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Archiv - Aktuelle Link- und Denktipps -  - Seite 61

 


9.8.2008
 


 

Islam-Bashing als politisch korrekter Rassismus - Ulla Jelpke - Vom 19. bis 21. September 2008 soll in Köln ein „Anti-islamisierungskongress“ stattfinden. Veranstalter ist die rechtsextreme Bürgerbewegung Pro Köln, die auch im Stadtrat vertreten ist. Es wird mit rund 1000 Kongressteilnehmern aus ganz Europa gerechnet. Angekündigt werden etwa der Vorsitzende der faschistischen Front National aus Frankreich, Jean-Marie Le Pen und der Vorsitzende des rechtsextremen Vlaams Blang aus Belgien, Filip Dewinter, Vertreter der extrem rechten Parteien FPÖ aus Österreich, Lega Nord aus Italien. Aus Deutschland treten nach Veranstalterberichten unter anderem der Herausgeber der ältesten rechtsextremen Theoriezeitschrift „Nation&Europa“, Harald Neubauer und der nach Rechtspopulismusvorwürfen aus der CDU ausgetretenen sächsischen Bundestagsabgeordneten Henry Nitzsche sowie Vertreter von Pro Köln als Redner auf. Der Kongress mit dem Untertitel „Nein zu Moscheebau, Nein zu Minaretten, Nein zu Muezzinruf“ ist ein neuer Höhepunkt einer spätesten seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 losgebrochenen Hetze gegen Menschen muslimische Glaubens und Zuwanderer insbesondere aus der Türkei und dem Nahen Osten. (erschienen in: Ossietzky, 15/2008) Die immer rabiatere Islamhetze ist die Kehrseite der imperialen Kreuzzüge des Westens gegen Staaten des Nahen und Mittleren Ostens – von Afghanistan und dem Irak über Palästina bis womöglich bald zum Iran.

 


 

Ilan Pappe, Die ethnische Säuberung Palästinas - Prof. Dr. Kenneth Lewan - Seit Anfang der neunziger Jahre werden Verhandlungen zwischen Israel und Palästinensern geführt, mit dem vergeblichen Ziel , eine Zweistaatenlösung zu erreichen. Gleichzeitig breitet Israel sich aus, die Palästinenser werden in dem, was übrig bleibt, zusammengepfercht und  die beiderseitigen Feindseligkeiten dauern an. Nun kommt Ilan Pappe, Professor an der Universität Exeter, mit der Aufforderung an alle, die sich mit Nahost befassen, insbesondere an seine Landsleute in Israel, sich mit der Flucht der Palästinenser vor 60 Jahren auseinander zu setzen und zu begreifen, warum sie stattfand. Er hält das für zwingend notwendig, um eine Versöhnung und eine lebensfähige Lösung zu erreichen. Er erinnert daran, dass die UN im Dezember 1948 die Zurückführung der Flüchtlinge forderte. Israel weigerte sich und die USA leisteten Beihilfe, damit die Frage nicht auf die Tagesordnung der Vollversammlung kam. Palästinenser haben vergeblich versucht, mit Israel über die Flüchtlinge zu verhandeln. Alle Parteien in Israel haben für ein Gesetz gestimmt, das Verhandlungen über diese Frage verbietet. >>>

Ilan Pappe's Buch "Die ethnische Säuberung Palästinas" - Rezensionen >>

 


 

 


 

Don`t say we did not know - settlers from Havat Gilad attack farmers from Imatin - On Monday, 21/07/08, settlers from Havat Gilad attacked farmers from Imatin, when the latter worked their land. Soldiers arriving on the spot did not prevent the attack, even when a settler sprayed some chemical and wounded two Palestinians who stood near the soldiers

 


 

Rabbis for human rights - OT update 1/8/08 - Rabbis for human rights - On Sunday evening settlers from Har Brakha firebombed a home in Burin *** A letter was sent to the police and the legal adviser of the territories, with a demand to punish Yaakov Talya and others from Mitzpe Yair, for breaking into Nawajaa family`s lands, setting dogs on Palestinian shepherds and chasing them on ATVs *** A 5 story house in Beit Hanina has been demolished this week.

 

 

United by Misery: Two Boys from Gaza and Nilin - Ramzy Baroud - Ahmed Moussa was a 12-year-old Palestinian boy from the West Bank village of Nilin, near Ramallah. Mohamed Bahloul is a 12-year-old Palestinian boy from Gaza City. The former was shot and killed 29 July by Israeli forces following a peaceful protest against the Israeli apartheid wall. The latter is awaiting death in a dilapidated hospital in Gaza. Reports on Moussa's death vary. The Anti- Apartheid Wall Campaign's report said that the boy was "sitting under a tree with his friends when a military jeep drove up and the army shot him -- a live bullet pierced his head. The boy died immediately."

 


8
.8.2008
 


 

Die Todesstrafe für Palästinenser reicht in Israel nicht aus - George Rishmawi - Die sofortige Bestrafung, die israelischen Beamten und Sicherheitskräften für Palästinenser, die Israelis angreifen, einfällt, ist die Zerstörung ihrer Häuser. Seit langer Zeit ist dies nun schon der Normalzustand in Israel.  Hunderte wenn nicht tausende palästinensischer Häuser wurden als zusätzliche Strafe für die Familien von Palästinensern, welche Angriffe auf israelische Zivilisten oder Soldaten ausgeführt haben, zerstört >>>

 


 

Armut schürt die Kriminalität - Inge Günther - Jerusalem. Die merkwürdige Anschlagsserie, die Jerusalem seit einiger Zeit erlebt, erinnert an Amok-Taten. Die Täter entsprechen keinem typischen Terroristenprofil. Es waren meist palästinensische Arbeiter aus dem Ostteil der Stadt, die weder mit Religion noch mit Politik viel am Hut hatten.

 


 

Jetzt müssen wir Tachles reden - Shraga Elam* über das Ersticken der freien Debatte über «jüdische Themen» - Im Moment bemühen sich Privatpersonen und jüdische Organisationen um eine «Antisemitismus»-Kampagne. Der Zeitpunkt ist nicht zufällig gewählt, denn die israelischen Kriegsverbrechen bringen sogar Juden zur Verzweiflung. Im Rahmen dieser Kampagne sind koordinierte Ablenkungsmanöver und Einschüchterungsversuche gegenüber der berechtigten Kritik an Israel zu beobachten. Da nur wenige Nicht-Juden selbstsicher und vorurteilsfrei «jüdische Themen» anpacken können, scheint diese Rechnung kurzfristig aufzugehen. Heuchelei herrscht!

 


 

Verzeihung - Auf die Frage von SteinbergRecherche, welcher Teufel ihn geritten habe, der National-Zeitung ein Interview zu geben, antwortete der hervorragende israelische Ha'aretz-Journalist Gideon Levy, er habe nicht gewußt, was für eine Zeitung das sei, Verzeihung. -  gefunden bei Thomas Immanuel Steinberg

Kurzkommentar zum Interview von Gideon Levy in der Deutschen Nationalzeitung - Erhard Arendt -  Nicht jeder im Ausland kennt die "Deutsche Nationalzeitung" und die Geister die sich dahinter verstecken.

Nicht zum ersten Mal hat man so jüdische Publizisten "über den Tisch gezogen".
Es traf Ilan Pappe, der sich im nachhinein von diesem Interview mit der "Deutsche Nationalzeitung" distanzierte: "Dear Friends,As a point of clarification, it came to my notice that among the many interviews I gave while being in Germany one of them was copied to the National Zeitung. Had I known that I would appear in this newspaper, I would have not agreed to do that.  I do not blame that paper, but myself from not inquiring to whom I am giving press conferences and interviews. I would like to stress that my ideology and moral stance are in total contradiction to what this newspaper represent and the unfortunate appearance in it has nothing to associate myself or the cause of Palestine with the paper and the political party behind it. - Yours faithfully,Professor Ilan Pappe - Chair Department of History - University of Exeter - UK."

Nun hat man Gideon Levy  geködert. Es ist nicht zu vermuten, dass er wusste mit wem er sich einließ. Ich denke, man sollte alle die sich im Ausland für eine gerechte Lösung des Nahostkonfliktes vor diesen falschen Freunden Israels warnen. Ohne es von ihm gehört zu haben, weiß ich, Gideon Levy wusste nicht, mit wem er sich da einließ.

Merkwürdig ist es nicht, aber eigenartig. Gerade die, die im vollen Bewusstsein wen sie vor sich haben fragwürdige Verbindungen pflegen  und sich für diese engagiere, freuen sich über dieses Interview und wollen Zusammenhänge herstellen die es nicht gibt.

Die Achse des Guten: Gideon macht den Levy >>>
Gideon Levy als Kronzeuge der Deutschen National-Zeitung >>>

 


 

 


Tausende Siedler kündigen Rückkehr in den Gazastreifen an  - ISM-G-FK -  Drei Jahre nachdem Israel seine völkerrechtswidrigen Siedlungen im Gazastreifen auflöste, versammelten sich am Mittwoch 4.000 israelische Siedler nahe dem Grenzübergang Kissufim und kündigten an, in den Gazastreifen zurückzukehren, sobald die israelische Armee wieder in die Küstenregion einmarschiere. >>>

 



Obama Up Against the Middle East 'Berlin Wall' - Robert Weitzel - "People of the world -- look at Berlin, where a wall came down . . . and history proved that there is no challenge too great for a world that stands as one" -- Barak Obama. - On July 24, Barak Obama stood where a 96-mile-long wall of barbed wire and concrete once separated the ideologies and lives of East and West Berlin. He told a crowd of 200,000 that “history reminds us that walls can be torn down” and that the “greatest danger of all is to allow new walls to divide us one from another.”


 

ADDAMEER URGENT APPEAL 30/07/2008 -  Administrative Detention of Salwa Salah and Sara Siureh - Salwa Salah was born on the 10 November 1991.  On Thursday June 5, 2008, at around 2 a.m. Salwa Salah (16 and half) was sitting with her family in their home in Bethlehem. The family suddenly heard a loud banging on the door.  Salwa’s mother opened the door and was faced with soldiers and the Israeli Security Agency (ISA).  A female soldier was present and told Salwa to get dressed.  Meanwhile the other soldiers interrogated Salwa’s mother and questioned her about her husband, son and daughter.   After finishing interrogating Salwa and her mother, the female soldier handcuffed Salwa’s hands, blindfolded her and forcefully took her to the military jeep.  

 


 

Occupation has only corrupted Israel`s democracy - Avraham B. Yehoshua - The Daily Star - In the West Bank the organs of jurisdiction operate in a completely different way. Palestinian lands are illegally confiscated. Jewish settlers act outside of the law and commit provocative acts harming Palestinians, rarely incurring any penal sanctions. Injustice and exploitation are an everyday occurrence, justified by references to security or the ideology of Greater Israel.

 


 

Israeli prof. joins 40 activists sailing to Gaza - Ofri Ilani - Haaretz - "Right now, we`re holding discussions and training," Halper said on Tuesday. "We are presenting different scenarios of what might happen, and preparing ourselves for every situation. It is possible the navy will stop us and not allow us to enter. We have no idea how they`ll do it, but we`re organizing. If they catch us, we will resist passively."

 


 
Ad Hoc Group Against Israeli Attack on Iran
More than 100 hundred Israeli academicians and peace activists have signed the following declaration:

 There is no military, political or moral justification to initiate war with Iran

A constant flow of information bears witness to the fact t hat the Israeli government is seriously considering attacking Iran, in order to disrupt its nuclear plans. We do not disregard irresponsible actions by the Iranian government -  we also oppose atomic weapons in principle and support the elimination of all weapons of mass destruction from the region. However, it is clear that the main source of the immediate danger of a new, widespread war stems from the policies of the Israeli government and the flow of threats from it,  backed by provocative military maneuvers.

After serious consideration, we reiterate our position that all the arguments for such an attack are without any security, political or moral justification. Israel might get caught up in an act of adventurism that could endanger our very existence, and this without any serious effort to exhaust the political and diplomatic alternatives to armed conflict.

We are not certain that such an attack will occur. But the very fact that it is being weighed as a reasonable option, makes it imperative that we warn and caution against the destructive results of an offensive strike against Iran

 Coordinating Group: Prof. Gadi Algazi; Judy Blanc; Prof. Rachel Giora; Prof. Anat Matar; Prof. Adi Ophir; Prof. Yoav Peled; Reuven Kaminer, Prof. Haggai Ram; Prof. Yehuda Shenhav; Prof. Oren Yiftachel.


 


 

 


 

Reisewarnung - Das Auswärtige Amt in Berlin antwortete am 5. August auf eine Anfrage der Friedensaktivistin Edith Lutz, die im Rahmen der Bootskampagne »Free Gaza« gegen die israelische Blockadepolitik protestiert (siehe jW vom 6.8) - In Beantwortung Ihrer Fragen 1, 3 und 4 möchte ich Sie nachdrücklich um Beachtung unserer Reisehinweise für den Gazastreifen bitten >>>

Dr. Edith Lutz - Brief an den Botschafter der BRD in Zypern

 


 

 


 

 

 

 

Fencing in the High Court of Justice - Akiva Eldar - Haaretz - "Tirza, a settler from Kfar Adumim, articulated a creative idea: preparing a master plan to unite the jurisdictions of Ma`aleh Adumim and Kedar."

 


 

An Israeli Jew in Gaza - Jeff Halper - Ma`an - "My voyage to Gaza is a statement of solidarity with the Palestinian people in their time of suffering, but it also conveys a message to my fellow citizens."

 



Tödliche Feindbilder - Was die Intifada-Kinder empfinden 5 Videos

 


5
.8.2008
 


 

 

 

Politischer Rückzug von Ehud Olmert - Kein Grund zur Hoffnung auf Fortschritte im Friedensprozess - Bettina Marx - Israels Ministerpräsident Olmert hat viel versprochen und wenig gehalten. Auch im Nahost-Friedensprozess konnte er kaum Akzente setzen. Von seinen Nachfolgern ist kaum mehr zu erwarten.  >>>

 

 

Sonderseite: Hiroshima 6.8.1945 - Gedenket der Opfer, der Täter - Sie sollten eigentlich die letzten sein >>>

Lebenshaus-Website: Zahlreiche Texte zu den Verbrechen von Hiroshima und Nagasaki >>>