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NICHT DIE OFFIZIELLE HOMEPAGE VON HENRYK M. BRODER


Das meint der Leser... über Henryk M. Broder -
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Buchkritik: Henryk M. Broder:
"Hurra, wir kapitulieren. Von der Lust am Einknicken"


"Mann, sind die alle blöd! Henryk M. Broder, bekannt für seine scharfzüngigen Glossen im Spiegel, hat diesmal 180 Seiten gebraucht, um diese Erkenntnis zu formulieren." Quelle

 
 

Buchkritiken von Arne Hoffmann
W. Frankenberg
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«Die Idee, man könnte dem Terror nur mit rechtsstaatlichen Mitteln beikommen, übersteigt die Grenze zum Irrealen.»

Im Jobst-Wolf-Siedler-junior-Verlag ist ein neues Buch,  des in Deutschland immer kritischer wahrgenommenen Publizisten Henryk M. Broder erschienen.  Er selber nennt sich „Deutschlands Schandmaul Nr. 1“, seinem Ruf wird er auch immer wieder gerecht. Schaut man sich an, wie Wikipedia das Wort Schande definiert, wird einem der Rahmen, innerhalb dessen Broder agiert deutlich: „Der Begriff Schande (veraltet auch Schmach) bezeichnet zunächst eine außerordentlich schlechte Meinung, welche Dritte vom (vor allem moralischen) Unwert der Handlung einer Person haben. Sie entspricht einer schweren, nahezu unaustilglichen Befleckung“

Auf seiner eigenen Homepage stellt er sich schon dementsprechend vor: „… selber Schuld, wenn Sie mir schreiben“. Der Dortmunder-Künstler Erhard Arendt hat dies parodiert: „… selber Schuld, wenn Sie so schreiben“. Das hat ihm den anwaltlichen Zorn von Broder eingebracht, weil er nur dessen Fäkaliensprache ihm im Spiegel vorgehalten hat.

Fast jeder kennt ihn: Henryk Modest Broder. Er meint, er spiele in der Tucholsky-Liga, welch eine Beleidigung für den großen Deutschen. Broder wirkt in seinen jüngsten Beiträgen wie ein Gehetzter, dem die Zeit davonläuft. Es ist aber fast schon bewundernswert, das dieser Broder, zwischen seinen vielen rechtlichen Auseinandersetzungen noch anderes schreiben kann.

Broders Polemik ist von seinen Wasserträgern schon bei Amazon entsprechend bejubelt worden. Auf dem Klappentext schreibt Leon de Winter, den Broder regelmäßig auf der ominösen „Achse des Guten“ hochjubelt, weil dieser ebenso antiislamisch ist wie er selbst. Dort bezeichnet de Winter Broder als einen „der scharfsinnigsten Köpfe Deutschlands, ein höchst unterhaltsamer Autor, ein Journalist mit erstaunlichem Horizont - und der ultimative Albtraum für alle Verfechter der Political Correctness“. Da de Winter weiß, um welch problematischen Charakter es sich da handelt, darf man ihm keine mildernden Umstände zubilligen; er gehört in die gleiche Kategorie wie Broder. Ein anderer „Jubelperser“ meint, dass Broders kunstfertige Witzigkeit vergnüglich zu lesen sei. Ein „Student“ schreibt allen Ernstes: „Wer wirklich noch denkt, dass ein erneutes Aufkeimen des Nationalsozialismus (hier der Nazi-Islamisten) in unserer heutigen Zeit nicht mehr denkbar ist, kann sich durch dieses Buch eines Besseren belehren lassen.“ Auf welches Niveau sind deutsche Studenten bereits gesunken, um nicht mehr zwischen Polit-Agitation und seriöser Analyse unterscheiden zu können? Dieses holzschnittartige Niveau könnte ihnen an der FU-Berlin am Otto-Suhr-Institut à la Hajo Funke und Lars Rensmann geboten werden. Schnell hin und einschreiben, bevor alle Plätze ausgebucht sind. Aber nun zu Broders Ausführungen.

 

Broders antiislamische Obsession ist bekannt. Sein blinder Amerikanismus und Israelismus ebenfalls. Es scheint als versuche er alle Verbrechen zu rechtfertigen, die der große und der kleine Bruder in Namen „westlicher Werte“ begehen. In diesem Buch hat er teilweise Texte die er bereits bei  „Spiegel Online“ veröffentlich hat zwischen zwei Buchdeckeln eingeklemmt. Ob  Wolf-Jobst-Siedler-senior diesen Unfug auch veröffentlich hätte, sollte sich der „junior“ einmal fragen?

Broder meint allen Ernstes, dass die Europäer blind gegenüber der Bedrohung des radikalen Islam seien. Für wie blöd hält Broder eigentlich seinen großen Freund Bush, Merkel, Berlusconi,  Asnar und andere Verblendete. Zwei noch im Amt befindlich haben doch schon insgeheim beschlossen, den Iran zu bombardieren. Man, Broder sieht nur das was er sehen will.  Merkel ist auf Bush-Niveau gesunken, sodass selbst der amerikanische Analphabet sie öffentlich gelobt hat. Dies schafft dieser US-Präsident noch, ohne grammatikalische Fehler zu begehen. Broder meint wirklich die Europäer würden nicht erkennen dass sie angeblich „Appeasement“ betrieben. Broder spielt auf 1938 an. In welcher Welt lebt dieser Autor überhaupt? Er hat die pathologische Sichtweise der Israelis verinnerlicht, obwohl er deutscher Staatsbürger ist. Oder ist er Doppelstaatler? Ein Musterbeispiel von „Appeasement“ sei die Reaktion auf den Karikaturen-Streit. Europäische Politiker hätten sich einschüchtern lassen.

 

Plötzlich spielt er sich als Verteidiger der Meinungsfreiheit auf. Beteiligt er  sich nicht gerade intensiv an der Diffamierung Andersdenkender, die es wagen die Unterdrückungspolitik Israels und der USA zu kritisieren? Broder führt sogar das „Godzilla“-Argument ein, das bedeutet, man solle das Monster nicht reizen. Wen meint Broder damit? Sich? Bush? Olmert? Merkel? Nein, er nimmt den abgesetzten propagandistischen Beitrag über eine angebliche Christenverfolgung in Palästina als Beispiel. Wie dubios die Umstände um diesen Beitrag waren, sollte Broder eigentlich wissen. Aber Differenzierung ist nicht seine Sache. Draufschlagen, sein Ego im Gespräch halten und damit seine absurden Vorstellungen in die Öffentlichkeit bringen, umso mehr.

 

Geradezu absurd und niederträchtig ist seine Unterstellung, die Europäer förderten die PLO um sich den Terror vom Leibe zu halten. Dies ist das gleiche Niveau wie die Propaganda gegen die angebliche Verherrlichung von Selbstmordattentaten und die „Vernichtung Israels“ in palästinensischen Schulbüchern, die von der Israellobby propagandistisch betrieben worden ist, bis diese Lüge wie ein Kartenhaus in sich zusammengefallen ist. Vorher waren aber einige dämliche Politiker von der CDU auf diesen Zug ausgesprungen.

 

Iran darf natürlich in Broders Feindbild nicht fehlen. Was er dort fordert, könnte man als Aufruf zum Krieg interpretieren, weil Sanktionen ja provozieren könnten. Hier liegt er voll auf der Linie der kriegslüsternen Neocons in den USA, die Amerikas Politik voll auf Israelkurs gebracht haben. John Mearsheimer und Stephan Walt, zwei angesehen US-Professoren, haben vor dieser schädlichen Politik für die USA gewarnt, weil sie nicht im amerikanischen Interesse liege. Der Schwanz scheint tatsächlich mit dem Hund zu wedeln.

 

Geradezu abartig ist Broders schlussfolgernde Spekulation, dass aufgrund der Appeasement-Haltung der Europäer eines Tages ihren Segen für eine „Friedensordnung“ geben gemäß den politischen Wünschen von Hamas und Hisbollah. Wer so etwas unterstellt, muss, sollte er es nicht schon vorher getan haben zum Psychiater. Als „seriöser“ Analytiker hat er ausgedient. Wie ein Verlag solch einen Unfug zwischen zwei Buchdeckeln veröffentlichen kann, ist der eigentliche Skandal. Es ist eines der Bücher die man nicht hätte schreiben müssen. Vielleicht als Beleg für die Einseitigkeit, Verirrtheit des Denkens, in die man  geraten kann?

Es hat mit realistischer Zustandsbeschreibung nichts zutun, dafür viel mit der Erklärung der geistigen Verfassung seines Autors, die er selber besser beschreibt als andere es könnten.

Vielleicht taugt es noch als Bettlektüre für George W. Bush, Sacha Stawski und Ulrich Sahm. Er könnte es aber auch „Angie“ unter den Weihnachtsbaum legen.   W. Frankenberg

 

 

 

Jargon der Konfrontation - ... Handliche Hasspredigten wie die jüngste von Henryk M. Broder halten sich erschütternd lange auf erschütternd avancierten Plätzen

 

 

Panik, Panik, Panik, 27. September 2006
 

:

Robert Peters-gehrke "Peters-Gehrke" (Aachen) -

Da hat jemand Panik, Panik, Panik - was menschlich verständlich ist, aber nicht für differenzierten Journalismus reicht. Broder macht - absichtlich oder unabsichtlich - den gröbsten Fehler aller Schreibenden wiederund wieder: Er generalisiert. Symptomatisch dafür das Zitat: "Die Moslems haben [in der Karikaturen-Affäre] bewiesen, wie schnell und effektiv sie Massen mobilisieren können. Und der freie Westen [...] hat gezeigt, dass er der islamischen Offensive nichts entgegenzusetzen hat." Die Moslems? Alle Moslems? (Das sind mehr als eine Milliarde Menschen, Freunde.) Eine islamische Offensive? Man stelle sich diesen Satz vor mit "Die Juden/Christen/Buddhisten" und "der jüdischen/christlichen Offensive", dann wird klar, dass es sich hier nur um Panikmache und Verhetzung handelt. Schade um das Talent des Mannes. Er erkennt bei all seiner Intelligenz nicht, dass Religion der allerletzte Grund für die Bedrohung durch den Terrorismus ist. Oder will er es nicht erkennen? - Fazit: Das Buch ist durch seine Pauschalisierungen unbrauchbar für jede Diskussion.  Quelle
 

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Bei Amazon schreiben die Leser...

 

Broder verkörpert den Boulevard wie Bild und Spiegel, schrill, immer unterhaltsam, aber eben auch populistisch, also volkstümlich und um Beifall heischend, dafür weniger um Sauberkeit in der Argumentation und um die Sache bemüht - oder auch nur eine Sache und ein bestimmtes Ziel im Auge, das unbedingt durchgesetzt werden muß, koste es, was es wolle. Quelle

 

Hannes Edinger (Wien) schreibt: "In seinem populisitschen Wutausbruch reißt Broder aber die ganze Welt aus dem Zusammenhang. Aus den Scherben der Wahrheit konstruiert er dann ein Mosaik undifferenzierter Halbwahrheiten: Hier Gut, dort Böse. Mit genau dieser Art der allgemein verständlichen "Informationsaufbereitung" - man könnte sie auch Propaganda nennen - haben Extremisten (in allen Lagern) den Islamismus erst groß gemacht. Dass der Autor keinerlei realistische Lösungsansätze vorzuweisen hat, passt nur allzu gut zu seinem polarisierenden Stil.

Im Sinne der Stärkung einer freien Gesellschaft ist der Text kontraproduktiv, und so gesehen ist es gut, dass sich der Autor darin ständig selbst disqualifiziert: So schreibt er beispielsweise auf Seite 124: "Die Idee, man könnte dem Terror nur mit rechtsstaatlichen Mitteln beikommen, übersteigt die Grenze des Irrealen. Es ist, als ob man die Feuerwehr auffordern würde, sich bei ihren Einsätzen an die Straßenverkehrsordnung zu halten, und auf keinen Fall eine rote Ampel zu überfahren".

Diese zwei Sätze sind repräsentativ für das ganze Buch: Die Methapher mit der Feuerwehr ist völlig lahm, weil die Straßenverkehrsordnung ohnehin immer Vorrang für Einsatzfahrzeuge vorsieht. Und mit diesem unrichtigen Vergleich wird die Abschaffung des Rechtsstaates propagiert! Also wer demontiert hier die Werte einer freien Gesellschaft!?

Henryk M. Broder verliert mit diesem Buch nicht nur jede Legitimation, sich über irgend eine Art des Extremismus zu erbosen, sondern er ist Teil davon."  Quelle

 

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