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Mittwoch, 27. August 2008


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 Heft Nr. 54
60 Jahre Nakba
Jahrgang 14, Sommer 2008,
64 Seiten
Erschienen 1. 7.08

Inhalt >>>


Eine Zeitschrift, die abseits aller Klischees über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur des  Nahen und Mittleren Ostens berichtet.
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Web www.arendt-art.de


 

An Israeli Strike on Iran, a Plan That Just Doesn't Fly - Bernard Avishai and Reza Aslan - The Bush administration seems less and less likely to launch a parting strike on Iran's nuclear installations -- but Israel isn't sounding nearly so tranquil. The talk from Jerusalem will almost certainly grow more strident as the competition to replace the country's scandal-plagued prime minister, Ehud Olmert, intensifies. Former Israeli defense minister Shaul Mofaz is running hard against the less hawkish Foreign Minister Tzipi Livni to succeed Olmert as leader of the governing Kadima Party; he recently told Israel's dominant daily newspaper, Yediot Ahronot, that an attack on Iran was "unavoidable." And Binyamin Netanyahu, the right-wing opposition leader who might well beat either Livni or Mofaz in a general election, is also likely to think seriously about a preventive Israeli raid.
 
 

Memo to Obama, McCain: No One Wins in a Warb - Howard Zinn - Barack Obama and John McCain continue to argue about war. McCain says to keep the troops in Iraq until we “win” and supports sending more troops to Afghanistan. Obama says to withdraw some (not all) troops from Iraq and send them to fight and “win” in Afghanistan. For someone like myself, who fought in World War II, and since then has protested against war, I must ask: Have our political leaders gone mad? Have they learned nothing from recent history? Have they not learned that no one “wins” in a war, but that hundreds of thousands of humans die, most of them civilians, many of them children?
 

How Britain Wages War  - John Pilger -
The military has created a wall of silence around its frequent resort to barbaric practices, including torture, and goes out of its way to avoid legal scrutiny. Five photographs together break a silence. The first is of a former Gurkha regimental sergeant major, Tul Bahadur Pun, aged 87. He sits in a wheelchair outside 10 Downing Street. He holds a board full of medals, including the Victoria Cross, the highest award for bravery, which he won serving in the British army.
 

Vom Helden zum Wrack - Im Krieg gelten sie als Helden, zurück zu Hause versinken sie in Verzweiflung: Immer mehr US-Kriegsveteranen nehmen sich nach der Rückkehr von der irakischen Front das Leben. Experten sprechen schon von einer "Selbstmord-Epidemie" - Hilfe gibt es bisher wenig.     Forum ]
 

Zwischen allen Stühlen - Iraks US-gestützter Premier wirbt in Teheran für »Sicherheitsabkommen« - Karin Leukefeld - Ein US-amerikanisch-irakisches Militärabkommen über den weiteren Verbleib von rund 150000 Soldaten Washingtons im Zweistromland sorgt weiter für eine heftige Debatte. So wurde der irakische Ministerpräsident Nuri Al- Maliki bei seinem Besuch in Teheran, der am Sonntag begann, zuallererst mit diesem Thema konfrontiert. Dabei plädierte Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad grundsätzlich zunächst zwar für mehr Stabilität im Irak. »Alle Nachbarstaaten, Freunde sowie die Vereinten Nationen sollten dem Irak helfen, diese kritische Phase zu überwinden und endlich Sicherheit und Stabilität zu erreichen«, sagte er. Doch forderte er zugleich indirekt die USA auf, das Nachbarland nicht mehr »zu manipulieren«. >>>
 

Unbegründet, widersprüchlich oder frei erfunden - Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des US-Senats, John D. Rockefeller IV., erklärte am Donnerstag bei der Vorstellung zweier Untersuchungsberichte über die geheimdienstlichen Erkenntnisse und das Agieren der von Präsident George W. Bush geführten Regierung vor dem Irak-Krieg >>>
 

Neues Abkommen soll US-Angriffe von irakischem Territorium aus erlauben

 

Bekenntnis zu Folter - Untersuchungsbericht: FBI-Agenten bezichtigten Bush, Cheney und Co. der Begehung von Kriegsverbrechen
- Alexander Bahar - Nach Ansicht von US-Außenministerin Condoleezza Rice haben sich die USA infolge der Terroranschläge vom 11. September 2001 in einen »anderen Ort« verwandelt. Mit dieser Begründung verteidigte Rice in der vergangenen Woche bei einer Veranstaltung des Suchmaschinengiganten Google inc. in Kali­fornien die Mißhandlung von Gefangenen in Guantánamo und anderswo sowie die von der US-Regierung inzwischen in drei Fällen eingeräumte Anwendung von Waterboarding – eine »Verhör«-Methode, bei der das Opfer an den Rand des Ertrinkens gebracht wird.
 

The Torture Professor - Why UC Berkeley should fire John Yoo, the legal scholar whose work led to Abu Ghraib and secret spying on Americans. - Robert Gammon - In early 2008, the national spotlight focused on Berkeley as the city council proclaimed recruiters for the US Marines "unwelcome intruders." As antiwar liberals clashed with offended conservatives, the protests and counter-demonstrations splashed across the evening news. But all the attention was badly misdirected.
 

Bush Tour Diminished by Hezbollah Show of Force - Jim Lobe - While this week's trip by President George W. Bush to Israel, Saudi Arabia, and Egypt was never conceived as a triumphant "victory lap" around the region, the swift rout of U.S.-backed forces by Lebanon's Hezbollah Friday has provided yet another vivid illustration of the rapid decline in Washington's influence in the Middle East during his tenure.
 

 US-Militär setzt im Irak auf neue Informations-Software - Die neue Technologie trägt den offiziellen Titel Tactical Ground Reporting System, kurz TIGR und ist eine auf Landkarten basierende Anwendung. Offiziere können das Material vor dem Einsatz nicht nur einsehen, sondern hinterher auch ergänzen. Durch das Anklicken von Icons und Listen können sie die Position von wichtigen Gebäuden wie Moscheen, Schulen und Krankenhäusern herausfinden und Informationen über vergangene Anschläge abrufen. Auch mit GPS-Daten versehene Fotos von Häusern und anderen Gebäuden sowie von verdächtigen Aufrührern sind abrufbar. Die Truppführer können sich sogar Befragungen von Zivilisten anhören.
 

Buchtipp: "Defeat - Why America and Britain Lost Iraq" - Krieg nach israelisch-palästinensischem Muster - In seinem neuen Roman beschreibt der Auslandskorrespondent der britischen Tageszeitung "The Guardian", Jonathan Steele, den Teufelskreis des Irak-Krieges, der nur durch einen raschen und vollständigen Abzug der ausländischen Truppen durchbrochen werden könnte. Susan Javad hat das Buch gelesen
 

Attitudes Toward US Worsen in Arab World - Jim Lobe - Despite renewed U.S. efforts to achieve an Israeli-Palestinian peace agreement this year, popular views of the United States in the Arab world have actually worsened since 2006, according to a major new survey [.pdf] of public opinion in six Arab states
 

81 Prozent der Amerikaner sehen USA auf dem falschen Weg - Die Amerikaner sind mit der Entwicklung in ihrem Land so unzufrieden wie seit fast 20 Jahren nicht mehr. Bei einer Umfrage stimmten 81 Prozent der Aussage zu, dass die USA einen vollkommen falschen Kurs verfolgen. >>>
 

Jürgen Todenhöfer - Warum tötest du, Zaid?

Lesen Sie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung den ersten Teil der zehn Thesen von Dr. Jürgen Todenhöfer
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Hier finden sie den zweiten Teil der zehn Thesen von Dr. Jürgen Todenhöfer in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Diese Anzeigen erscheinen ausserdem in der New York Times (Sonntag) und bei Al Quds al Arabi >>

Friedensaktivist des Tages: Jürgen Todenhöfer - Zum fünften Jahrestag des US-amerikanischen Überfalls auf den Irak hat der Burda-Manager Jürgen Todenhöfer eine mediale Offensive wider Besatzung und Krieg gestartet. In seinem gerade erschienenen Buch »Warum tötest Du, Zaid?« (C. Bertelsmann) schildert er die Hinter- und Beweggründe für den anhaltenden irakischen Widerstandskampf.

Die Homepage zum Buch >>>

 


Fünf Jahre "Operation Iraqi Freedom" - vorläufige Bilanz eines Angriffskriegs - Etwa 300 Aktive aus Friedens- und Solidaritätsbewegung trafen sich vom 7.-9. März 2008 in Berlin bei der Konferenz "Alternativen zu Krieg und Besatzung" zum fünften Jahrestag des Krieges. Referentinnen und Referenten stammten vor allem aus dem Irak selber und aus den USA, und berichteten in eindrucksvollen Vorträgen über die grauenhafte Situation der Menschen im Zweistromland: Schätzungen auf Basis wissenschaftlicher Studien lassen bis heute eine Zahl von rund eine Million irakischer Todesopfer durch Gewalteinwirkung und indirekte Kriegsfolgen erwarten; laut UN-Flüchtlingsorganisationen wurden 4 Millionen Iraker zu Flüchtlingen, davon etwa die Hälfte im eigenen Land, weitere 2 Millionen unter elenden Bedingungen vor allem in Syrien und Jordanien.
 

Zuwachs im Gangland - Irak: Dubiose Bündnisse der USA mit erwachten Ex-Baathisten - Thomas Pany
 

Prinz Andrew kritisiert Bushs Irak- Strategie
 

»Es war egal, ob einer Sunnit war oder Schiit«
- Irak-Konferenz will Ursachen für ethnisch-religiöse Konflikte beleuchten und Rolle der Besatzungstruppen wieder ins Blickfeld rücken. Ein Gespräch mit Joachim Guilliard
 

Atomkrieg als Option - Rainer Rupp - Um die Welt vor der Weiterverbreitung von Atomwaffen zu schützen, soll die NATO zukünftig ihre eigenen einsetzen. Dieser Wahnsinnsvorschlag ist in einem 150 Seiten umfassenden »Manifest« zur Reform des westlichen Militärbündnisses enthalten. Nach einem Bericht der britischen Tageszeitung The Guardian wurde es in den vergangenen Tagen den Führungsspitzen des Pentagon in Washington und der NATO in Brüssel vorgestellt, im April soll es auf dem NATO-Gipfel in Bukarest diskutiert werden. Verfaßt haben das Papier fünf ehemalige Topgeneräle der NATO und Generalsstabschefs ihrer Länder: John Shalikashvili (USA), Henk van den Breemen (Niederlande), Jacques Lanxade (Frankreich), Lord Peter Inge (Großbritannien) und Klaus Naumann aus Deutschland.
 

US-britische Studie geht von einer Million Toten seit 2003 aus
 


Foltern ist Teil der Arbeit.. - ..und Guantanamo-Häftlinge sind keine "Personen" - ein amerikanischer Richterspruch am Ende der Ära Bush - Thomas Pany

 


Mit überwältigender Macht und warmen Worten - Dirk Eckert 08.01.2008 - Mike Huckabee propagiert eine neue US-Außenpolitik. Tatsächlich will der ehemalige Baptistenprediger als Präsident den Kurs von George W. Bush fortsetzen, ihn aber besser erklären
 


Hungern wie im Krieg - Thomas Pany
08.01.2008 - Bahnt sich im Irak eine neue Katastrophe an? - Bekannt sein dürfte dies hierzulande oder in den USA nur den wenigsten: Weit mehr als die Hälfte der Iraker – 60 Prozent – hängen von Lebensmittelgutscheinen ab. Und ihnen stehen im neuen Jahr härtere Zeiten bevor, sie bekommen 2008 weniger Nahrungsmittel als in den Jahren zuvor. Trotz Erfolgsmeldungen bleibt der Irak ein failed state.
 


Amerikas Krieg gegen den Terror - Bilanz einer gescheiterten Strategie -  Das Versagen der US-amerikanischen Außenpolitik seit dem 11. September 2001 lässt sich an der Kluft zwischen den hohen Erwartungen des Jahres 2001 und der Realität des Jahres 2007 ermessen. Von Paul Rogers
 


Kritik an schädlicher Israel-Lobby - Taz Interview: "Wir sind keine Antisemiten" - So lange die Israel-Lobby die US-Außenpolitik prägt, wird es in Nahost keinen Frieden geben. Mit dieser These entfachten die Autoren John Mearsheimer und Stephen Walt eine hitzige Debatte.

Autoren im STANDARD-Interview: "Ohne Israel-Lobby kein Irakkrieg"John Mearsheimer und Stephen Walt, Autoren des umstritten Buches "Die Israel-Lobby", wehren sich im STANDARD-Interview gegen jeden Antisemitismus-Vorwurf

Weitere Besprechungen >>>          Diskussion um John Mearsheimer und Stephen Walt >>>
 


Kriegstreiber am Golf - Wegen der Schlappe im Irak wackelt die US-Hegemonie im Nahen Osten. Mit einem Überfall auf den Iran will die Bush-Regierung sie wieder festigen - Heiner Karuscheit
 

Die letzte Zuflucht - Uri Avnery - Wie in einer Hollywoodkomödie steht George Bush da – mit einer ihm ins Gesicht geklatschten Sahnetorte. Er sieht lächerlich aus. KEIN PRÄSIDENT möchte lächerlich aussehen. Gruselig – ja, dumm – ja,   aber niemals lächerlich. Das mag einen direkten Einfluss auf eine Frage haben, die die ganze Welt bewegt, mich auch: wird er den Iran angreifen? Die Versuchung ist  fast unwiderstehlich. In einem Jahr wird seine Amtsperiode zu Ende gehen . Nach acht Jahren hat er nichts vorzuweisen – außer einer ununterbrochenen Reihe von Fehlschlägen. Aber ein Mann, der (wie er selber sagt) täglich Gespräche mit Gott hält, kann nicht  in dieser Weise von der Geschichtsbühne abtreten. Er wünscht sich einigen Erfolg in Annapolis. Dort wird es aber höchstens eine nichtssagende Erklärung geben, die von den Verantwortlichen Israels und der palästinensischen Behörde unterschrieben werden wird. Es wird einige gute Phototermine geben – aber das wird die Löwen nicht befriedigen. Es ist etwas Größeres  nötig, etwas, das in den Geschichtsannalen  deutliche Spuren hinterlassen wird. Was kann es Besseres geben, als die Menschheit vor der iranischen Atombombe zu retten?
 

Arbeit im Mega-Bunker: "Ein potentielles Todesurteil" - Thomas Pany - USA: Wie mutig sollen amerikanische Diplomaten sein? Wenn es nach dem US-Botschafter im Irak geht, dann haben Diplomaten den falschen Beruf gewählt, falls sie ihre Sicherheit vor die ihres Landes stellen und nicht im Irak arbeiten wollen. Damit bezog Ryan Crocker gestern eindeutig Stellung (1) zu einem Streitthema, welches die Diplomaten des State Department seit über einer Woche bewegt. Die meisten Diplomaten sollen erst aus den Medien davon erfahren haben, weil sie ihre Mails übers Wochenende nicht angeschaut hatten. Vergangene Woche verbreitete sich die Nachricht dann international und die amerikanischen Foreign Service Officers kommen dabei nicht besonders gut weg; Spott besonders in arabischen Ländern dürfte garantiert sein: 250 Arbeitsplätze sind für den nächsten Sommer in Bagdad an Mitarbeiter des diplomatischen Dienstes zu vergeben und die Diplomaten scheuen den Dienst in der größten und teuersten Botschaft der Welt!
 

Irak-Politik- Britischer Geheimdienstchef rechnet mit Tony Blair ab

 

"Plötzlich wird das Morden zur sozialen Tat" - Interview mit Horst-  Eberhard Richter von Thomas Exerich und Thilo Knott
Horst-Eberhard Richter - Wikipedia
 

US-Exkommandant- "Alptraum ohne Ende"
 


Gefährliche Zeiten – und wie wir sie meistern - von Richard C. Cook US - Regierungsberater i. R - Das zweite Problem ist die militärische Eroberung des Mittleren Ostens durch die USA. Obwohl sogar die Übernahme des Irak in der Schwebe ist, ist ein Angriff auf den Iran wahrscheinlich. Diese US-Aktionen sind offensichtlich mit dem Hunger nach Benzin verbunden, mit dem Profit der großen Ölfirmen, und der zentralen Rolle des Petrodollars im internationalen Handel. In einer nun berühmt werdenden Bemerkung stellt der frühere Vorsitzende der FED, Alan Greenspan, in seinem neuen Buch Age of Turbulence,  fest, der «Irakkrieg gehe größtenteils um Öl».
 


"George W. Bush denkt, dass er Gottes Arbeit tut" - Seymour Hersh ist vermutlich der unbeliebteste Journalist im Weißen Haus. Mit SPIEGEL ONLINE spricht der Reporter mit den guten Beziehungen zu US-Geheimdiensten über das iranische Atomprogramm - und übt heftige Kritik an der Strategie seiner Regierung.
 


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