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Presseerklärung der Deutschen Sektion der EJJP
(European Jews for a Just Peace) zur Lage in Gaza.
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Wir
verurteilen den seit dem 27. Dezember andauernden
Angriff israelischer Streitkräfte auf den
Gazastreifen und fordern im Einklang mit dem
weltweiten Protest gegen diesen Krieg ein sofortiges
Ende der Kämpfe. Obwohl wir die Ängste der Menschen
im Süden Israels verstehen, die seit langem von
Raketen aus dem Gazastreifen heimgesucht werden,
sind sie auch ein Ergebnis der ebenfalls seit Jahren
andauernden verheerenden Lage im Gazastreifen,
verursacht durch die israelische Blockade, und der
Besetzung der Westbank. Wir fordern die
internationale Gemeinschaft auf � die Europäische
Union und die USA � auf Israel Druck auszuüben, um
dem Gemetzel im Gazastreifen ein sofortiges Ende zu
setzen. Wir verurteilen die Bombardierung und jetzt
das Eindringen der israelischen Streitkräfte in den
Gazastreifen. Wir sind nicht der Meinung, daß
Probleme durch die systematische Ermordung und Töten
seiner Gegner langfristig zu lösen sind: Im
Gegenteil, Haß gebiert Haß, und Gewalt zeugt nur
neue Gewalt und Wut. Auch ein Terrorist hat Anspruch
auf einen fairen Prozeß. Das Scheitern der
Oslo-Verträge, das nicht eingehaltene Versprechen
einen palästinensischen Staat zu schaffen, die
hartnäckige Ablehnung die Hamas als gewählte
Regierung an Verhandlungen zu beteiligen, haben mit
zu der gegenwärtigen Lage geführt. Wir verlangen
den Einsatz internationaler Truppen im Gazastreifen,
die zum einen den Abschuß von Raketen auf Israel
verhindern, zum anderen den endgültigen Rückzug der
israelischen Streitkräfte aus dem Gazastreifen, und
die humanitäre Versorgung der dort lebenden
Palästinenser gewährleisten würden sowie das Öffnen
und Offenhalten der Grenzen. - Ruth Fruchtman -
Vorsitzende der Jüdischen Stimme für gerechten
Frieden in Nahost, e. V. |