WIR HABEN DIE PFLICHT NICHT ZU SCHWEIGEN! - Die auf Henryk M. Broder "Reaktions-Arena"!

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NICHT DIE OFFIZIELLE HOMEPAGE VON HENRYK M. BRODER

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23.12.2008

Sehr geehrter Herr Alfeis,

erlauben Sie mir noch einiges hinzuzufügen:

Sie verteidigen, zu Recht, das Recht auf Meinungsfreiheit. Derjenige, an den aber diese Verteidigung gerichtet werden müsste, sitzt jedoch bei Ihnen in der Redaktion.
Warum musste Prof. Michal Bodemann gegen Broder gerichtlich vorgehen? Weil Broder einen Beitrag von Bodemann in der SZ zum Anlass genommen hatte, derart beleidigend gegen Bodemann vorzugehen (sein Gehirn ist flach wie eine Pizza!), dass die Richter keine andere Wahl hatten, als Broder mit einer Strafe von 10.000,00 € zu belegen; und warum versuchen Broder und seine Freunde von Honestly concerned Dr. Watzal privat und beruflich fertig zu machen, indem sie ihn u.a. bei seinen Vorgesetzten bis hin zum Innenminister anschwärzen und als Antisemiten diffamieren? Nur weil Watzal eine andere Meinung zum Konflikt in Israel hat. Wo bleibt hier das Recht auf eine eigene Meinung? Und was ist mit Frau Evelyn Hecht-Galinski? Hat sie, weil sie nach Broders Aussagen nur "Hausfrau" ist, kein Recht auf eine eigene Meinung? Warum wendet sich ihr Kollege Broder an die "Kollegen" beim WDR und beschwert sich darüber, dass man Frau EHG das Recht auf eigene Meinung zugesteht? Ist denn die Meinung einer "nur" Hausfrau nicht wichtig genug? Muss man sich denn immer wieder die einseitige Unterwerfung Broders vor der israelischen Propaganda einziehen? Haben wir nicht das Recht auf eine andere, auch eigene, Meinung?

Bild: Mit Megaphon Hajo Meyer - rechts daneben Rupert Neudeck - rechts Abraham Melzer


Und wie war es mit mir, als Broder und Brumlik das Verbot des Buches von Prof. Honderich, das bei Suhrkamp erschienen ist, geschrieben und geschrien hatten? Nach nur 24 Stunden ist Suhrkamp eingeknickt und hat dem Druck nachgegeben. Ich hatte dann das Buch in meinem Verlag herausgebracht, weil ich eben der Meinung bin, dass politische, gesellschaftliche und philosophische Themen öffentlich diskutiert werden sollten und öffentlich verbrannt.

Wo blieb dann "ihr" Ruf nach Meinungsfreiheit????

Oder haben nur SPIEGEL-Redakteure das Recht auf eigene Meinungsfreiheit?

Glauben Sie mir, es uns allen (EHG, Bodemann, mir u.a.) nicht um Henryk Broder - es geht uns um unsere freie Gesellschaft, in der ein Dr. Watzal nicht Angst um seine berufliche Existenz haben muss, wenn er sich in einem kritischen, aber sachlichen Buch, mit der israelischen Politik auseinandersetzt. Und Prof. Bodemann nicht öffentlich als Trottel hingestellt wird, weil er es gewagt hat die Islamophobie, die in unserem Land nicht zuletzt dank Broder und Co. Herrscht, zu kritisieren.
In diesem Land wird darüber viel zu viel geschwiegen. Auch beim SPIEGEL oder erst recht beim SPIEGEL:

Beste Grüsse und frohe Feiertage wünscht Ihnen

Abraham Melzer




-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Leser-Servicespiegel.de
Gesendet: Dienstag, 23. Dezember 2008 14:39
An: A.Melzer
Betreff: RE: es reicht

Sehr geehrter Herr Melzer,

wir danken für Ihre E-Mail, die wir aufmerksam gelesen haben.

Henryk M. Broder ist als Autor beim SPIEGEL tätig. Er ist bekannt dafür,
gelegentlich sehr prononciert und auch mal provokant zu argumentieren.
Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung, auch SPIEGEL-Autor Broder.
Das heißt aber nicht, dass seine Meinung beim SPIEGEL von allen geteilt
würde - auch hier in der Redaktion finden täglich sehr kontroverse
Diskussionen statt.

Die hohe Qualität der SPIEGEL-Berichterstattung wird unter anderem von den
unterschiedlichen Perspektiven und Standpunkten der Redakteurinnen und
Redakteure entscheidend geprägt - auch wenn eine Meinung manchmal in der
Öffentlichkeit überspitzt vorgetragen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Gartred Alfeis
Leser-Service

SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG
Brandstwiete 19
20457 Hamburg
Tel: +49 (40) 30 07 - 2770
Fax: +49 (40) 30 07 - 2966
E-Mail: leserservice@spiegel.de
http://www.spiegel.de


SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG, Sitz und Registergericht
Hamburg HRA 61 755
Komplementärin Rudolf Augstein GmbH, Sitz und Registergericht Hamburg HRB
13 105
Geschäftsführer Ove Saffe

 

 




Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kollegen,



meinen Sie nicht auch, dass es endlich reicht! Wie lange wollen Sie noch die verlogene Selbstgerechtigkeit ihres „Reporters“ Henryk M. Broder decken und tolerieren und ihm ein Alibi für seine zynischen Attacken auf die „reine
Vernunft“ zu verschaffen.

Die Versammlung der Massen in Gaza anlässlich des 25ten Gründungstages der Hammas, lässt Broder in seinem Blog, „Party im KZ“ betiteln und statt über die Verweigerung der Einreise in Israel für einen „jüdischen“ UNO-Beauftragten der Menschenrechtskommission zu protestieren, vernehmen wir nur hämische und zynische Freude: Außer Spesen nichts gewesen.

Wenn das Spiegel-Niveau ist, dann macht ja Broder ihrem Magazin alle Ehre. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass dies im Sinne des Gründers Augstein wäre, der heute für Broder mit Sicherheit ein ausgesprochener Antisemit wäre, wegen
seiner allzu häufigen Kritiken an der israelischen Demokratie.

Es ist wahr, es gibt auf der Welt noch Antisemiten. Aber kann es denn sein, dass der Spiegel, Broders Jagd nach vermeintlichen Antisemiten, bis auch der allerletzte gefunden und gestellt sein wird, fördert und gut findet. Das alles ist doch krankhaft pervers und heuchlerisch und, mit der Zeit auch langweilig.

Israel hatte nach eigenen Aussagen befürchtet, dass der UNO-Beauftragte zu einseitig  zugunsten der Palästinenser sei, weil er früher schon einmal die israelische Art mit der der Nazis verglich. Niemals hatte aber Israel jemanden zurückgeschickt, der einseitig zugunsten Israels war, wie zum Beispiel den Israel-Fan Henryk M. Broder. Und was an den Checkpoints in der Westbank tagtäglich geschieht, ist eine Verletzung der Menschenrechte, der Menschenwürde und selbst der israelischen Gesetze, dass es zum Himmel schreit. Nur Ihr Reporter Henryk M. Broder schreit nicht, er lacht und kommentiert zynisch: Wenn die Palästinenser kein Brot haben, dann sollen sie doch Kanonen essen.




Abraham Melzer

 

 

 

16.12.2008 - Abraham Melzer kommentiert - Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kollegen, meinen Sie nicht auch, dass es endlich reicht! Wie lange wollen Sie noch die verlogene Selbstgerechtigkeit ihres „Reporters“ Henryk M. Broder decken und tolerieren und ihm ein Alibi für seine zynischen Attacken auf die „reine Vernunft“ zu verschaffen.

Die Versammlung der Massen in Gaza anlässlich des 25ten Gründungstages der Hammas, lässt Broder in seinem Blog, „Party im KZ“ betiteln und statt über die Verweigerung der Einreise in Israel für einen „jüdischen“ UNO-Beauftragten der Menschenrechtskommission zu protestieren, vernehmen wir nur hämische und zynische Freude: Außer Spesen nichts gewesen.

Wenn das Spiegel-Niveau ist, dann macht ja Broder ihrem Magazin alle Ehre. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass dies im Sinne des Gründers Augstein wäre, der heute für Broder mit Sicherheit ein ausgesprochener Antisemit wäre, wegen seiner allzu häufigen Kritiken an der israelischen Demokratie.

Es ist wahr, es gibt auf der Welt noch Antisemiten. Aber kann es denn sein, dass der Spiegel, Broders Jagd nach vermeintlichen Antisemiten, bis auch der allerletzte gefunden und gestellt sein wird, fördert und gut findet. Das alles ist doch krankhaft pervers und heuchlerisch und, mit der Zeit auch langweilig.

Israel hatte nach eigenen Aussagen befürchtet, dass der UNO-Beauftragte zu einseitig  zugunsten der Palästinenser sei, weil er früher schon einmal die israelische Art mit der der Nazis verglich. Niemals hatte aber Israel jemanden zurückgeschickt, der einseitig zugunsten Israels war, wie zum Beispiel den Israel-Fan Henryk M. Broder. Und was an den Checkpoints in der Westbank tagtäglich geschieht, ist eine Verletzung der Menschenrechte, der Menschenwürde und selbst der israelischen Gesetze, dass es zum Himmel schreit. Nur Ihr Reporter Henryk M. Broder schreit nicht, er lacht und kommentiert zynisch: Wenn die Palästinenser kein Brot haben, dann sollen sie doch Kanonen essen. - Abraham Melzer


 

16.12.2008 - Abraham Melzer kommentiert - Sehr geehrter Herr Posener, sehr schöne Polemik, wenn man nur nicht einen bitteren Nachgeschmack hätte, dass ihr achgut Forum genauso handelt, wie die katholische Tagespost. Sie jammern darüber, dass die Tagespost versucht den berechtigten Protest „jüdischer“ (und nichtjüdischer) Menschen zu bremsen bzw. gar zu verhindern. Versucht denn nicht ihr Forum täglich den berechtigten Protest vieler Menschen an der Menschenrechte  verletzenden Politik Israels zu hindern, bzw. solche Menschen, die sich nicht hindern lassen, gleich ultimativ als Antisemiten beschimpft, mitunter mit der Absicht sie zu vernichten.

Und solche Überschriften in Ihrem Forum wie: Party im Hunger-KZ (gemeint ist Gaza und da frage ich mich ob es überhaupt politisch korrekt ist Gaza mit einem KZ zu vergleichen? Ich würde es tun, aber Sie?) oder: Außer Spesen nichts gewesen, womit ein UNO Kommissar, der nach Menschenrechtsverletzungen in Palästina schauen soll, von Kapo-Broder lächerlich gemacht wird.

Immer vor der eigenen Tür kehren, lieber Herr Posener, und die Tatsache, dass Sie bei „Achse des Guten“ mitmachen, macht Sie noch lange nicht zu einem Vertreter des Guten.

Auch ich bin der Meinung, dass man dem iranischen Präsidenten kein Forum bei uns geben soll. Aber ich bin auch der Meinung, dass sich der Zentralrat der Juden nicht überall und immer einmischen soll, insbesondere bei Angelegenheiten, die ihn nicht angehen. Wenn oder was vertritt denn dieser Zentralrat? Das sollte man mal klären. Die Juden in Deutschland? Sicherlich nicht alle. Den Staat Israel? Auch in diesem Fall sicherlich nicht alle. Offensichtlich sich selbst. Wenn interessiert aber die Meinung einer Frau Knobloch?

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Abraham Melzer

 


 

17.10.2008 - Die Worte des "Vorsitzenden" Broder

  „Lese ich dagegen, dass wieder einmal gegen einen Schriftsteller wegen „Verleumdung des Türkentums“ ermittelt wird, dass der einschlägige Paragraf nicht abgeschafft, sondern nur modifiziert wurde, dann denkt es in mir: Nein, die sind noch nicht so weit, die müssen erst einmal ein paar Hausaufgaben erledigen (...)“

„Schneller als in anderen Ländern geraten (türkische) Schriftsteller, die sich dem Konsens verweigern, in den Ruf, Nestbeschmutzer zu sein. Und wer sich im Ausland kritisch über sein Land äußert, muss mit allem rechnen, auch mit einer Anklage aufgrund des obskuren Paragrafen 301 des Strafgesetzbuches wegen Verunglimpfung des Türkentums. Das sind unhaltbare Zustände.“
 

Kaum zu glauben, aber wahr. Dies sind Worte des  Henryk M. Broder, der wie ein Chamäleon in der Lage ist sich zu wandeln, seine Farbe zu wechseln und allen zu beweisen, dass all das, was er sonst schreibt, Blödsinn, Unsinn und Bullshit ist.

Denn warum sollte die „Verleumdung des Türkentums“ erlaubt und wünschenswert sein, die „Verleumdung des Zionismus“ dagegen ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit?

Warum ist es ein unhaltbarer Zustand, wenn ein türkischer Schriftsteller, der sich im Ausland kritisch gegen die Türkei äußert, Nestbeschmutzer genannt wird, wo doch ein israelischer Schriftsteller, der sich im Ausland gegen die Politik seines Landes äußert, von Broder höchst persönlich als „Nestbeschmutzer“ und –natürlich- auch noch als Antisemit diffamiert wird?

Natürlich ist das nur eine rhetorische Frage, denn die Antwort liegt ja klar auf den Tisch. Quod licet Jovi, non licet bovi. Und Broder ist selbstverständlich von sich überzeugt, das er der Jupiter ist, er ist die Sonne, nach der sich alle zu richten haben und wer nicht seiner Meinung ist, der ist eben ein „Nestbeschmutzer“. Bleibt nur zu fragen, wer sich mit diesem Broder in einem Nest legen möchte.

 "Ein Mann, der seine "intellektuelle" Selbstbefriedigung sich nur dadurch verschaffen kann, dass er andere diffamiert und erniedrigt. Offensichtlich macht es ihm auch Spaß und er fühlt sich nach jedem "intellektuellen" Orgasmus erleichtert. Nur scheint es so, dass er nach jedem dieser Erregungszustände einen Teile seines Hirns verliert. Denn nur so kann man verstehen wieso er für jedes Land in der Welt einen anderen politischen Maßstab anlegt und deshalb türkischen Schriftstellen erlaubt, was er israelischen Schriftstellern verbieten möchte."

 Abraham Melzer

 

 

19.9.2008 - Kurzer Lehrgang in jüdischer Paranoia - Oder: Lustigers lustige Lust - Abraham Melzer - Antwort auf Arno Lustigers Pamphlet in der FAZ vom 18.09.2008 - Im Judentum gibt es viele politische und soziologische Strömungen. Das Judentum war schon immer vielseitig und zersplittert. Das war früher so und das ist auch heute so. Man braucht da nur auf den Staat der Juden zu schauen, um zu sehen, wie vielfältig die Gesellschaft gespalten ist, in Parteien und religiösen Richtungen. Man erinnere sich an den jüdisch-israelischen Witz über den ersten Staatspräsidenten Chajim Weizmann, der in China zu Besuch weilte. Mao Tse Tong, der große chinesische Vorsitzende gab damit an, dass er der Präsident von einer Milliarde Chinesen sei. Das hat Weizmann jedoch nicht beeindruckt. Er erwiderte: Ich bin der Präsident von einer Million Präsidenten. Das ist auch so überall dort, wo es größere und kleinere jüdische Zentren gibt, von den USA bis in die Schweiz, wo es drei verschiedene jüdische Gemeinden gibt. Nur im Nachkriegsdeutschland ist es anders. Hier verteidigt man mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln die Einheit und der Zentralrat der Juden in Deutschland hat schon immer keine andere Meinung als die des Zentralrats geduldet. Dabei ist auch die jüdische Gemeinschaft in Deutschland so pluralistisch im Denken, wie es Juden eben überall sind


 

18.9.2008 - Broderismus oder Der Zweck heiligt die Mittel -  Abraham Melzer - Seit Jahren wird in Deutschland eine völlig sinnlose und überflüssige Debatte geführt über die schon unzählige Artikel geschrieben und zahllose Bücher von den jeweiligen Kapazitäten für  Antisemitismus und Antizionismus veröffentlich wurden. Zuletzt hat Clemens Wergin von der WELT sogar von der „Verluderung der deutschen Debattenkultur“ geschrieben. Womit er natürlich Recht hat, wenn er aus dem Täter ein vermeintliches Opfer macht. Am Ende sollte man mit Broder noch Mitleid haben.

Man ist auf der Suche nach der finalen Antwort zu den Fragen:
a)
      Was ist Antisemitismus?
b)
      Wo endet Antizionismus und wo beginnt Antisemitismus?
c)
      Ist Kritik an Israel erlaubt?

Und schließlich
d)
      Wer ist Antisemit?

Wenn man die Überschriften der Beiträge in einen Internet Blog wie „Die Achse des Guten“ überfliegt, dann könnte man davon ausgehen, dass diese o.g. Fragen das zentrale Thema unserer heutigen Gesellschaft sind und im Vergleich zum Nahostkonflikt, alle anderen Konflikte und Probleme unserer Zeit bedeutungslos verblassen. Der jüdische Journalist Henryk M. Broder ist zur Symbolfigur dieser Auseinandersetzung geworden, weil er seit mehr als 20 Jahren nichts anderes tut, als sich mit diesen Fragen zu beschäftigen. Er ist die Kapazität auf diesem Gebiet und sein Wort ist für viele so bindend wie das Wort des Papstes für fromme Katholiken.

 

17.9.2008 - Ehud Olmert spricht unliebsame Wahrheiten aus: Kurzkommentar von Abraham Melzer - „Er spricht davon, dass die jüngste Attacke radikaler Siedler gegen ein palästinensisches Dorf ein nicht hinzunehmendes "Pogrom" sei. Er sagt, dass sich in die Tasche lügt, wer daran glaube, dass es jemals einen israelischen Staat in biblischen Grenzen geben werde. Er warnt davor, Israel drohe in einem einzigen, palästinensisch dominierten Staat unterzugehen, sollte nicht bald ein Frieden mit Zwei-Staaten-Lösung geschlossen werden: Israels Premierminister Ehud Olmert scheint mit seiner politischen Laufbahn abgeschlossen zu haben. Anders ist nicht zu erklären, dass Olmert, der sich in der Vergangenheit gut und gern darum drückte, unliebsame Wahrheiten auszusprechen, sie in dieser Woche jedem israelischen Medium in den Block diktiert, das bereit ist, sie zu drucken.“

Der Text oben stammt von der heutigen Ausgabe von SPIEGELonline. Ob Broder diesen Text redigiert hat? Offensichtlich nicht. Schade nur, dass Olmert erst jetzt zu diesen Erkenntnissen gekommen ist. Wir haben es schon längst gewusst. Nur wurden wir deshalb von Broder als Israel-Hasser verleumdet. Manche von uns auch als Antisemiten. Der Tag ist nicht mehr fern, dass auch Broder selbst zu solchen Erkenntnissen kommen wird. Heute allerdings bemüht er sich noch die Aufmerksamkeit der Leser auf Tibet, Sudan und Iran zu lenken und von Israel abzulenken.

 

 

 

"...Meine und Hajo Meyers Konsequenz aus Auschwitz ist: Nie wieder Opfer sein aber auch niemals Täter sein.
 Herr Broder meint aber es macht Spaß Täter zu sein..."
Abraham Melzer am 18.1.2005

 

 

DER SPIEGEL
Herrn Stefan Aust

Lieber Herr Aust,

ich schreibe Ihnen bezüglich Herrn Henryk Broder, Mitglied des Redaktionskollegiums beim SPIEGEL. Ich weiss nicht, ob Ihnen bewusst ist, dass Ihr Kollege auf seiner Homepage und der Homepage von „Die Achse des Guten“ (!) regelmäßig eine größere Anzahl von Personen diffamiert. Nichts gegen Kritik und scharfe Polemik, aber Diffamierung ist eine andere Sache. Seine letzte Zielscheibe war die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, die er als „Schmock der Woche“ tituliert hat. „Schmock der Woche“ auf Jiddisch bedeutet nichts anderes als „Arschloch der Woche“.

So hat Herr Broder, weil ihm ein Beitrag von Professor Bodemann in der Süddeutschen Zeitung nicht gefallen hat, den in Kanada lehrenden
Bodemann als „Mega-Schmock des Jahres“ (..mehr )

Die Liste seiner Opfer ist inzwischen lang und sieht wie ein „Who is Who“ der deutschen Gesellschaft aus: Elfriede Jelinek, Robert Menasse,
Prof. Dr. Erwin Häckel, André Brie, Peter Eisenmann, Antje Vollmer, Sir Peter Ustinov, Michael Degen, Heinz Berggruen, Iris Berben, Roger Willemsen, Rafael Seligmann, Paul Spiegel, Günther Rühle, Herta Däubner-Gmelin und viele andere.

Dies alles wäre weniger empörend, wenn Broder nicht zunehmend auch nazistische Stereotypen benutzen würde, die die Antisemiten und Nazis seit Jahrhunderten uns Juden gegenüber verwendet haben: die Juden sind, wie im Falle Bodemann „Trittbrettfahrer“ der deutschen Kultur und eigentlich „blinde Passagiere in Deutschland“. Hierzu passt, was Herr Broder vor wenigen Wochen in der „Jüdischen Allgemeinen“ geschrieben hatte – seine Lehre, die er aus Auschwitz gezogen hat: (..mehr )

Anlässlich unseres Vortrages an der Universität in Leipzig im Rahmen der dort stattfindenden Ringvorlesung Israel/Palästina hat Broder in der Homepage „Die Achse des Guten“(!) unter der Überschrift:(..mehr ) wieder seine primitiven und äußerst unappetitlichen Beleidigungen veröffentlicht, die darin gipfeln, dass der 81-jährige Hajo G. Meyer als ein „Berufsüberlebender“ beleidigt wird. Das gegenüber einem Mann, der in seinem langen Leben zwei Berufskarrieren erfolgreich hinter sich gebracht hat: eine, von 34 Jahren als technischer Forscher und während der letzten zehn Jahre als Direktor eines der größten Industrielaboratia der Welt. Eine zweite, von neunzehn Jahren als Geigenbauer. Von mir sagt er, dass ich als jüdischer Verleger, eine „Lücke entdeckt habe, die er fleißig mit braunem Dreck füllt.“

Unsere Lehre, die wir aus Auschwitz gezogen haben, fällt ganz anders aus, als die von Broder. Unsere Lehre lautet: Nicht nur, dass wir niemals Täter sein wollen, sondern dass nicht nur Auschwitz sich nicht wiederholen darf, nicht in Deutschland und auch nirgendwo sonst auf der Welt, sondern schon weit im Vorfeld Menschenverachtung und Rassismus angegriffen werden müssen. Auschwitz war gewiss das Äußerste, ist aber ohne Rassismus, Menschenverachtung und Diabolisierung gewisser Gruppen, nicht denkbar. Wir halten es deshalb für erforderlich, auch die menschenverachtende, völkerrechtswidrige Politik des israelischen Staates und Anzeichen von Rassismus in Israel zu kritisieren.

Offensichtlich gefällt Herrn Broder dieser Standpunkt nicht, und deswegen ist jeder, der es wagt, Israels Politik oder gar die Verbrechen der israelischen Armee und die der Siedler zu kritisieren: ein Antisemit. Wenn es ein Jude oder Israeli tut, dann hat er „eine Lücke entdeckt…“. Die logische Folgerung daraus ist demnach, dass man Antisemit oder zumindest Antizionist, was auf das Gleiche hinausläuft, sein muss, um die Politik der israelischen Regierung zu kritisieren. Da stellt er sich auf der gleichen Stufe wie diese undurchsichtige Organisation „honestly concerned“, die in als selbsternannter Oberzensor der Nation jeden angreift, der es wagt diese Politik nicht gut zu finden.

Der Henryk M. Broder, von dem ich im SPIEGEL lese, unterscheidet sich um Welten von dem hetzerischen Broder, der sich im Internet austobt. Ob sich dieser Dr. Jekyll von jenem Mr. Hyde für den Betrachter trennen lässt, weiß ich nicht. Einen Ruf als begnadeter Polemiker, der er sicherlich früher einmal war, verspielt Henryk M. Broder mit seinen hemmungslosen Hasstiraden und den diversen Versuchen Menschen, deren Meinung ihm nicht genehm war, fertig zu machen, ja fast existenziell zu vernichten. Mit Journalismus hat das wenig zu tun.

Ich schreibe Ihnen das alles, weil ich mich darüber wundere, dass eine so angesehene Zeitschrift wie der SPIEGEL es duldet, dass einer ihrer Mitarbeiter, der sogar im Impressum genannt wird, sich in solch primitiver und menschenverachtender Art und Weise betätigt.

Es ist endlich an der Zeit, dass auch Sie sich von dieser Art Journalismus distanzieren und einen Schlussstrich ziehen. Es darf nicht sein, das Broder die Tatsache, dass er Jude ist, dazu benutzt, Pressefreiheit zu missbrauchen und für sich selber eine Freiheit in Anspruch zu nehmen, auf Kosten unbescholtener Bürgerinnen und Bürger, deren einziges Vergehen es ist, eine andere Meinung zu haben.

Broder mag eine geniale Begabung haben, aber er hat auch unangenehme menschliche Schwächen, wie seine narzisstische Verliebtheit in seinen Spitzfindigkeiten, sein Drang immer wieder zu zeigen wie brillant und scharfsinnig er formulieren kann. Broder wird sich und seine Umgebung immer wieder aufs neue beschmutzen, da er darauf aus ist Ärger zu machen; es macht ihm offenbar nichts aus als Clown aufzutreten und viel mehr noch als Henker.

Immerhin