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Hinter jeder Aktion steht eine Absicht. Jetzt müssen
Sie nur noch heraus finden: welche? -
Wolfgang J. Reus
Zielperson Dr. Ludwig Watzal
Die Dokumentation eines einzigartigen
"Jagdverlaufes"
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Inhalt:
Stellungnahmen + Texte von Dr. Watzal Jagdverlauf 2008 Reaktionen auf die Jagdaktion 2008 Vorwürfe + Wirklichkeit - Jagdaktion 2008 Konzertierte - Jagdaktion 2008 Manipulationen - Jagdaktion 2008 Jagdverlauf 2007 Reaktionen auf die Jagdaktion 2004 - 2007 Jagdverlauf 2004 - 2006 Artikel Haim Saban + die Jagd des Netzwerkes Buch Israel Shamir + die Jagdaktion Vorwürfe zu antiimperalista.org Lars Rensmann "Die Welt" -21.1.2006 Artikel im "Der Standard" Startseite - Zielperson Dr. Watzal
bpb - Verletzung der Fürsorgepflicht?
Weiterführende Links:
Thomas Krüger - Präsident der bpb
Um die Wirklichkeit
wahrzunehmen,
mehr über Dr. L. Watzal
Der Journalist und das "Imperium"
Homepage Dr. Ludwig Watzal
Blog:
between
the line - Ludwig Watzal
Meinungsfreiheit - Es ist schon wieder
Jagdsaison
- Arne Hoffmann - (...) Die Skandalierung
um Faruk Sen ist fast schon wieder vergessen,
sie ist ja auch schon länger als einen Monat
her. Und dieser Tage kocht ein Fall hoch, bei
dem es, ähnlich wie bei Peter Krause, mal wieder
darum geht, in verschiedene Veröffentlichungen
eines Autors irgendetwas Belastendes
hineinzulesen. Die Munition bei der aktuellen
Jagdsaison sind die allzeit beliebten
Antisemitismusvorwürfe; bei dem Wild handelt es
sich um den Nahost-Experten Dr. Ludwig Watzal,
Mitarbeiter der Bundeszentrale für politische
Bildung. Ein anerkannter und vielfach
publizierter Wissenschaftler, der in den Augen
mancher Fundamentalisten jedoch einen
entscheidenen Fehler aufweist: Watzal hat ein
Auge für Grautöne, empfindet auch Mitleid mit
den Palästinensern und kritisiert immer wieder
das Vorgehen des israelischen Staates. |
Jagaktionen gegen Dr. Ludwig Watzal

Abgesehen vom politischen
Hintergrund, demonstrieren diese
Jagaktionen gegen Dr. Ludwig Watzal ein Denken und
Verhalten, welches unserer
demokratischen Gesellschaft, nach
der geistigen Überwindung des
Hitlerreiches nicht mehr entsprechen
sollte. Es lässt sich nicht
gleichsetzen, aber wenn man die
Jagdaktion gegen Dr. Ludwig Watzal
nachvollzieht, drängen sich Erinnerungen an
Jagd- Verfolgungsaktionen in der
DDR, an Verleumdungskampagnen,
mit denen das Nazireich arbeitete sich auf.
Eine beispiellose
Existenzvernichtende Menschenjagd
wird hier dokumentiert.
Mittlerweile werden teilweise
Beweise gefälscht, fleißig werden
Aussagen verdreht und verfälscht.
Die Wirklichkeit des Nahen Osten,
die Wirklichkeit dessen was Dr.
Ludwig Watzal wirklich sagt, sagte
wird überspielt.
Auch Bezüge zu
"modernere" Formen des
Menschenjagen,
Stalking,
Mobbing sind zu erkennbar. Hierin begründet
sich auch, über alle politischen
Grenzen und Gegensätze hinweg die
erkennbare Kritik an dem Wirken
dieses Netzwerkes Honestly Concerned
+ "Freunde"
mehr >>>
Herr Dr. Watzal,
den ich aus zahlreichen
Veröffentlichungen, aber auch aus
seinem unerschöpflichen Engagement
für die Suche nach Ausgleich und
Frieden, unter Respektierung des
Menschen- und Völkerrechts kenne,
hat anderes verdient als
"schizophrene" Zweiteilung seiner
Ansichten in "dienstlich" und
"privat" (Es ist ein Jammer, dass
Kurt Tucholsky, der große jüdische
Deutsche nicht mehr unter uns weilt,
er hätte diesem Vorgang eine seiner
schönsten Glossen widmen können!
Das
unterscheidet auch Tucholsky von
Broder.
Quelle und
mehr
Etwas übersehen zu haben,
eine Person kurzfristig falsch
eingeschätzt zu haben, macht aus einem überzeugten Antirassisten
noch keinen Antisemiten. Wenn man wahrnimmt, wie leichtfertig
und instrumentalisiert dieses nun Dr.
Watzal kritisierende Netzwerk mit dem
Antisemitismus verdacht umgeht, denke
ich hier ist ein viel größerer,
gefährlicher und umfangreicher,
wirklicher moderner Antisemitismus zu
erkennen. Die Opfer des Holocaust werden
zu einer Waffe instrumentalisiert. Dem
sollten wir widersprechen und
widerstehen.
Täter müssen als Täter behandelt
werden, Opfer als Opfer.
GÖB - Solidarität mit Dr. Ludwig Watzal
>>>
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Die Marschrichtung,
in die man marschierte
verriet schon vor
Jahren der
den Antideutschen
Henryk M. Broder
und Samuel
Laster
nahestehende
Ralf Schröder,
(Er nannte sich auch mal
Leo Ginster,
unter welchem Namen
er zur Zeit im Netzwerk
oder bei Henryk
M. Broder
auftritt ist noch unbekannt).
In der juedische.at
schrieb er offen
und frech:
"War also unser
Bemühen
erfolgreich?"
Meinungsfreiheit - Es ist
schon wieder Jagdsaison
- Arne Hoffmann -
(...) Die Skandalierung um
Faruk Sen ist fast schon
wieder vergessen, sie ist ja
auch schon länger als einen
Monat her. Und dieser Tage
kocht ein Fall hoch, bei dem
es, ähnlich wie bei Peter
Krause, mal wieder darum
geht, in verschiedene
Veröffentlichungen eines
Autors irgendetwas
Belastendes hineinzulesen.
Die Munition bei der
aktuellen Jagdsaison sind
die allzeit beliebten
Antisemitismusvorwürfe; bei
dem Wild handelt es sich um
den Nahost-Experten Dr.
Ludwig Watzal, Mitarbeiter
der Bundeszentrale für
politische Bildung. Ein
anerkannter und vielfach
publizierter
Wissenschaftler, der in den
Augen mancher
Fundamentalisten jedoch
einen entscheidenen Fehler
aufweist: Watzal hat ein
Auge für Grautöne, empfindet
auch Mitleid mit den
Palästinensern und
kritisiert immer wieder das
Vorgehen des israelischen
Staates.
4.4.2008 - Zu:
Tagesspiegel
04.04.08:
Antisemitismus:
Schäuble soll gegen
Nahostexperten
vorgehen. Jüdische
Institutionen aus
Deutschland und
Österreich fordern
die Entlassung eines
Redakteurs der
Bundeszentrale für
politische Bildung.
Der Vorwurf:
antisemitische
Stimmungsmache. In
ihrem Bemühen wenden
sich die jüdischen
Einrichtungen direkt
an Innenminister
Schäuble. von Frank
Jansen
www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Antisemitismus;art122,2506906
Darin: "Der Vorwurf
lautet, knapp
zusammengefasst:
antisemitisch
eingefärbte Agitation
gegen Israel. Es geht um
Ludwig Watzal, der sich
seit Jahren mit dem
israelisch-palästinensischen
Konflikt befasst, seit
1986 als Redakteur für
die BPB-Zeitschrift 'Aus
Politik und
Zeitgeschichte' schreibt
und zudem privat fleißig
publiziert. (...) Watzal
bediene 'allseits
bekannte antisemitische
Klischees', ärgert sich
der Generalsekretär des
Zentralrats der Juden in
Deutschland, Stephan J.
Kramer, in seinem Brief
an Schäuble, dessen
Ministerium die BPB
zugeordnet ist."
- Anis' Kommentar:
Wieder einmal gehen
Zionisten und
Philosemiten gegen
Menschenrechtler vor.
Der
Antisemitismusvorwurf
machts möglich. Er
dämonisiert Kritiker und
ist in den Händen von
parteiischen Gruppen und
Einzelnen. Während die
taz sich am 25.03.
("Jagt den Watzal")
einer neutraleren
Sichtweise verschrieb,
gibt der Tagesspiegel
den "jüdischen
Institutionen" viel
Gewicht, die mit ihrem
Totschlagargument die
deutsche Öffentlichkeit
manipulieren und den
Militärstaat Israel
unterstützen. Ludwig
Watzal ist ein
gewissenhafter
Journalist, den ich seit
Jahren persönlich kenne.
"Antisemitisch
eingefärbte Agitation
gegen Israel" ... Man
sieht schon an der
Sprache, welcher Geist
hinter solchen
Beschuldigungen steckt.
Solange sich Israel
prinzipiell dem Recht
verweigert und es
Menschenrechtsverletzungen
im Namen der Juden
ausführt, ist jeder
Antisemitismusvorwurf
hartnäckig zu prüfen ...
und zwar nicht von
befangenen Instanzen.
Man bedenke auch, dass
JEDER, der sich
öffentlich für die
Rechte der Palästinenser
einsetzt, von jemand
anderem "Antisemit"
genannt wird. Es liegt
weitgehend im Ermessen
von Medien und
Politkern, diese
Vorwürfe aufzugreifen
und so lange zu
verbreiten, bis sie zum
Diskursausschluss
reichen. (Siehe dazu die
Studie zum
Antisemitismusvorwurf
unter
www.anis-online.de/1/essays/14.pdf)
Wann erscheinen in der
deutschen Presse die
ersten Artikel über
philosemitische
Stimmungmache? Anis
Hamadeh
31.3.2008
-
Konzertierte Aktion
- Knut Mellenthin
- Israel-Kritiker am
Pranger: Wie
Spiegel-Journalist
Henryk M. Broder gegen
einen Mitarbeiter der
Bundeszentrale für
politische Bildung mobil
macht -
Seit mehreren Jahren
findet eine muntere
Treibjagd
rechtszionistischer
Kreise auf Ludwig Watzal
statt, um seinen
Arbeitgeber, die
Bundeszentrale für
politische Bildung, zur
Kündigung ihres
angeblich
antisemitischen
Mitarbeiters zu drängen.
Insbesondere der
Spiegel-Journalist
Henryk M. Broder
verfolgt auf seiner
Internetseite »Achse des
Guten« den bekannten
Israel-Kritiker mit
obsessiver
Aufmerksamkeit >>>
31.3.2008 -
Weisskirchen (MdB/SPD) sagt
erstmals, was er wirklich von
Watzals angeblichem Antisemitismus
hält
-
[Wir
hatten schon vor einiger Zeit auf
die Behauptung aufmerksam gemacht,
Weisskirchen, MdB, SPD, habe
unmittelbar die Entlassung des
Journalisten Watzal bei der Zentrale
für Politische Bildung gefordert,
weil er- Weisskirchen- Watzal für
einen Antisemiten halte. Eine
direkte Äußerung Weisskirchens war
damals im Netz nicht aufzufinden
gewesen. Insofern konnte STATTWEB
auch nur die Frage weitergeben.
Dankenswerterweise hat Junge Welt
nun eine entsprechende Frage an
Weisskirchen gestellt und eine
-unserem Eindruck nach- ausweichende
Antwort erhalten. Immerhin steht
damit fest, dass die in der "Achse
des Guten" von verschiednen Autoren
wiedergegebenen Aussagen über die
baldige Entlassung Watzals aufgrund
einer erwarteten Intervention
Weisskirchens in der dort geäußerten
Form nicht zutreffen.
>>>
Aufgefallen
-
Jagt
den Watzal
-
Georg
Baltissen - Proisraelische
Aktivisten fordern, dass
ein israelkritischer Redakteur
der Bundeszentrale seinen
Job verliert -
BERLIN
taz - Die schwelende
Fehde zwischen Antideutschen
und Israelkritikern ist
wieder offen ausgebrochen.
Ludwig Watzal, Redakteur
bei der Bundeszentrale für
politische Bildung (BpB)
und rühriger Kritiker israelischer
Besatzungspolitik, sieht
sich erneut mit konzertierten
Attacken konfrontiert, die
ihn des Antisemitismus anklagen
und ihn aus seinem Job entfernen
wollen.
Ein Märchen
das der Wirklichkeit folgen recht
wirklich erscheint: - Relativ
offen berichtet man auch (fiktiv)
öffentlich über die konzertierte
Aktionen gegen Dr. Watzal und wie
man ebenfalls konzertiert die
Bundeszentrale für politische
Bildung mit sehr unsauberen
Methoden, mit öffentlichen Kampagnen
politisch beeinflusst hat. So steht
im März 2006 in "Lizas Welt" einem
anonymen Blog der den vom
Verfassungsschutz nahestehenden
Antideutschen zuzuordnen ist:
"Deidre Berger bezeichnete die
gelungene Intervention bezüglich der
Bundeszentrale für Politische
Bildung als Erfolg einer
Aufgabenteilung und Kooperation mit
verschiedenen
zivilgesellschaftlichen Akteuren,
ohne deren Unterstützung die
Kurskorrektur der Bundeszentrale
kaum möglich gewesen wäre.
Auch als Watzal gegen Lars
Rensmann vom Potsdamer
Moses-Mendelssohn-Zentrum juristisch
vorgehen wollte, da er sich in
Rensmanns breit rezipierter
Dissertation
Demokratie und Judenbild
falsch dargestellt fühlte,
bezeichnete es Deidre Berger als
Selbstverständlichkeit, Rensmann mit
politischer und anwaltlicher
Unterstützung beizustehen, nicht
nur, weil dieser seit Jahren ein
enger und geschätzter Partner des
Berliner AJC sei, sondern auch, weil
sie ihre Aufgabe als
American Jewish Committee
in Deutschland in einer umfassenden
Unterstützung politischer,
akademischer und
zivilgesellschaftlicher Akteure
verstehe.
Deidre
Berger im Gespräch mit dem
Internetmagazin
Die
Jüdische:
„Wir
wollen dies nicht als
Hegemoniebestreben über die NGOs
verstanden wissen. Unsere
politische Kultur ist nicht von
Hierarchien und Autoritäten
geprägt. Wir verstehen uns
vielmehr als Dienstleister
gegenüber den Akteuren, denen es
oft an den nötigen materiellen
und infrastrukturellen
Voraussetzungen mangelt, die
aber die politische Kompetenz
und das persönliche Engagement
mitbringen, in Deutschland
entschieden gegen Antisemitismus
und Antizionismus zu wirken. ...
"
(...) Während die
amerikanische
Anti-Defamation League (ADL)
oder das
American Israel Public Affairs
Committee (AIPAC) die
Arbeit des AJC in Berlin als
„oft zu wenig diplomatisch“
kritisieren, sehen dies die
deutschen Partner gerade als
Vorteil. Es stünden nicht „Big
Shots“, sondern „Hot Topics“ im
Vordergrund."
Quelle
und mehr
Interessant ist
dabei zu erfahren, wie Politiker
instrumentalisiert werden.
Aber erhellendes (fiktiv) erfährt
man so auch über Herrn
Weisskirchen:
"Diese „heißen Themen“ versucht
das American Jewish Committee auch
auf internationalen Konferenzen zu
platzieren. Dazu habe man sehr gute
Beziehungen zu Gert Weisskirchen
aufgebaut, dem außenpolitischen
Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion
sowie persönlichen Beauftragten des
OSZE-Vorsitzenden zur Bekämpfung des
Antisemitismus. Dieses Verhältnis
ist durchaus spannungsreich, wie
Deidre Berger zu berichten weiß:
(...) Wir erwarten daher von Prof.
Weisskirchen in seinen
herausragenden Ämtern endlich ein
Drängen auf Verbindlichkeit. Was
nützt es, wenn Prof. Weisskirchen
uns gegenüber den holistischen
Ansatz ablehnt, der erst
Antisemitismus und Rassismus
gleichstellt, um sich dann vorrangig
den angeblichen antimuslimischen und
antichristlichen Vorurteilen zu
widmen, wenn er diese Ansicht nicht
auch in seinen öffentlichen Ämtern
vertritt? Wir machen unsere
vielfältige Unterstützung für Prof.
Weisskirchen sehr wohl davon
abhängig, ob seinen Reden auch Taten
folgen."
Ein Märchen das der Wirklichkeit
folgen recht wirklich und erhellend
erscheint oder?-
Quelle und mehr
Erhard Arendt
20.3.2006 -
Endlich stellt sich wohl auch
Thomas Krüger
(selber ein Jagdziel des Netzwerkes) hinter Ludwig Watzal und gibt dem Netzwerk die nötige Absage
|
"...Dr. Ludwig Watzal bleibt Dienstnehmer der
Institution, die für politische Bildung an deutschen Schulen zuständig
ist."
Eine Anfrage der Internetzeitung "die jüdische" wurde von Thomas Krüger
beantwortet. Thomas Krüger ist demnach am 20.3.2006 Präsident der
Bundeszentrale für politische Bildung. Die Leitung der Behörde ist nicht
befristet, so Krüger.
Ludwig Watzal ist nach Angaben Krügers Mitarbeiter der Bundeszentrale
für politische Bildung. Sein Arbeitsvertrag ist nicht befristet..."
Gefunden in der juedische.at |
2.
Februar 2006 -
Ein Schreiben, im Auftrag
des
Innenministers Herr Schäuble aus dem Innenministerium an Erhard Arendt, gibt
der Jagdaktion gegen Dr. Watzal ein eindeutige Absage.
| "...Die Bundeszentrale ist in
der Vergangenheit wiederholt (...) zum Gegenstand auch heftiger und
polemischer Kritik gemacht worden. Sie prüft daher Schritte, durch
die sie sich künftig gegen derartige Kritik besser als bisher
schützen kann. Eine Kündigung von Herrn Dr. Watzal ist nicht
Gegenstand dieser Prüfung..." gez. Eberhard Kuhrt |
Eine Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirates der Bundeszentrale für politische Bildung deutet Honestly Concerned als Absage an die Hetzkampagne:
|
Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirates der Bundeszentrale für politische Bildung
In den vergangenen Wochen ist die Bundeszentrale für politische Bildung von verschiedenen Seiten und mit entgegen gesetzten Argumenten in ihrer Haltung zum Nahost-Konflikt der Parteilichkeit bezichtigt worden.
Der Wissenschaftliche Beirat hat sich in seiner Sitzung am 26. Januar eingehend mit den Vorwürfen beschäftigt und hält die in der Sitzung erörterten Schritte für angemessen. Er nimmt mit Befremden die Versuche verschiedener Gruppierungen zur Kenntnis, die Bundeszentrale für politische Bildung für ihre Interessen zu instrumentalisieren oder sie durch öffentliche Kampagnen unter Druck zu setzen. Wir halten in diesem Zusammenhang fest, dass es die Aufgabe der Bundeszentrale ist, kontroverse Themen aufzugreifen und verschiedene Positionen darzustellen, um dem Bildungsauftrag einer pluralistischen Demokratie gerecht zu werden. Diesem Ziel hat die Bundeszentrale für politische Bildung stets entsprochen. Der Beirat zweifelt nicht daran, dass sie auch in Zukunft dieser Aufgabe mit der gebotenen Sorgfalt nachkommen wird und unterstützt sie in diesem Bestreben.
Im Namen der Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats
Prof. Dr. Beate Neuss,
Vorsitzende |
|
So kennt man die bpb, so sollte sie sein und
so
sollte
sie
trotz
der
undemokratischen
Verleumdungskampagnen
von HC
und
seines
Netzwerkes
auch
bleiben....
Damit
unterstützt
der
Beirat
auch
eindeutig
die
Position
von Dr.
L.
Watzal.
Dazu
kommentiert
entlarvend
(
eventuell
Sacha
Stawski, "Chefredakteur" von Honestly Concerned?) in der Mailingliste
von
HC:
Quelle |
|
"...Leider ist
aber wohl auch klar, daß wir diesem "Entwurf" aber in jedem Fall die
eindeutige tendenzielle Einstellung von Frau Neuss und dem
Wissenschaftlichen Beirat der BpB entnehmen müssen..... "
Quelle |
Sophia Deeg hat es in einem
Kommentar zur ersten "Anhörung
zum Antisemitismus" im Deutschen
Bundestag vom
22.
November
2004
auf den Punkt gebracht:
"Warum
eigentlich muss man – nicht nur
im Fall von Ludwig Watzal –
Antisemitismus erst herbeireden?
Der zunehmend zu beobachtende
Antisemitismus auf deutschen
Straßen und an deutschen
Stammtischen bereitet offenbar
nicht die Sorge, die dazu
motivieren würde, sich mit aller
Kraft dagegen zu stellen,
anstatt Menschen zu
diskreditieren, die schlicht die
israelische Politik anders
beurteilen als man selber. Der
real existierende Antisemitismus
ist solchen „Experten“ offenbar
gleichgültig genug, um den
schwerwiegenden Vorwurf durch
inflationären Gebrauch zum
leeren Allgemeinplatz zu machen,
der alles und nichts beinhaltet.
Der
eigentliche Skandal jedoch ist
das Verhalten von „höchsten
Stellen“ der Bundesrepublik, von
Parlamentariern wie in diesem
Fall Professor Weisskirchen.
Skandalös ist die sträfliche
Leichtfertigkeit, mit der das
Thema Antisemitismus verhandelt
wird, wenn man diesen „Experten“
in Gremien, die sich vorgeblich
dem Kampf gegen den
Antisemitismus verschrieben
haben, ein Forum bietet. Wie
kann es sein, dass in einem
solchen Gremium ein Jörg
Rensmann unwidersprochen haltlos
und verhetzend
herumschwadroniert: „Wir haben
es wie z.B. in Frankreich mit
dem Phänomen zu tun, dass sowohl
islamischer als auch arabischer
Antisemitismus in gewisser Weise
nach Europa zurücktransportiert
wird...und hier vor allem von
linken Basisbewegungen
aufgegriffen wird.“ –
Tendenziöse, suggestive
Äußerungen, die keiner
Überprüfung allein schon der
darin verwendeten
Begrifflichkeiten und
postulierten Zusammenhänge
standhalten. Ein Phänomen, das
genuin europäischer Provenienz
und Prägung ist, soll
„islamisch“ oder „arabisch“ sein
und nach Europa
„zurücktransportiert“ werden?
Falls es, selten belegt, in
Frankreich, Deutschland oder
anderswo Übergriffe auf jüdische
Einrichtungen oder Menschen und
anti-jüdische Äußerungen durch
arabischstämmige Europäer oder –
was wiederum deutlich
abzugrenzen wäre - aufgrund
religiöser (muslimischer) Motive
gegeben hat, wäre dies,
wissenschaftliche Redlichkeit
vorausgesetzt, nicht unbesehen
mit dem Begriff des
Antisemitismus
(christlich-europäischer
Tradition) zu belegen. Dass
irgendwelche „linken
Basisbewegungen“ diesen von
Rensmann behaupteten
„arabischen“ oder „islamischen
Antisemitismus“ „aufgreifen“
würden, wird auch durch
wiederholte Behauptung nicht
wahr.
Die
Ausführungen zweier der
geladenen Experten, beide nicht
in Deutschland lebend, atmeten
allerdings einen anderen Geist –
die von Alfred Grosser
(Frankreich) und von Brian Klug
(U.S.A. bzw. GB). Während
Experten und Diskutanten immer
wieder für klare Definitionen
und Kriterien als Grundlage
einer Bekämpfung des
Antisemitismus plädierten,
jedoch mit ungeklärten Begriffen
und unbelegten Behauptungen
hantierten, war es vor allem
Brian Klug, der tatsächlich
einen konstruktiven Beitrag zur
Klärung leistete, indem er den
häufig diffus verwendeten
Begriff vom „Existenzrecht
Israels“ auf seine verschiedenen
möglichen Bedeutungen hin
abklopfte und auf dieser
Grundlage der Frage nachging, ob
es antisemitisch sei, das Recht
Israels auf Existenz zu
verneinen. Jörg Rensmann
antworte, Professor Klug
verkenne den Vernichtungswillen
der Hamas. Mit dieser Antwort
offenbarte er sein schlichtes
Unvermögen, eine Begriffsklärung
von einer Aussage über real
existierende politische Akteure
zu unterscheiden.
Alfred
Grosser sprach als erster
Experte und wurde in
erschreckender Weise von fast
allen, die sich im Laufe der
Diskussion zu Wort meldeten, ins
Abseits gestellt und vom
Vorsitzenden nicht in Schutz
genommen. Vielmehr distanzierte
sich dieser sofort, nachdem
Grosser gesprochen hatte. Ralf
Schröder (ebenso wie Jörg
Rensmann von „die Jüdische“,
Berlin) zeigte sich „befremdet“,
dass eine Position wie die
Grossers „tatsächlich ernsthaft
und relevant in diesem Hause
diskutiert wird“.
Was hatte
Herr Grosser Ungeheuerliches
geäußert, das derart
inkompatibel mit den
Einstellungen der anderen
TeilnehmerInnen der Runde war,
dass sie nicht einmal darüber
reden wollten?
Er hatte aus
seiner Sicht die Frage
beantwortet, was es heiße,
Israel zu kritisieren, da die
Abgrenzung von Israelkritik und
Antisemitismus eine der Aufgaben
der Gesprächsrunde war. Es gehe,
so Grosser, nicht nur um die
Politik Israels, es gehe um
Verbrechen. Damit sprach er
etwas aus, was auch viele
Israelis, selbst führende
Vertreter des israelischen
Establishments inzwischen
glauben aussprechen zu müssen,
gerade weil ihnen ihr Land, ihre
Gesellschaft am Herzen liegt und
sie deren Absturz nicht ruhig
mit ansehen können. Alfred
Grosser begründete sein
kritisches Engagement im
Zusammenhang mit Israel mit
seiner jüdischen Identität, so
wie er sein kritisches
Engagement in Bezug auf den
Algerienkrieg mit seiner
französischen Identität
begründete und sein kritisches
Engagement in Bezug auf das
Nachkriegsdeutschland mit seiner
deutschen Herkunft und seinen
republikanischen Überzeugungen,
die ihm geboten sich
einzumischen, wenn ihm die
Bundesrepublik von grundlegenden
demokratischen Prinzipien
abzuweichen drohte (so
seinerzeit im Zusammenhang mit
den Berufsverboten).
Des weiteren
warf Grosser die Frage auf, was
Juden gegen Antisemitismus tun
könnten und kam zu dem Schluss:
„Es ist Antisemitismus fördernd,
wenn man nicht zugleich (mit dem
Kampf gegen Antisemitismus)
andere Rassismen bekämpft.“ Dies
sei Aufgabe von Juden und
jüdischen Organisationen. Mit
dieser Auffassung steht er unter
französischen Juden durchaus
nicht allein. Die Union Juive
Francaise pour la Paix
beispielsweise arbeitet eng mit
der Association des Travailleurs
Maghrebin de France zusammen und
ist wie diese selbstverständlich
Teil verschiedener
antirassistischer Bündnisse,
weil sie den Kampf gegen
Antisemitismus und andere Formen
von Rassismus und
Diskriminierung als ein
gemeinsames Anliegen von Juden,
Arabern/Muslimen und anderen
BürgerInnen der Republik
verstehen.
Grossers
Argumentation, die man als
humanistisch und republikanisch
beschreiben könnte, ein
politisches Selbstverständnis
jenseits partikularer Interessen
oder Ambitionen war für die
Teilnehmer einer Gesprächsrunde
bundesrepublikanischer
Parlamentarier und Experten in
Sachen „Antisemitismus“
unerträglich - sie sprechen
eine
g r u n d s ä t z l i c h andere
Sprache. Eine wahrlich
gespenstische Situation, vor
allem für den mit wenigen
dämonisierenden Worten als
Gesprächpartner
Ausgeschlossenen. Immerhin
durchbrachen zwei Abgeordnete
das menschlich vollkommen
inakzeptable Verhalten der Runde
einschließlich ihres
Vorsitzenden; Frau Pfeiffer und
Frau Philipp, beide CDU/CSU,
gestanden Grosser das Recht zu,
eine abweichende Auffassung zu
äußern und bedauerten, dass sich
niemand argumentativ mit ihm
auseinandergesetzt hatte. Auch
die Grünen-Abgeordnete Claudia
Roth wies die unflätigen
Einlassungen von
Ralf Schröder
(„Die Jüdische“) zurück.
Es bleibt die
Frage: Wie kommt es in der
Bundesrepublik und in einem
solchen für ihre politische
Kultur einigermaßen
repräsentativen Gremium zu einer
derart monolithischen, geradezu
totalitär verfestigten Ideologie
zum Thema Antisemitismus und
Israel (denn es handelt sich um
Ideologie - im Marx’schen Sinne:
falsches Bewusstsein - und nicht
um rational begründbare
Einschätzungen oder
Standpunkte)?"
mehr >>>
Ein Artikel, gefunden bei Anis Hamadeh -
Man sollte das Schlusszitat
von CDU-Politikerin Köhler genau lesen
und sich fragen, ob Ludwig Watzal nicht mehr als
irgendjemand anderes diesen Auftrag erfüllt: "Die Bundeszentrale für politische
Bildung hat als Leitbild aufgetragen bekommen, das demokratische Bewußtsein in
der Bevölkerung zu fördern. Es ist nicht der Ort, um falsche Ideologien zu
verbreiten", sagte sie der WELT. - Eine Medienkritik von Anis Hamadeh
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