass die israelische
Botschaft HC unterstützt, der Botschafter hat so
getan, als ob er HC kaum kennt, es sei eine deutsche
Organisation und er, als Israeli, hat damit nichts
zu tun.
Es wurde gelogen, dass sich die Balken bogen und
beinahe brachen.
Am Ende haben eine ganze Anzahl von Journalisten
es bedauert, dass man dieser widerlichen, McKartischen
Organisation, die zur Denunziation, Diffamierung
und zum Terror gegen kritische Journalisten aufruft,
einen Forum geboten hat.
Herr Stein und Herr Stawsky haben die Veranstaltung
unmittelbar nach Ende verlassen, während ich noch
bis Mitternacht mit vielen Journalisten sprechen
konnte.
Ich habe mir zur Vorbereitung eine Menge HC-Webseiten
reinziehen müssen. Dabei ist mir schlecht geworden.
Wenn der Antisemitismusvorwurf schon dabei beginnt,
wenn ein Journalist, eine Zeitung, schreibt "der
Hardliner Sharon", dann wissen wir, dass diese Leute
keine ernsthaften Argumente und Beweise haben. Und
wenn sie am Ende einen seriösen Journalisten wie
Leyendecker von der SZ auf einer Stufe stellen mit
einem Horst Mahler von den Republikanern, dann kann
und soll man sie nicht ernst nehmen, obwohl sie
eine Gefahr sind, weil sie das ganze nicht als Kritik
an den Medien betreiben, sondern als Krieg gegen
die Mendien.
Der Hauptvorwurf, denn man fast gebetmühlenartig
von Herrn Stawsky und Herrn Stein gehört hat war:
Das Existenzrecht Israels darf nicht in Frage gestellt
werden.
Nun frage ich sie alle: Wer stellt das Existenzrecht
Israels in Frage ??? Bitte nennt mir eine solche
Zeitung .
Quelle und mehr >>>
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Dann kommt ein weiterer
Besinnungsaufsatz von Sacha
Stawski
"Liebe Freunde,
Ich hatte versprochen noch ein paar
meiner Eindrücke von der
NDR
Netzwerk Recherche
Veranstaltung vom 4.6. auf Papier
zu bringen. Hier einige Stichpunkte
....
.......
Während ich dabei
war das Material auszulegen, kam ein
grauhaariger Herr zu mir und fragte
mich ob ich mich nicht schämen würde
hier mein "Propagandamaterial" auszulegen.
Etwas verdutzt schaute ich auf das Namensschild
des Herrn... "Abraham Melzer". Mich
wunderte nichts mehr. Ich lies mich
nicht aus der Ruhe bringen und legte
das restliche Material aus, bevor ich
zum Interview für die Sendung
ZAPP
gerufen wurde. Selbst als Herr Melzer
meinte, daß so "Kerle" wie ich,
"sich ja wohl für nichts schämen würden",
reagierte ich nicht.
Das ZAPP Interview
verlief sehr freundlich, wobei alle
Fragen letztendlich nur auf eins hinaus
zielten: Man wollte mich dazu bringen
Israelkritiker als Antisemiten und Volksverhetzer
zu bezeichnen,......Hierbei, sagte
ich, würden wir als HC auch gerne eine
Hilfestellung, ein Partner für Journalisten
sein. ....
... Vielleicht machte ich den Fehler
mich zu "weich" zu zeigen, als ich davon
sprach, daß es vielleicht Briefe geben
würde, die man lieber nicht hätte veröffentlichen
sollen,......
.....Am Ende der Veranstaltung war ich
geächtet - bloß nicht in meine Nähe
kommen, oder mit mir gesehen werden,
das war die Tendenz. Selbst
einige jüdischen Journalisten die
sich trauten Guten Abend zu sagen
hielten Abstand und entfernten sich
unmittelbar darauf wieder
- die Gefahr von den Kollegen
gesehen zu werden, war zu groß. Eine
Freundin, die im Publikum saß,
könnte hierzu noch mehr schildern...
Sie hörte das Gelächter, hörte wie gesagt
wurde, daß "jeder der den Stawski kritisieren
würde, sofort als Antisemit bezeichnet
werden würde" und so einiges mehr....."
(...)
Noch ein
letztes... Auf
dem Nachhauseweg
von Hamburg nach
Frankfurt habe
ich kurz in
Bergen-Belsen
angehalten.
Auf der
Gedenkstätte des
WCs durfte ich
dann, wenn auch z.T.
durchgestrichen
"Scheiß Juden"
lesen....
Viele
Grüße
und
weiter
so,
Sacha
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Reaktionen aus dem Netzwerk
Honestly Concerned
Am
18.6.2004 meldet Honestly
Concerned:
(gleichzeitig wird schon
vorab zu Leserbriefen
aufgerufen. "Solltet Ihr
nach der Sendung das
Bedürfniss haben zu
reagieren:
NDR Fernsehen
Hugh-Greene-Weg 1
22504 Hamburg
Tel. (040) 41 56 0
E-Mail: fernsehen@...
Norddeutscher Rundfunk PB Programmbegleitende Dienste/ Multimedia
Rothenbaumchaussee 132
20149 Hamburg
Tel. (040) 41 56 0
E-Mail: internet@...
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Sonderausgabe bei Honestly
Concerned
- Der leichtfertige Umgang mit dem
Antisemitsmusvorwurf wird
bestätigt.
REAKTIONEN
AUF DEN
PANORAMA
(NDR/ARD)
BEITRAG
zum
Thema "Unter
Verdacht -
Israelkritiker
als
Antisemiten?"
vom 05.08.004....
Eine erste
Stellungnahme
von Seiten
der
Redaktion
auf das
NDR-Stück...
Die
Redakteure
von
Panorama
scheinen
bei
der
Waschmittelfirma
Persil
Sonderkonditionen
zu
haben.
Ihr
Beitrag
über
antisemitische
oder
Israel-kritische
Berichterstattung
hat
der
deutschen
Weste
einen
Sonderwaschgang
verpasst.
Allen
Umfragen,
Friedhofsschmierereien,
Morddrohungen
gegen
leibwächtergeschützte
jüdische
Persönlichkeiten
zum
Trotz
ist
jetzt
der
deutschen
Presse,
den
Politikern,
der
Regierung
und
selbstverständlich
dem
ganzen
Volk
eine
blütenweiße
Weste
bestätigt
worden,
frei
von
jeglichem
üblen
Geruch
des
Antisemitismus.
Stattdessen
droht
den
sauberen
ordentlichen
Deutschen
eine
ganz
neue
Gefahr,
und
die
kommt
natürlich,
nein
pardon,
nicht
natürlich
sondern
völlig
unerwartet
ausgerechnet
aus
der
jüdischen
Ecke.
Sie
hat
sogar
einen
Namen:
Sacha
Stawski.
Der
zitiert
Unschuldslämmer
wie
Leyendecker,
wagt
in
einem
Nebensatz
dieses
über
jeden
Versacht
erhabenen
ehrenwerten
Journalisten
ein
"Schüren
des
Antisemitismus"
zu
entdecken,
stellt
das
in
seinen
Pressedienst
"Honestly
Concerned"
und
lässt
nun
die
Hetze
gewähren.
(...)
Jetzt,
nachdem
Panorama
allen
deutschen
Politikern
und
Journalisten
einen
Persilschein
ausgestellt
hat,
nachgewiesen
hat,
dass
es
keinen
Antisemitismus
mehr
in
Deutschland
gibt,
tut
der
wunden
Seele
ein
Neuanfang
richtig
gut:
Endlich
wissen
wir,
woher
die
wahre
Gefahr
herrührt,
wer
in
Deutschland
Hetze
betreibt,
wer
angesehene
Journalisten
oder
Politiker
niedermacht,
wer
Pressekampagnen
betreibt:
die
Juden
natürlich!
Wer
das
Informationsmaterial
von
Honestly
Concerned
kennt
und
weiß,
wer
noch
zu
diesem
Beitrag
interviewt
wurde,
was
da
noch
gezeigt
werden
sollte,
nach
Aussage
der
Redakteure,
der
weiß
auch,
was
Panorama
bewusst
unterschlagen
hat,
um
einen
Beitrag
zu
produzieren,
der
bewusst
den
Antisemitismus
schürt.
Diesmal
haben
die
Autoren
nach
allen
Regeln
der
Kunst
einen
eindeutig
antisemitischen
Fernsehbeitrag
geschaffen.
Quelle
und zur Zeit
noch vollständig
>>>
Der
Videomitschnitt
ist leider bei
Honestly
Concerned nicht
mehr abrufbar.
Eine Zusendung
würde mich
freuen.
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Am 21.6.2004 meldet Honestly
Concerned scheinheilig:
Erste Reaktionen auf die ZAPP (NDR) Sendung von Sonntag, 20.6.2004...
Eine erste Stellungnahme von Seiten der Redaktion auf das NDR-Stück...
"...es gibt Grenzen, denn nicht jeder, der Israels Politik anprangert oder kritisiert, ist Antisemit..."
(...) Jene Israel-Kritiker, die allerdings befürchten, als "Antisemiten" an den Pranger gestellt zu werden, sollten erst einmal genau prüfen, wer sie überhaupt so bezeichnet (falls es überhaupt geschehen ist) und zweitens sollten sie sich fragen, ob ihre Kritik an Israels Politik sachlich formuliert ist (ohne die klassischen Klischees zu verwenden) ob sie gerechtfertigt ist, ob Israel mit gleichen Maßstäben gemessen wird, wie jene, die man an sich selbst, an Deutschland oder an andere demokratische Staaten stellt. Welchem Zweck die Kritik dient, ob sie aufrichtig ist und ob gleiche Kritik an anderen "Übeltätern" geübt wird, die Gleiches, oder gar Schlimmeres tun. (...)
"Vorverurteilung Israels" - So der Text und als Bild ein ballernder Panzer!
Das Lachen am Schneidetisch schallt hinüber in den Film... Man sieht richtig, wie sich die Redakteure ins Fäustchen lachen, bei der Idee, im Text von einer Vorverurteilung zu reden und Bilder zu zeigen, die eine Verurteilung doch nur rechtfertigen. Das ist so ziemlich die billigste Methode eines zynischen Journalismus, die es gibt. Jeder Profi sieht sofort, wie einfach sich das machen läßt, während die wenigsten Zuschauer daran denken, daß ein Redakteur beschließt, welches Bild über welchen Text gelegt wird. Hätten sie über die Worte "Vorverurteilung Israel" Bilder eines in die Luft geflogenen Busses in Jerusalem gelegt, hätten Bild und Text zusammengepaßt, aber eben mit umgekehrter Bedeutung und nicht in der Form einer hämischen Schadenfreude. (...)
Da hat sich die Redaktion ZAPP schlicht einen böswilligen Betrug geleistet, den sie selbst bei schlimmster und böswilligster Kritik mit keiner deutschen Zeitung treiben würde.
Leyendecker "merkt" daß es eine "gelenkte Aktion" sei. Daß er vielleicht etwas falsches oder problematisches geschrieben haben könnte, schließt er aus. Bürgerinitiativen, Demonstrationsaufrufe, Manifestationen, Leserbriefaufrufe, jede Demonstration und sogar die Love Parade in Berlin sind alles "gelenkte Aktionen", denn irgend jemand ruft dazu auf oder organisiert etwas. Na und? Warum dann nicht sachlich reagieren, um so mehr, wenn sich offenbar zahlreiche Leute an seiner Formulierung stoßen. (...)
"Aufruf zu Kampagnen gegen "mißliebige Journalisten"
Nun ja. Früher warf der Staat "mißliebige Journalisten" ins Gefängnis oder schicke sie an noch schlimmere Orte. Wie gut, daß deutsche Zeitungsredaktionen nicht wieder den Begriff "mißliebige Journalisten" eingeführt haben: jeder in ihren eigenen Zeitungen veröffentlichte Leserbrief richtet sich schließlich gegen einen "mißliebigen Journalisten", nämlich jenen, der einen ungewünschten oder unpassenden Kommentar geschrieben hat oder in einem Artikel eine umstrittene Äußerung gemacht hat. ZAPP möge auch hier bitte ein Beis
Wo und wann bitteschön hat HC jene Journalisten "diffamiert", die sehr wohl zwischen Antisemitismus und kritischer Berichterstattung unterscheiden können. Da HC in Überfülle jedes noch so winzige Ereignis in Nahost als Meldung oder Bericht sammelt und verbreitet, kann HC nicht einmal vorgeworfen werden, selber "kritische Berichte" zu zensieren. Das gesamte Material liegt doch vor. mehr >>>
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Eine weitere Sonderausgabe
rief zu einer
neuen Lesebriefaktion
auf und meldet:
Bitte
unbedingt anschauen:
ZAPP (NDR), Sonntag,
20.6.2004
um 23.15 Uhr!!!!!
Norddeutscher Rundfunk PB Programmbegleitende Dienste/ Multimedia
Rothenbaumchaussee 132
20149 Hamburg
Tel. (040) 41 56 0
E-Mail: internet(at)ndr.de ..."
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Leserbriefe -
Honestly Concerned berichtet:
21.8.2008 -
S O N D E R A U
S G A B E
-
Erste
Reaktionen auf die ZAPP
(NDR)
Sendung von
Sonntag, 20.6.2004...
Quelle und mehr >>>
Dieses
Email
erreichte
uns noch
bevor der
ZAPP Beitrag
zu Ende
war....
Jews should
leave the
planet
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-----Original Message-----
From: Tobias E.
Sent: Monday, June 21, 2004 12:27 AM
To: fernsehen@...
Subject: ZAPP-Sendung
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Bestürzung habe ich in der heutigen Sendung ZAPP im NDR Ihren Bericht über "Journalisten zwischen Israelkritik und Antisemitismus" gesehen. Es ist ehrenwert, dass Journalisten auch ihrer Aufgabe nachkommen, Ihre eigene Berichterstattung kritisch zu hinterfragen. Dies gilt besonders für die Situation im Nahen Osten, wo Israel täglich der Bedrohung durch terroristische Selbstmordattentäter ausgesetzt ist, die mit sich möglichst viele Menschen in den Tod zu reißen versuchen. Leider wird hierzulande meistens sehr einseitig über diese Auseinandersetzungen berichtigt. Oft steht im Vordergrund nur die Situation der Palästinenser, die Bedrohung der Israelis wird ausgeblendet oder nüchtern berichtet.
(...) Als es um die Kritik an der Berichterstattung über Israel ging, habe Sie ausschließlich Bilder von israelischen Armeepanzern und palästinensischen Jugendlichen gezeigt. Eine 2002 im Auftrag der Budneszentrale für politische Bildung erstellte Studie hat nachgewiesen, dass Israel und Israelis überwiegend durch Bilder des Militärs in deutschen Nachrichtensendungen repräsentiert werden, während die Palästinenser in den meisten Fällen als (unschuldige) Zivilbevölkerung gezeigt werden. Warum reproduzieren Sie dieses einseitige und stereotype Schema? (...)
Am meisten bestürzt hat mich Ihre Unterstellung, es gäbe einen Komplott gegen deutsche Journalisten, die als Antisemiten verdächtigt würden. Wissen Sie nicht, dass diese nebulöse Rede von Komplotten und Verschwörungen zum Repertoire von Antisemiten zählt? Solche Suggestionen sind doch in einem Bericht über die Nahostberichterstattung fehl am Platz. Die Montage des Beitrags suggeriert, hinter dem Komplott stünde die Organisation "Honestley Concerned".(...) Durch die Montage suggerieren Sie, der Herr von "Honestley Cooncerned" meine das, was er sagt, nämlich für die Wahrheit der Berichterstattung einzutreten, nicht ernst und wolle nur unschuldige Journalisten diffamieren. (...)
Mit freundlichen Grüßen,
Tobias E.
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From:
Anandsarvo - Sent: Sunday, June
20, 2004 11:59 PM - To:
sstawski(at)honestly-concerned.org
- Subject: Sendung ZAPP im NDR
vom 20.06.04
Lieber Sacha,
ich habe gerade (So, 20.06.) ZAPP
im NDR gesehen. Ich muss sagen,
dass ich Herrn Leyendecker
zustimme, wenn er sagt, dass
ungerechtfertigte Kritik an
Journalisten oder anderen
Menschen zurückgedrängt werde
sollte.
Immerhin läuft man durch
Schnellschüsse auch Gefahr,
anderen Unrecht zu tun oder
sogar Ruf schädigend zu wirken.
Das kann ja nicht in unserem
Interesse liegen.
Von daher muss man mit
Anschuldigungen sehr behutsam
umgehen. Intoleranz lässt sich
ganz sicher nicht mit Intoleranz
bekämpfen, sondern eher durch
das eigene Vorbild von Toleranz.
Deswegen hatte ich z. B. den
Abdruck der Anti-Moslem- bzw.
Anti-Araber-Witze am 29.05.04
kritisiert.
Ich will damit sagen, dass ich das
„Verfolgen“ von anderen
befremdlich erscheinenden
Meinungen, nicht in jeder
Hinsicht für richtig halte, da
man auch Gefahr läuft, sich über
andere zu erheben und eine Art
Gedankenpolizei zu spielen.
Etwas mehr Gelassenheit würde
uns allen wahrscheinlich gut tun
;-)
Soweit meine Einschätzung zu der
Sendung ZAPP und unserer
Mailingliste.........."
Quelle: Versandte Mailingliste vom
21.6.04
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