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WORTWERKSTATT

Hier finden sie die Gedichte die  noch (auch die anderen sind im Prozess) bearbeitet werden. die neusten Gedichte werden nach oben gesetzt... 
In den letzen Jahren habe ich nicht so viel geschrieben, deswegen verändert sich wenig.
Mein schreiben ist realer geworden. siehe das: 
Nahostportal und andere Seiten.

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Stand
Donnerstag, 13. September 2007 19:20


warten wir
bis die zeit in minuten herauskommt
entscheiden wir dann
sind sie zu langsam
zu schnell

 

auf der strasse
ich stehle ihr lächeln
das meist nicht mir gilt
meine augen durchdringen ihr kleid
berühren den körper
sekundenlang speichern für später

 

 

 

keiner von denen die es sind
ist mir nahe
kein parkplatz
kein regenschirm bei tränen
die wüste ist eingefroren

die weit von mir
sind mir doch wieder so nah
das ich sie nicht vergesse kann

die stunden der berühung
erinnerung
ein verlogenes gedicht

es zieht sich in mir zusammen
berühret mich
bei den bildern im tv
ist doch so weit von mir

verloren, vergessen nie gewollt
verspielt
das leben fließt in andere richtungen
die landkarte wurde falsch gezeichnet
es war ein böses spiel
ende der fahrt

4.8.5
 


dein körper
ich glaubte du währest dort
wo ich dich fühlte

ein leere hülle
der illusion entleert
eine fahrkarte
keine station weiter
vor mir

 


unbekannt
so nahe
bewegtest du dich
in einer anderen welt
dein platz im alltag ist leer
 

 

ein körper
zieht sich eine endlose weite entlang
 
wie ein tropfen im meer
löse ich mich auf
 

 

zugfahrt

es war
sprach er
öffnete ein fenster
es wird
immer früher hell

 es wird später dunkel werden
antwortet sie

er fühlte ihr herz schlagen
gedanken durchdrangen
den schleier ihrer kleidung
sie sah ihn mit seinen  augen

 atemlos
ein sommerwind
feuerwerk


dein reden
erweitert nicht mehr meine welt


 

erinnerung an karin - 2003 gestorben

 

 

 

sommer

 den sommer erlebte ich in dir
wenig von dem was du wolltest
hattest du bisher gelebt
wir waren wie kinder

warum lies sich die wäme  dieses sommer nicht  speichern
wärme für eine ewigkeit

ein geruch von kräutern
schwüle warme luft
körper in brennender sonne
berührungen,
dich  durchdringungen
der zauberer war ich für dich
eine zeit lang
ich explodiere in dir
 
 

luft schwebt flimmernd über den dächern
steigt
sonne fängt sich in gläsern
verbrennt das gras
mich

es war keine ewigkeit
keine verlorene welt
doch danach war alles anders

 wolken ziehen auf
bringen der  frucht leben

namenlose gedanken
schweben, ziehen mit den wolken

 sie suchen
den zauberspruch der erfüllung, der erlösung
lösen sich auf im sonnenlicht
wachsen
in das dunkel der feuchten nacht hinein

1973-2003

 

 

 

winter

zwei kastanien
in einer schale
aneinandergeschmiegt
erinnerungen an dich
im schnee

gedankenknoten
schweben durch den raum
verweben sich mit den  wünschen
der hoffnungslosigkeit
des tages
im traum
vermischen sich
mit den eisblumen an den fenstern

 

 

winter
leise rieselt das salz
frisst blanke pfützen
in das eis

die luft
 trägt in der sonne
noch eine erinnerung an deine wärme
vergehend
neben mir rasselt ein kompressor

vertrocknend sich auflösend
liegen die kastanien im schnee

ich kratze spuren in das eis der fenster
schaue hindurch
sehe dich nicht
in der erinnerung die wärme deiner haut
sie wärmst mich nicht mehr

1967 -2003

 

 

frühling
 

licht bricht sich
in den vertikalen trennungen der autobahn
aus vielen farben wird wieder weiß
weiß bricht schwarz

wege entstehen beim gehen

der weg
der keim
er wächst
in das licht


der wind zerbläst wolkenformen
zu wechselnden figuren

bewegt  die blätter

 mich
an den  rand meiner zeit

die zeit
bewegt sich auf uns zu
an uns vorbei
nimmt die erinnerung mit
an das was wir gewesen
könnten sein

 

 

mein leben
trägt hoffnungen in schichten

angeliebt
bewegen sich meine gedanken
um mich herum

ein kleines stück
möglicher WIRKLICHkeit
verläßt mich

aus dem schweigen heraus
wächst kein neues leben

ich zeichne eine linie
mehr oder weniger nah
an dem was mein leben sein wird entlang

 

 

meine hoffnung
durchdringt  die zeit
überholt mich
 immer wieder
setzt
neue markierungen
an denen vorbei
ich
mich
tastend bewege


 

 

 


die möglichkeiten 
vermischen sich mit der erinnerung
der hoffnung
könnte es  sein?

zwei träger
alpha und omega
an denen vorbei
sich mein leben bewegt
verrostet
immer dünner werdend

wie zerbrechlich
kann ein leben doch sein


 

 

bunte lichter
am baum der hoffnung
lametta der erinnerung
verdecken für kurze zeit die wirklichkeit


die schwere des lebens
ist erfüllt von hoffnung
von ihr bewegt
 

alles vermischt sich
 immer die gleichen
gesänge
jahr für jahr


das  rascheln der einkaufstüten
 klimpern der geldbomben
getragen vorbei an denen
die nicht einmal die hand mehr heben
 

der geruch von gebranneten mandeln
ist verwachsen mit der erinnerung
eines gewesen kindes

das immer noch hoffen
auf die bescherung wartetend
die nie kommt


das handy unterm weihnachstbaum
stillt kurzfristig den wunsch nach nähe
die klänge deren stimmen uns betäuben
berühren nicht wirklich sind
eine der illusionen

die süße  die das  bittere
des alltags nicht überdeckt
erfüllt weite flächen

das rot der kugeln, ihr leuchten
vermischt sich mit den explodierenden bomben
auf dem bildschirm
der geruch von verbrannter wurst
weckt schmerzhaft
die erinnerung an verbrannten fleisch
 

mich halten kann nur noch ein kind
klein, glaubend
währe ich du


spüle hinweg das übersüße
das  "kauf mich und du bist glücklich"
die  illusionen der  marktschreier

an den bunten fassaden hängen
aufgehängt
bunt bemalt
abgestorbene hoffnungen und träume
glitzernd  nicht erfüllbare
versprechungen
kassenfüllende hoffnungen
verlockungen

morgen wird es geschehn
glauben wir
täuschen uns immer wieder

und je  näher es  kommt
gespeist aus der erinnerung
löst es sich auf
wie ein fata morgana
in der kälte der nacht
 

 

hoffnungen
wünschen sich  in die zukunft hinein

angelhacken
am anderen ende die zeit

die halten
leben lassen
schrecklich wenn sie verloren

es verschwimmt
vor meinen augen
ich sehe immer klarer

das geschenkpapier wird  transparenter
fällt ab,
löst sich auf
wird durchschaubar

der inhalt
ist  schmerzhaft anders
als wie  es die bilder der verpackung zeigen


momentaufnahmen

wanderern zwischen den zeiten
und welten
besteigen den berg
immer wieder

 

geh leichten fußes
unbeschwert
dein leben wird nicht enden
ohne dich

aber nur ohne dich
wird es erinnerung

sie werden dich nicht täuschen
denkst du
sie versprechen nichts mehr

sie werden immer  dünner
verlieren sich
waren da

wir sind immer dort
wo wir sein wollen
wo wir uns sehen
sind für andere
uns
oft nicht so sichbar


die kraft der träume
verändert unsere welt
löst die wirklichkeit
verwandelt sie in steigende wolken


der traum vergeht
eine neue
wirklichkeit
ist geboren
 

 

meine hoffnung
dringt durch die zeit
erreicht mich immer wieder
mischt sich mit den erinnerungen
dem was war
was hätte sein können
sein wird?

setzt immer wieder
markierungen
an mir vorbei

die möglichkeiten
 der existierenden wirklichkeit
 vermischen sich mit der
der hoffnung
es könnte doch sein?

zwei träger die einen faden halten

mein leben verrostet immer mehr
dünner werdend
zerreist der faden

wie zerbrechlich kann das leben  sein

 

weihnachten 22.12. 2001 - 22.12 Uhr - 16.5.05

hoffnungen
wünsche die sich in die zukunft hinein erinnern
angelhacken
am anderen ende der zeit

aus der erinnerung an mögliches heraus
verschwimmt es
vor meinen augen
ich sehe klarer

das geschenkpapier wird immer transparenter
fällt ab,
löst sich auf
wird durchschaubar
der inhalt der hoffung
ist meist kleiner
anders als es auf der verpackung stand

 

 

die liebe die ihr schenkt
(meistens euch selber)
lebt sich vorbei
an der illusion einer wirklichkeit wirklichkeit
 

immer wieder
ertrinkt die hoffnung des frieden
im blut des krieges
das erst von bedeutung
wenn es das eigene ist

tagtäglichkeit des seins
mit unserer gierigen lust
der überbetonten individualität
in der das wir ersticken
verdursten lassen
mit unserer unendschiedenheit
 

2001-2005


tragen wir doch ein wenig mehr
unsere hoffnung auf die strasse
rufen schreien wir sie heraus
in die  einsamkeit
unseres herzens
verzagt und mutlos

trefen wir uns dort wo die glocken läuten
und werden die
die wir sein wollten
sein wollen
sind
unter dem panzer
der versteckten erinnerung an unsere wünsche
und illusionen


lösen uns auf
im duft der weihnachstzeit


berühren wir uns
so stark, so stark.......
sei da wo ich dich fühle

der schatten des nacht sollte
nur die andere seite der sonne sein

versprechungen
kassenfüllende hoffnungen
verlockungen
 je näher man ihnen kommt
umso schneller lösen sie sich auf
eine fata morgana

finden wir uns dort wo die glocken läuten

2001-2005


 

frohes fest
kleister für die seele
golderner lack über
dem müllhaufen der weltgeschichte
auf dem unsere ideale sich langsam auflösen
verlorene erinnerung
ertränkt im weihnachtswein
leuchten in der erinnerung
verlöschend im licht des tages
den alpträumen in der nacht
warum nicht
warum nicht auch das andere
warum nicht zulassen
das es anders ist

bunte lichter
am baum der hoffnung
geschmückt mit dem lametta unserer illusionen
für kurze zeit

auf der wolke hoffnunglos
ruhen wir nicht gerne
mit rührung beladen
erleben die erfüllung nicht
auf der strasse der wirklichkeit


das handy unterm weihnachstbaum
erfüllt nicht den wunsch nach berührung

die cd deren stimmen nur kurzfristig die sehnsucht  betäubt
nur kurzfristig berührt
nicht wirklich
eine illusionen
süße  die im nachhinein oft bitter schmeckt

das rot der kugeln, ihr leuchten
veverfärbt sich mit den explodierenden bomben
die wir im fernsehen sehen
dem blut an den wänden
nach dem familienfest
und dem geruch von verbrannter wurst
es weckt schmerzhaft
die erinnerung an verbranntes fleisch
 

dezember  2001-2005